Der Tod und das Mädchen
Psychosozial-Verlag
978-3-8379-2146-5 (ISBN)
"Der Tod und das Mädchen" ist ein häufiges Motiv in Kunst, Literatur und besonders in der Musik. So denkt man zuerst an das Streichquartett und das Klavierlied Franz Schuberts. Bezieht man das zentrale Thema des Liebestodes in der Oper sowie die mittelalterliche Tradition des Totentanzes ein, so wird deutlich, dass hier ein Grundverhältnis der Musik berührt wird. Was meinen wir, wenn wir nach dem Verhältnis von Tod und Musik fragen? Wie lässt sich dies aus psychologischer Perspektive interpretieren? Was stirbt, was lebt in der Musik?
Die Beiträger des vorliegenden Bandes betrachten das Thema aus musikwissenschaftlicher und psychoanalytischer Sicht. Vom Orpheusmythos bis zur Gegenwartskomposition, von der bürgerlichen Oper bis zur Jazzimprovisation wird der Frage nachgegangen, wie Musik Traumatisierungen kompensiert, Destruktion kathartisch darstellt und es dem Rezipienten ermöglicht, tiefgreifende emotionale Prozesse des Verlustes und Wiedergewinns von Lebendigkeit zu durchleben.
Mit Beiträgen von Ulrich Deutschmann, Sabine Ehrmann-Herfort, Anja Guck-Nigrelli, Hannes König, Sebastian Leikert, Antje Niebuhr, Bernd Oberhoff und Thomas Seedorf
Hannes König ist Ausbildungskandidat für Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie am Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse. Als Psychologe ist er im Bereich Psychosomatik an den Ruppiner Kliniken tätig. Zudem arbeitet er als Lehrbeauftragter für Klinische Psychologie/Sozialpsychologie an der Medical School Berlin. Er publiziert zu Themen der Angewandten Psychoanalyse, insbesondere in Bezug auf Film und Musik.
Antje Niebuhr, Dipl. Psychologin und niedergelassene Psychoanalytikerin in Bremen. Experimente und Vorträge zum Thema Musik und Psychoanalyse seit 2003. Mitarbeit im "Coesfelder Arbeitskreis Psychoanalyse und Musik" seit 2004.
Bernd Oberhoff ist Privatdozent für Soziale Therapie an der Universität Kassel, Gruppenanalytiker (DAGG), Supervisor (DGSv), Fortbildungsdozent für Aus- und Fortbildung von Supervisoren, Fachbereichsleiter "Weiterbildung Musik" an der Kolping-Bildungsstätte Coesfeld sowie in freier Praxis in Münster tätig.
Er ist Gründer und wissenschaftlicher Leiter des seit 2001 jährlich stattfindenden "Coesfelder Symposium Musik & Psyche" sowie Mitherausgeber von Fachzeitschriften: "Supervision" (1983-1987) und "Freie Assoziation" (1998-2006). Oberhoff war außerdem viele Jahre als Kammerchorleiter und Dirigent des "Collegium Vocale Dortmund" (Preisträger) tätig.
Buch-Veröffentlichungen in den Bereichen Supervision und Musikpsychoanalyse u.a. im Daedalus-Verlag, Münster "Christoph Willibald Glucks präödipale Welt. Eine musikalisch-psychoanalytische Studie" (1999) und "Übertragung und Gegenübertragung in der Supervision" (2000).
Sebastian Leikert ist als Psychoanalytiker (DGPT) in eigener Praxis in Saarbrücken tätig. Er ist Dozent und Lehranalytiker am Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Heidelberg und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse und Musik (DGPM).
Hier findet sich ein Video zu seiner Publikation Schönheit und Konflikt (2012):
Okt. 2015)
Inhalt
Vorwort
Grußwort der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung zum 1. Symposion der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse und Musik am 07.11.2009
Dieter Ohlmeier
" denn das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes"
Zur Oper Salome von Richard Strauss
Antje Niebuhr
Das Mädchen, der Jüngling und der Tod
Zu zwei Liedern Franz Schuberts
Thomas Seedorf
Musik als ästhetische Thanatologie
Historische und psychoanalytische Aspekte
Sebastian Leikert
Das Mädchen und der Tod
Psychoanalytische Überlegungen zur Dialektik der Musik in Verdis La Traviata
Anja Guck-Nigrelli
Spiel mit dem Schrecken
Das Totentanzmotiv und die Musik
Sabine Ehrmann-Herfort
Siegmunds Tod
Geheimnisvolle psychische Transmissionen und pathogene Strukturen in Wagners Oper Die Walküre
Bernd Oberhoff
Wenn Mephisto an die Haustür klopft
Über das Unheimliche in der Musik
Hannes König
Kulturzerstörung, traumatische Desintegration und die identitätsstiftende Bedeutung unbewusster Handlungsdialoge in Jazzimprovisation und Psychoanalyse
Ulrich Deutschmann
Autorinnen und Autoren
»Sämtlichen Autoren ist die Begeisterung für beide Fächer deutlich anzumerken.«
Maria Schors, DIE TONKUNST 1/2013
»Die acht hochkonzentrierten Beiträge, teils von Analytikern, teils von Musikwissenschaftlern, liegen jetzt als Sammelband vor und vermitteln gerade bei dem von Schubert entliehenen Thema einen guten Einblick in die Zusammenhänge zwischen Musik und Psychoanalyse.«
Dirk Klose in neue musikzeitung, Juli/August 2012
»Der Dialog zwischen Musikwissenschaft und Psychoanalyse hat sich in den letzten Jahren sichtlich erweitert.«
Gerta Steinringer, Musikerziehung im März 2012
| Erscheint lt. Verlag | 12.9.2011 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Imago |
| Co-Autor | Ulrich Deutschmann, Sabine Ehrmann-Herfort, Anja Guck-Nigrelli, Hannes König, Antje Niebuhr, Bernd Oberhoff, Dieter Ohlmeier, Thomas Seedorf |
| Verlagsort | Gießen |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 148 x 210 mm |
| Gewicht | 280 g |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Musik |
| Schlagworte | Musikwissenschaft • Psychoanalyse • Tod • Tod (Motiv in der Musik) |
| ISBN-10 | 3-8379-2146-8 / 3837921468 |
| ISBN-13 | 978-3-8379-2146-5 / 9783837921465 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
aus dem Bereich