Beim ersten Eindruck gewinnen (eBook)
208 Seiten
Linde Verlag Wien Gesellschaft m.b.H.
978-3-7094-0108-8 (ISBN)
Der erste Eindruck entscheidet!
Was macht den ersten Eindruck so mächtig? Die Informationslawine, die uns täglich überrollt, zwingt uns zur immer rascheren Wahrnehmung. Wir müssen in Bruchteilen von Sekunden entscheiden, wie wir einen neuen Gesprächspartner, ein Unternehmen, eine Situation einschätzen. Ebenso ergeht es unserem Gegenüber. Ob wir Erfolg haben oder unser Unternehmen das Geschäft macht, entscheidet sich häufig in Sekundenbruchteilen. Wie können wir dieses Ergebnis beeinflussen? Was können wir tun, um uns und/oder unserem Unternehmen einen zweite Chance zu ermöglichen?
Dieses Buch liefert dazu wertvolle Tipps und Anregungen. Nützen Sie Ihre erste Chance!
Blättern Sie hier in unserer interaktiven Leseprobe:
Um zur vergrößerten Ansicht zu gelangen, klicken Sie bitte direkt auf das Buch!
Dr. Gabriele Cerwinka ist Gesellschafterin der Schranz & Cerwinka OEG. Langjährige Berufserfahrung als Vorstandssekretärin, danach Studium der Berufspädagogik und Kommunikationswissenschaften sowie International Human Resource Management/Organizational Development. Seit 1993 freiberufliche Referentin und Coach für Persönlichkeitsentwicklung, Kommunikation sowie Office-Management. Fachbuchautorin und Universitätslektorin.
Titelei 3
Inhaltsverzeichnis 5
Vorwort 7
1. Wahrnehmungsphänomen Erster Eindruck 9
1.1 Wie unsere Wahrnehmung funktioniert 9
1.2 Wie unsere Kommunikation funktioniert 22
1.3 Wie lange dauert ein Augenblick? 23
1.4 Wie ein Image entsteht 26
1.5 Warum unnütz anstrengen? 28
2. Innere Einstellung und Erster Eindruck 30
2.1 Die innere Einstellung als Grundlage und Ergebnis der Wahrnehmung 30
2.2 Selbstbewusstsein als positiver Baustein der inneren Einstellung 33
2.3 Was eine positive innere Einstellung bewirkt 42
3. Erster Eindruck – ohne Worte! 44
3.1 Die visuelle Wirkung als Hauptfaktor 44
3.2 Kleidung, Accessoires und Styling 45
3.3 Die Signalwirkung von Details 57
3.4 Nonverbale Kommunikation durch Körpersprache 62
3.5 Die Bausteine der Körpersprache 66
3.5.1 Die Mimik 66
3.5.2 Die Gestik 68
3.5.3 Die Gebärde 70
3.5.4 Die Haltung 71
3.5.5 Die Distanzzonen 74
3.6 Vorsicht beim „Körpersprache übersetzen“ 77
3.7 Körpersprache richtig sprechen 80
4. Der akustische Erste Eindruck 83
4.1 Wie die Stimme funktioniert 84
4.2 Was die Stimme verrät 85
4.3 Tipps zur „Erfolgs-Stimme“ 87
4.4 Die richtige Atmung 89
4.5 Von der Stimme zur Sprache 90
5. Der Erste Eindruck „durch die Nase“ 92
6. Der Erste Eindruck und die ersten Worte 97
6.1 Der gelungene Gesprächseinstieg 97
6.2 Aktiv zuhören als Einstieg 100
6.3 Was Sie gleich am Anfang in Frage stellen sollten 106
6.4 Wenn die ersten Worte zum Flop werden 110
6.5 Die „Schwarze Liste“ 112
6.6 Kann man Schlagfertigkeit lernen? 114
7. Etikette als Türöffner 118
7.1 Begrüßen 119
7.2 Die passende Anrede 124
7.3 Vorstellen und Bekanntmachen 127
7.4 „How to talk small“ 131
8. Der Erste Eindruck und die Praxis 138
8.1 Der Erste Eindruck am Telefon 138
