Die Grand Tour in Moderne und Nachmoderne
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Das bilaterale Kulturzentrum Villa Vigoni am Comer See widmet sich u.a. mit zahlreichen Fachtagungen der Vertiefung und Erforschung der deutsch-italienischen Beziehungen in Literatur, Wissenschaft, Kultur und Politik.In der Schriftenreihe der Villa Vigoni werden herausragende Ergebnisse dieser Tagungen der an den biliteralen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ziel ist es, durch die wissenschaftliche Dokumentation einen Beitrag zur Aufarbeitung der deutsch-italienischen Kulturtradition zu leisten und die weitere Entwicklung der bilateralen Verständigung zu fördern.
Die Reise nach Italien gehörte seit dem 17. Jahrhundert mit zum akademischen Ausbildungsprogramm von nordeuropäischen Architekten und Künstlern. Dieses sich mit der Grand Tour institutionalisierende Bildungsideal geriet seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in die Kritik und machte anderen Formen der Italienerfahrung Platz. Was sich im späten 19. und radikaler dann noch im 20. Jahrhundert wandelte, war die Einstellung der Italienreisenden zum Kanon klassischer Kunst. Die künstlerischen Anknüpfungen an die Antike und Renaissance nahmen nun freiere Formen an, wurden un- und außerakademisch bis hin zur zitathaft spielerischen Aneignung und Formcollage der Postmoderne. Die Frage, die das Buch zu stellen versucht, ist jene nach der Funktion der "Italienerfahrung" in der Ausbildung von Architekten, Künstlern und Kunstwissenschaftlern heute. Historische Beispiele der Befürwortung und Ablehnung der Grand Tour, Meinungen auch zum Für und Wider "klassischer" Bildungsinhalte in Zeiten der kulturellen Entgrenzung, umkreisen das Problem einer sich als gegenwärtig verstehenden "Erziehung zur Kunst".
Die Reise nach Italien gehörte seit dem 17. Jahrhundert mit zum akademischen Ausbildungsprogramm von nordeuropäischen Architekten und Künstlern. Dieses sich mit der Grand Tour institutionalisierende Bildungsideal geriet seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in die Kritik und machte anderen Formen der Italienerfahrung Platz. Was sich im späten 19. und radikaler dann noch im 20. Jahrhundert wandelte, war die Einstellung der Italienreisenden zum Kanon klassischer Kunst. Die künstlerischen Anknüpfungen an die Antike und Renaissance nahmen nun freiere Formen an, wurden un- und außerakademisch bis hin zur zitathaft spielerischen Aneignung und Formcollage der Postmoderne. Die Frage, die das Buch zu stellen versucht, ist jene nach der Funktion der "Italienerfahrung" in der Ausbildung von Architekten, Künstlern und Kunstwissenschaftlern heute. Historische Beispiele der Befürwortung und Ablehnung der Grand Tour, Meinungen auch zum Für und Wider "klassischer" Bildungsinhalte in Zeiten der kulturellen Entgrenzung, umkreisen das Problem einer sich als gegenwärtig verstehenden "Erziehung zur Kunst".
Joseph Imorde , Berlin; Jan Pieper, RWTH Aachen.
| Erscheint lt. Verlag | 19.3.2008 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Reihe der Villa Vigoni ; 20 |
| Zusatzinfo | 70 b/w ill. |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 155 x 230 mm |
| Gewicht | 440 g |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Kunstgeschichte / Kunststile |
| Geschichte ► Teilgebiete der Geschichte ► Kulturgeschichte | |
| Technik ► Architektur | |
| Schlagworte | 19. Jahrhundert; Geistes-/Kultur-G. • 19. Jahrhundert, Kunst • 19. Jahrhundert, Kunst; Architektur • 20. Jahrhundert; Geistes-/Kultur-G. • 20. Jahrhundert, Kunst • 20. Jahrhundert, Kunst; Architektur • Antikenrezeption • Architecture) • Hardcover, Softcover / Geschichte/Kulturgeschichte • HC/Geschichte/Kulturgeschichte • Italien (Bildende Kunst, Architektur) • Italy (Visual Arts • Italy (Visual Arts, Architecture) • Italy (Visual Arts, Architecture); Reception of Antiquity; Modernism; Postmodernism • Moderne • modernism • Postmoderne • Postmodernism • Reception of Antiquity |
| ISBN-10 | 3-484-67020-7 / 3484670207 |
| ISBN-13 | 978-3-484-67020-4 / 9783484670204 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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