Bilder von Krupp
C.H.Beck (Verlag)
978-3-406-38545-2 (ISBN)
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Klaus Tenfelde (1944 - 2011) war Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Innsbruck und Bielefeld. Von 1995 bis 2011 hatte er den Lehrstuhl für Sozialgeschichte und Soziale Bewegungen an der Ruhr-Universität Bochum inne. Dort war er zugleich Direktor des Instituts für Soziale Bewegungen und Initiator der Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets und des Hauses der Geschichte des Ruhrgebiets.
"I. Krupp - der Aufstieg eines deutschen Weltkonzerns
Von Klaus Tenfelde
1. "Was nicht biegt mag brechen"
Wenn es ihm denn nötig erschien, zögerte Alfred Krupp nicht, mit Worten wie diesen seine Untergebenen in seinen Willen zu zwingen. Ernst Eichhoff, Schwager Krupps und in den schwierigen 1870er Jahren wichtiges Mitglied der "Prokura", schien derber Zurechtweisung zu bedürfen, damit es mit den Kompetenzrangeleien in der Leitung der Werke ein Ende hatte. Es ging, im Jahre 1872, um das berühmte Generalregulativ, mit dem Krupp die Wachstumsphase der Gußstahlfabrik in den 1860er Jahren und während der stürmischen Gründerjahre zu einem gewissen Abschluß zu bringen gedachte. Er zögerte nicht, seinen Prokuristen das Schlimmste überhaupt anzudrohen, den Verkauf der Firma, falls nicht "endlich Ordnung hineingebracht" werde.
Tatsächlich war Krupp im Januar 1872, dem Zeitpunkt dieser Ordnungsmaßnahmen, weit davon entfernt, sein Lebenswerk zur Disposition zu stellen. Wenige Monate sp äter mögen ihn indessen neue Umstände veranlaßt haben, auch diese Möglichkeit zu bedenken, ganz entgegen seinem oft bekundeten Willen, die Firma bis in alle Ewigkeiten in den Händen der Familie zu halten. 1872 war ein bewegtes Jahr. Das neue große Deutschland erbebte im Wachstumsfieber. Billiges Geld schien reichlich vorhanden, die Banken trugen ihre Kredite förmlich in die Firmen, und auch Krupp kaufte und kaufte: nach der schon 1871 erworbenen Hermannshütte bei Neuwied die Johanneshütte bei Duisburg, die Zeche "Hannover" bei Bochum allein für rund 4 Mio. Mark und zahlreiche Grubenfelder auf Eisenerz, besonders an Sieg und Lahn und im Westerwald. Ein für allemal sollte die Firma durch diese Investitionen aus der Abhängigkeit von den Kohlen- und Erzgruben entbunden werden; gerade in diesen Monaten waren schließlich die Rohstoffpreise in nie gekannte Höhen gestiegen...."
| Erscheint lt. Verlag | 27.9.2000 |
|---|---|
| Vorwort | Berthold Beitz |
| Zusatzinfo | mit 355 Abbildungen, 2 Plänen und 2 Falttafeln |
| Sprache | deutsch |
| Gewicht | 2225 g |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Fotokunst |
| Sachbuch/Ratgeber ► Beruf / Finanzen / Recht / Wirtschaft ► Wirtschaft | |
| Geschichte ► Teilgebiete der Geschichte ► Wirtschaftsgeschichte | |
| Schlagworte | Archiv • Betrieb • Bild • Bildband • Essen • Essen, Geschichte; Sozial-/Wirtschafts-Geschichte • Fachbuch • Familie • Fotografie • Friedrich Krupp • Geschichte • Historische Hilfswissenschaft • Industrie • Krupp (Familie) • Krupp (Firma) • Krupp (Unternehmen) • Quelle • Ruhrgebiet • Sozialgeschichte • Technik • Unternehmen • Wirtschaft |
| ISBN-10 | 3-406-38545-1 / 3406385451 |
| ISBN-13 | 978-3-406-38545-2 / 9783406385452 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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