8.2 Bewerbung und Vorstellungsgespräch 149
8.3 Der erste Arbeitstag 162
8.4 Präsentationen und öffentliche Auftritte 165
8.5 Der Erste Eindruck schriftlich 175
8.6 Der Erste Eindruck via Internet 179
9. Rettung in letzter Minute 187
9.1 Was tun gegen Lampenfieber? 187
9.2 Was tun, wenn der Erste Eindruck danebengegangen ist? 190
9.3 Der Weg zur zweiten Chance 196
Literaturliste 200
Stichwortverzeichnis 202
2. Innere Einstellung und Erster Eindruck
2.1 Die innere Einstellung als Grundlage und Ergebnis der Wahrnehmung
Beispiel
Am Vorabend des ersten Schultages nimmt die Großmutter die Enkeltochter zur Seite: „Ich gebe dir einen guten Rat: Zeig deinem Lehrer vom ersten Moment an, dass du gerne in die Schule gehst, aufmerksam bist und mitarbeitest. Hat der Lehrer erst einmal einen guten Eindruck von dir, kannst du dir auch ein paar Nachlässigkeiten erlauben. Aber der Erste Eindruck, der haftet dein ganzes Schülerleben lang an dir!“
Was die Großmutter ihrer Enkelin als Ratschlag weitergibt, entspringt wohl ihrem Erfahrungsschatz und ihrem gesunden Hausverstand. Sie wäre wohl sehr überrascht, eben diesen Ratschlag in der psychologischen Fachliteratur (das Beachten des „Rosenthal-Effekts“) wiederzufinden.
Der Rosenthal-Effekt
Der Rosenthal- oder Pygmalion-Effekt geht auf die beiden amerikanischen Psychologen Rosenthal und Jacobson zurück, die 1968 in zahlreichen Untersuchungen die Interaktion zwischen Lehrer und Schüler untersucht haben. Sie stellten dabei Folgendes fest: Wenn nach einem Test eine beliebig ausgewählte Gruppe von Schülern (unabhängig vom Testergebnis) in einer Klasse dem Lehrer als besonders intellektuell entwicklungsfähig genannt wird, erzielen genau diese Schüler nach einiger Zeit tatsächlich ein besseres Testergebnis als der Rest der Klasse. Was ist passiert? Der Lehrer hat in seiner subjektiven Erwartung, seiner inneren Einstellung diesen Schülern gegenüber, anders auf sie reagiert. Er hat ihnen zum Beispiel länger Zeit gelassen, zu antworten, sie mehr gelobt, beachtet und auch mehr gefördert. Andererseits waren diese Schüler dadurch auch stärker motiviert, ihre Potenziale besser auszunutzen. Sie waren mehr von sich überzeugt, haben somit die innere Einstellung des Lehrers übernommen.
Kritiker haben diesen Behauptungen entgegengehalten, dass dieses Phänomen nur bei jüngeren Schülern beobachtbar ist und auch nur dann, wenn die willkürlich als positiv bewerteten Schüler bisher ihr Potenzial nicht ausgeschöpft hatten oder vom Lehrer unterschätzt wurden – was freilich auf sehr viele Schüler zutrifft.
Somit hat die Großmutter aus unserem Beispiel nicht ganz Unrecht, und die meisten von uns können ihr wohl beipflichten: Der Erste Eindruck, den wir bei einem Lehrer hinterließen, war für die gesamte Schulzeit wichtig!
Die selbsterfüllende Prophezeiung
Dieser Begriff wurde 1957 von Robert K. Merton geprägt. Er meint damit das Phänomen, dass eine möglicherweise falsche Prophezeiung nur deswegen eintritt, weil sie zu einer bestimmten Verhaltensweise der betroffenen Personen führt.
