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Schwarz-Weiß-Symbolik (eBook)

Dualistische Denktraditionen und die Imagination von »Rasse«. Religion - Wissenschaft - Anthroposophie

(Autor)

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2010 | 1. Auflage
410 Seiten
Transcript Verlag
978-3-8394-1349-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Schwarz-Weiß-Symbolik -  Jana Husmann
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Was haben abendländische Traditionen der Schwarz-Weiß-Symbolik mit Rassentheorie und Rassismus zu tun? Jana Husmann spürt dualistischen Denktraditionen im 'wissenschaftlichen' und okkultistischen Rassediskurs nach. Der imaginäre Gehalt rassentheoretischer Kategorienbildung wird dabei als Säkularisierung, Naturalisierung und Respiritualisierung des Symbolischen lesbar. In Zusammenführung von Kultur-, Religions-, Wissenschafts- und Geschlechtergeschichte zeigt das Buch die komplexen Zusammenhänge von Wissens- und Geschlechterordnung, dualistischen Denktraditionen und der Geschichte des Rassismus auf. Ein Buch voller Impulse für die Geschlechter- und Rassismusforschung sowie für die Anthroposophie-Kritik.

Jana Husmann (Dr. phil.), Kulturwissenschaftlerin und Genderforscherin, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Graduiertenkolleg »Geschlecht als Wissenskategorie« der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Geschlechter- und Rassismusforschung, religiöse Weltanschauungen, Trans- und Interdisziplinarität.

