Bühne der Dissidenz und Dramaturgie der Repression
Ein Kulturkonflikt in der späten DDR
Seiten
2013
Vandenhoeck & Ruprecht (Verlag)
978-3-525-35035-5 (ISBN)
Vandenhoeck & Ruprecht (Verlag)
978-3-525-35035-5 (ISBN)
Der Band untersucht unterschiedliche Aspekte eines bemerkenswerten Kulturkonflikts in der Spätphase der DDR.
In den frühen 1980er Jahren lockerte die SED ihre kulturpolitischen Vorgaben und schien damit in der DDR Raum für neue formale und inhaltliche Ansätze zu geben. Auch fernab von Berlin nutzten unkonventionelle Nachwuchskünstler ihren vermeintlichen Spielraum. In Gera, einer von Industrie und Verwaltung geprägten Bezirkstadt, entstand mit der Gruppe "Liedehrlich" (u.a. mit Stephan Krawczyk), dem Gesangsduo Görnandt und Rönnefarth und dem örtlichen Puppenspiel ein kleines Zentrum alternativer Popularkultur, das zum Gegenstand eines bemerkenswerten Kulturkonfliktes wurde, in dem die verschiedenen staatlichen Akteure an sehr unterschiedlichen Strängen zogen. Während die zuständigen Kulturpolitiker die Künstler förderten oder zumindest tolerierten, betrachtete die örtliche Staatssicherheit sie von Anfang an als "feindlich-negativ" und bekämpfte sie mit der aufwendigsten Vorgangsart, die ihr zur Verfügung stand, einem "Zentralen Operativen Vorgang".
In den frühen 1980er Jahren lockerte die SED ihre kulturpolitischen Vorgaben und schien damit in der DDR Raum für neue formale und inhaltliche Ansätze zu geben. Auch fernab von Berlin nutzten unkonventionelle Nachwuchskünstler ihren vermeintlichen Spielraum. In Gera, einer von Industrie und Verwaltung geprägten Bezirkstadt, entstand mit der Gruppe "Liedehrlich" (u.a. mit Stephan Krawczyk), dem Gesangsduo Görnandt und Rönnefarth und dem örtlichen Puppenspiel ein kleines Zentrum alternativer Popularkultur, das zum Gegenstand eines bemerkenswerten Kulturkonfliktes wurde, in dem die verschiedenen staatlichen Akteure an sehr unterschiedlichen Strängen zogen. Während die zuständigen Kulturpolitiker die Künstler förderten oder zumindest tolerierten, betrachtete die örtliche Staatssicherheit sie von Anfang an als "feindlich-negativ" und bekämpfte sie mit der aufwendigsten Vorgangsart, die ihr zur Verfügung stand, einem "Zentralen Operativen Vorgang".
Dr. Matthias Braun ist Literaturwissenschaftler und war bis Februar 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Bildung und Forschung des BStU.
Dr. Lutz Niethammer ist emeritierter Professor am Historischen Institut der Universität Jena.
Dr. Roger Engelmann ist Forschungsprojektleiter in der Abteilung Bildung und Forschung des BStU.
| Erscheint lt. Verlag | 20.11.2013 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Analysen und Dokumente der BStU ; Band 035 |
| Co-Autor | Agnès Arp, Matthias Braun, Jeannette van Laak, Katharina Lenski, Martin Morgner |
| Zusatzinfo | mit 11 Abb. |
| Verlagsort | Göttingen |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 160 x 237 mm |
| Gewicht | 725 g |
| Themenwelt | Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► Zeitgeschichte |
| Schlagworte | Deutsche Demokratische Republik (DDR); Kultur • Deutsche Demokratische Republik (DDR); Politik/Zeitgeschichte • Deutsche Demokratische Republik; Kultur • Deutsche Demokratische Republik; Politik/Zeitgeschichte • Deutschland (DDR) /Geschichte • Deutschland (DDR) /Geschichte, Politik 1945 ff. • Politik 1945 ff. • Staatssicherheit • Zeitgeschichte |
| ISBN-10 | 3-525-35035-X / 352535035X |
| ISBN-13 | 978-3-525-35035-5 / 9783525350355 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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