Beispiel
- Ein Wirtschaftsexperte äußert sich kritisch zur wirtschaftlichen Lage einer Bank. Das führt dazu, dass vermehrt Kunden dieser Bank ihr Vertrauen entziehen und ihre Gelder bei anderen Banken unterbringen. Die Folgen sind ernsthafte wirtschaftliche Schwierigkeiten des betroffenen Geldinstituts.
- Ein sehr abergläubischer Fernsehmoderator verliert ausgerechnet am Tag vor einer wichtigen Live-Show sein Maskottchen, ein kleines gläsernes Hufeisen. Er verwendet nicht nur viel Zeit mit der Suche nach seinem Glücksringer, er wird auch zunehmend nervöser. Und prompt hat er schon nach wenigen Augenblicken auf Sendung ein komplettes Blackout und verwechselt den Namen seines prominenten Gastes mit dem eines unliebsamen Konkurrenten.
Dieses Phänomen hebt in gewisser Weise den sonst geltenden Ursache-Wirkungs-Zusammenhang auf. Die vorhergesagte Wirkung wird selbst zur Ursache, die ein Ereignis eintreten lässt. Die Ursache existiert aber nur in unserer inneren Einstellung.
So erlangen auch die vielfach belächelten Horoskope in Tageszeitungen ihre Richtigkeit. Wem darin ein erfolgreicher Tag mit Errungenschaften in Beruf und Liebe vorausgesagt wird, der geht selbstsicherer in diesen Tag. Der Erfolg stellt sich oft zwangsläufig ein.
Der Wahrnehmungs-Einstellungs-Kreislauf
Diese beiden Phänomene sind zwei Beispiele dafür, wie unsere Wahrnehmung unsere innere Einstellung prägt. Alle in Kapitel 1 beschriebenen Wahrnehmungseffekte wirken so auf unsere innere Haltung. Sie bestimmen damit nicht nur den Ausschnitt unserer Umwelt, der von uns wahrgenommen wird, sondern auch unsere innere Gedankenwelt, unsere Erwartungshaltung.
Diese wiederum bestimmt unsere Handlungen. Wir behandeln unsere Umwelt so, wie es unserer inneren Einstellung entspricht. Damit beeinflussen wir aber nicht nur die Handlungen des anderen, sondern oft auch seine innere Einstellung – genauso wie der Lehrer auf seine Schüler beeinflussend wirkt. Wenn uns andere etwas zutrauen, tun wir das auch mit der Zeit selbst.
Aus dieser Grafik wird deutlich, wie sehr wir durch unsere Wahrnehmung, unsere innere Einstellung und Handlung auch die Wahrnehmung und innere Einstellung des anderen beeinflussen. Das bewirkt wieder ein bestimmtes Handeln des anderen, das wir – gefiltert – wahrnehmen. Damit verstärkt und verfestigt sich auch jeweils die innere Einstellung. Der andere reagiert ja dann so, wie ich es erwarte, und bestätigt meine innere Einstellung. Wir sprechen in diesem Zusammenhang von „festgefahrenen Bahnen“, in denen wir uns in der zwischenmenschlichen Kommunikation bewegen.
Natürlich wirken noch andere Einflussfaktoren auf unsere Kommunikation. Doch eine Tatsache ist wohl unbestritten: Unsere innere Einstellung hat große Macht über unser Handeln und ist somit der entscheidende Einflussfaktor auf die Wirkung des Ersten Eindrucks.
2.2 Selbstbewusstsein als positiver Baustein der inneren Einstellung
Gelingt es mir, meine innere Einstellung zu mir selbst positiv zu beeinflussen, verändere ich damit auch die Wirkung auf andere und deren innere Einstellung zu mir. Dieses positive Selbstbewusstsein ist somit die entscheidende Basis für einen positiven Ersten Eindruck.
Was prägt die innere Einstellung eines selbstbewussten Menschen?
- Er ist von seinen Fähigkeiten überzeugt.
- Er weiß, dass er sich nicht zu verstecken braucht.
- Er hat schon oft die Erfahrung gemacht, dass auch Fremde positiv auf ihn reagieren.