Inhalt 5
Danksagung 9
1 Einleitung 11
1.1 Thema 11
1.1.1 Zugänge und Umriss des Themas 11
1.1.2 Differenzierung der Analyseperspektiven und Thesen 19
1.1.3 Aktuelle Relevanz 26
1.2 Forschungsstand 29
1.2.1 Schwarz-Weiß-Symbolik im Rassediskurs 29
1.2.2 Schwarz-Weiß-Struktur: Binäre Konstruktionsmechanismen 33
1.2.3 Forschungsstand zu Rassentheorie und Rassismus bei Rudolf Steiner 38
1.3 Methodik 42
1.3.1 Inter- und Transdisziplinarität 42
1.3.2 Diskursanalyse, Repräsentation, Dekonstruktion 45
1.4 Struktur 48
2 Schwarz-Weiß-Symbolik: Geistesgeschichtliche Traditionskontexte des Abendlandes 51
2.1 Einleitung: ›Angst vor der schwarzen Republik‹? 51
2.2 Schwarz-Weiß: Aktuelle Begriffsdimensionen und Definitionszugänge 55
2.2.1 ›Alltagsfarben‹: Begriffsdimensionen von Politik, Psychologie bis Physik 55
2.2.2 Lexika der Symbolik und Rassismus 58
2.3 Antike Umbrüche: Geist-Materie-Dualismus und griechische Zeugungsmythen 62
2.3.1 Vorbemerkung 62
2.3.2 Schrift und Dualismus – ›Neukonstruktion der Genealogie‹ 63
2.3.3 Schwarze Göttin – weißer Zeus 65
2.3.4 Schwarze Materie – Licht und Logos 68
2.3.5 Schlussfolgerung 73
2.4 Christlich-biblische Traditionen: Leib und Zeichen 74
2.4.1 Vorbemerkung 74
2.4.2 Teuflisches Schwarz 75
2.4.3 Totes Fleisch und ›Auferstehungsleib‹ – Paulus’ doppelte Leibkonstruktion 77
2.4.4 Lichte und finstere Leiber: ›Vom Licht und vom Auge‹ 81
2.4.5 Licht und ›Weißheit‹ Christi 85
2.4.6 Schwarz auf weiß: Schwarze Zeichen – reine Leiber 85
2.4.7 Schlussfolgerung 94
2.5 Gnostische Dualismen: Schöpfungsmythen und Gottesbilder 95
2.5.1 Vorbemerkung 95
2.5.2 Finsterer Schöpfergott und (Licht-)Gott des Nichts 97
2.5.3 Finstere Welt(-werdung) – Erlösung des Lichts 101
2.5.4 Hyliker, Psychiker, Pneumatiker: Aufstieg zum Licht 107
2.5.5 Christus als Weiß-Färber 110
2.5.6 Göttliches Schwarz: Das erste schwarze Wort Gottes 113
2.5.7 Schlussfolgerung 117
3 Weißwerden: Historische Vorläufer und Anfänge rassentheoretischer Farbgebung 121
3.1 Einleitung 121
3.2 Lichtes Subjekt – schwarz-weiße Natur 122
3.2.1 Vorbemerkung 122
3.2.2 Demiurgischer Humanismus – Weltwerdung des Lichts 124
3.2.3 Rassebegriff und farbliche ›complexion‹ 131
3.2.4 Die Schattenseite der göttlichen Vernunft 138
3.3 Weißwerden: Licht der Aufklärung und Beginn des ›Wissenschaftlichen Rassismus‹ 146
3.3.1 Vorbemerkung 146
3.3.2 ›Naturalis lux‹: Anfänge der Rassisierung 147
3.3.3 Erste Rassenkonstruktionen 151
3.3.4 Linné: Entwicklung des Hautfarbenschemas 154
3.3.5 Schönheit, Krankheit, Sündenfall: Ästhetisierung und Pathologisierung 156
3.3.6 Kant: Weiße Vernunft 162
3.3.7 ›Reine Formsache‹: Licht und Tugend 169
3.4 Schlussfolgerung 178
4 Carl Gustav Carus: ›Symbolik der menschlichen Gestalt‹ 183
4.1 Einleitung 183
4.2 Licht der Erkenntnis: Idee, Symbol und Weißer Blick 187
4.3 Das naturalisierte Symbol 198
4.3.1 Grundannahmen naturgeschichtlicher Entwicklung und ›rassischer‹ Differenz 198
4.3.2 ›Symbolische‹ Körpernorm(-ierung) 202
4.3.3 Tag- und Nachtseiten: Explizierung von Geschlecht 212
4.3.4 Die Juden zwischen Licht und Finsternis 223
4.4 Schlussfolgerung 226
5 Rudolf Steiner: Weißsein zwischen Krise und Erlösung 229
5.1 Einleitung 229
5.2 Quellen 239
5.3 Licht der Erkenntnis: Hellsehen und Christus – Finsteres Wissen und Ahriman 241
5.3.1 Hellseherische ›Wissenschaft‹ 241
5.3.2 Christus: Erlösendes Wissen und Vergeistigung der Materie 245 1
5.3.3 Ahriman: Geist der materialistischen Wissenschaft 249
5.4 Leiden am Logos als Weißes Privileg – Christus-Impuls und weiße Haut 251
5.5 Erlösende Weiblichkeit und Asymmetrie normativer Geschlechter 259
5.6 Kosmologisches Evolutionsmodell 266
5.6.1 Schematischer Überblick 266
5.6.2 Kurzdarstellung 266
5.6.3 Geschlechtssymbolische Grundstrukturen 273
5.7 Anfang und Ende der (›Menschen‹-)›Rassen‹ 276
5.8 Rassenmodelle und Individualkörper 285
5.9 Knochenleib und Lichtleib 291
5.10 ›Licht-Ich‹ und Hautfarben 299
5.11 Egalität? 308
5.12 Schlussfolgerung 310
6 Keine Rassenlehre bei Rudolf Steiner? Aktuelle anthroposophische Positionen 317
6.1 Vorbemerkung 317
6.2 ›Rassismusvorwürfe zurückgewiesen‹ 318
6.3 ›Partielle Diskriminierung‹: Niederländische und deutsche Positionen 326
6.4 Mythos ›Rasse‹ oder: Rassenlehre mit und ohne ›Rassen‹ 329
6.4.1 Der ›wissenschaftliche‹ Rassebegriff der Anthroposophie 329
6.4.2 Kulturalisierung von ›Rasse‹ 332
6.5 Plausibilisierungsstrategien: Beispiel ›Arbeitervortrag‹ nach Bader/Ravagli 333
6.5.1 ›Vorurteile‹ und Farbenlehre 333
6.5.2 Rassismus als Humanismus: ›Rassische‹ Differenz als Gleichheit 335
6.5.3 ›Krise des Materialismus‹ und Weiße Erlösung 337
6.6 ›Materialistische Weltanschauung‹ und Textinterpretation 340
6.7 Waldorfpädagogik und das »dunkle Herz des Materialismus« 342
6.8 Geographie oder Steiners Rassenlehre als geographisch-kulturelle Differenz 345
6.8.1 Zielsetzung des Lehrbuchs »Das lebendige Wesen der Erde« 345
6.8.2 »Afrika – das Geburtsland der Menschheit« 347
6.8.3 »Mensch und Natur in anderen Kulturen und Kontinenten« 349
6.8.4 »Geographische Polaritäten« 351
6.9 Schlussfolgerung 353
7 Schlussfolgerung 357
Literatur- und Quellenverzeichnis 361

Erscheint lt. Verlag 16.6.2010
Reihe/Serie GenderCodes - Transkriptionen zwischen Wissen und Geschlecht
GenderCodes - Transkriptionen zwischen Wissen und Geschlecht
GenderCodes - Transkriptionen zwischen Wissen und Geschlecht
Verlagsort Bielefeld
Sprache deutsch
Maße 150 x 150 mm
Gewicht 636000 g
Themenwelt Geisteswissenschaften
Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung
Sozialwissenschaften Soziologie Gender Studies
Schlagworte Anthroposophie • Cultural Studies • Culture • Dualismus • Farbsymbolik • Gender • Gender Studies • Geschlecht • History of Religion • Kultur • Kulturwissenschaft • Postcolonialism • Postkolonialismus • Racism • Rassismus • Religion • Religionsgeschichte • Rudolf Steiner
ISBN-10 3-8394-1349-4 / 3839413494
ISBN-13 978-3-8394-1349-4 / 9783839413494
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