- Er hat es nicht nötig, sich in den Vordergrund zu spielen, seine Ausstrahlung nimmt andere sofort für ihn ein.
- Er rechnet einfach gar nicht damit, auf Ablehnung zu stoßen.
- Das Überwinden der Hürden des Alltags erscheint bei ihm leicht und mühelos.
- Er ist ein geborener Sieger, ohne überheblich zu sein.
Vom Mauerblümchen zur Orchidee
Wie aber erreiche ich das strahlende Selbstwertgefühl des echten Siegers?
Wie wird aus einem Mauerblümchen eine strahlende Orchidee?
| Tipp 1 |
| Der erste Schritt ist eine simple Frage: „Bin ich wirklich so ein unscheinbares Mauerblümchen?“ Viele von uns tragen ein negatives Selbstbild mit sich herum. Es stammt daher, dass schon in der Erziehung, in der Schule und später auch im Berufsleben negative Eigenschaften und Verhaltensweisen immer besonders aufgezeigt wurden – nach dem Motto: Schlechte Angewohnheiten gehören korrigiert, gute entwickeln sich dann schon von selbst! Machen Sie sich dieses innere „Negativmuster“ bewusst und hinterfragen Sie es. |
Es wäre nun zu leicht, über unsere Eltern und Lehrer herzuziehen und ihnen die alleinige Schuld an unserem mangelnden Selbstbewusstsein zuzuschieben. Wir sind jedoch nicht nur das Produkt unserer Erziehung, sondern auch Wesen mit einem eigenen Willen und einer eigenen Verantwortung.
| Tipp 2 |
| Entdecken Sie Ihre Orchideenseite! Verstecken Sie sich nicht hinter Ausflüchten und Rechtfertigungen. Lernen Sie, für Ihr Leben Verantwortung zu übernehmen. Machen Sie das Beste aus den „Bestandteilen“, die Sie erhalten haben. |
Wie sehen Sie sich?
Beispiel
Kennen Sie das Fotogespenst? Es verwandelt makellose Schönheiten in lächerliche Gestalten. So geschehen auf meinen letzten Urlaubsfotos. Denn so unvorteilhaft kann ich ja wohl nicht aussehen! Meine Freunde sehen ja auch ganz normal aus, und die haben sicher nicht weniger Caipirinha getrunken als ich!
Und erst das Video auf dem letzten Präsentationsseminar in meiner Firma! Die reinste Katastrophe! Meine Stimme klingt dünn, die Bewegungen der Hände sind fahrig und dann noch dieses seltsame Kopfnicken!
Sehen Sie dieses Gespenst auch manchmal? Wieso sind wir oft so entsetzt, wenn wir uns selbst auf Fotografien oder Videoaufnahmen sehen?
Dieses Phänomen hängt ebenfalls mit der Subjektivität unserer Wahrnehmung zusammen. Genauso wenig wie wir unsere Umwelt objektiv erfassen, haben wir ein objektives Bild von uns selbst. Unser Selbstbild entsteht in unserem Inneren und ist stark geprägt von unserem persönlichen Filter und unseren...
| Erscheint lt. Verlag | 14.8.2013 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Wirtschaft |
| ISBN-10 | 3-7094-0108-9 / 3709401089 |
| ISBN-13 | 978-3-7094-0108-8 / 9783709401088 |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
Größe: 827 KB
Kopierschutz: Adobe-DRM
Adobe-DRM ist ein Kopierschutz, der das eBook vor Mißbrauch schützen soll. Dabei wird das eBook bereits beim Download auf Ihre persönliche Adobe-ID autorisiert. Lesen können Sie das eBook dann nur auf den Geräten, welche ebenfalls auf Ihre Adobe-ID registriert sind.
Details zum Adobe-DRM
Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belletristik und Sachbüchern. Der Fließtext wird dynamisch an die Display- und Schriftgröße angepasst. Auch für mobile Lesegeräte ist EPUB daher gut geeignet.
Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen eine
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen eine
Geräteliste und zusätzliche Hinweise
Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.
aus dem Bereich