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Weibliche Moral – ein Mythos?

Detlef Horster (Herausgeber)

Buch | Softcover
230 Seiten
1998 | 2. Erstausgabe
Suhrkamp (Verlag)
978-3-518-28976-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Weibliche Moral – ein Mythos? -
CHF 27,95 inkl. MwSt
Die Diskussion um die Frage, ob es eine spezifisch weibliche Moral gibt oder »eine« einheitliche und geschlechts»un«spezifische, hat der philosophischen Erörterung darüber, was Moral in der postchristlichen Gegenwart ist, starke Impulse gegeben. Die Moralkonzeption der Universalisten hatte jahrzehntelang eine derartige Evidenz, daß die Diversifizierungen im moralischen Bereich nicht in den Blick kamen. Darauf machten feministisch orientierte Philosophinnen aufmerksam. Das Lob des Unterschieds hörte man seither auch in der philosophischen Diskussion, die nicht feministisch intendiert war. Es wurde entdeckt, daß es individuelle moralische Prioritätensetzungen gibt. Ebenso wurde die Bedeutung moralischer Gefühle und Motive erkannt, und es wurde gesehen, daß das Streben nach einem guten Leben nicht moralisch sanktionswürdig ist. Weiterhin wurde die Diversifizierung von Recht und Moral konstatiert. Gleichzeitig reklamierten vor allem Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler, daß es dennoch eine gesellschaftlich einheitliche Moral geben muß, damit soziale Interaktionen funktionieren können. Die genauere Beobachtungsweise jedenfalls haben wir der feministischen Philosophie zu verdanken. Im vorliegenden Band wird die Diskussion weitergeführt.

Detlef Horster ist Professor für Sozialphilosophie an der Leibniz Universität Hannover.

Horster, Detlef: Der Streit um die »weibliche Moral« und die Entwicklung einer differnezierten Moralauffassung. Horster, Detlef: Die Vereinbarkeit von universellen und partikularen moralischen Regeln. Nagl-Docekal, Herta: Feministische Ethik oder eine Theorie weiblicher Moral?. Nunner-Winkler, Gertrud: Der Mythos von den zwei Moralen. Maihofer, Andreas: Der Mythos von der einen Moral. Zu gertrud Nunner-Winklers Kritik an Gilligans Thesen von den zwei Moralen. Nunner-Winkler, Gertrud: Mythos oder Mystifizierung. Replik zu Andrea Maihofes Stellungsnahme. Nagl-Cocekal, Herta: Ein Postscriptum zum Begriff »Gerechtigkeitsethik«. Maihofer, Andrea: Replik auf die Repliken von Gertrud Nunner-Winkler und Herta Nagl-Docekal. Knapp, Gudrun-Axeli: Differenz oder Differenzierung?. Anmerkungen zur Debatte um eine »weibliche Moral«. Pauer-Studer, Herlinde: »Vereinbarungen unter freien und gleichen Bürgern«?. Das zwiespältige Verhältnis von Vertragstheorie und Feminismus.

Erscheint lt. Verlag 25.3.1998
Reihe/Serie suhrkamp taschenbuch wissenschaft ; 1376
Zusatzinfo mit Abbildungen
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Maße 108 x 178 mm
Gewicht 140 g
Themenwelt Geisteswissenschaften Philosophie Ethik
Geisteswissenschaften Philosophie Philosophie der Neuzeit
Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung Politische Theorie
Sozialwissenschaften Soziologie Gender Studies
Schlagworte Ethik • Feminismus • Feministische Philosophie • Feministische Theorie • Frau • Gender Studies • Geschlechter • Kulturgeschichte • Mentalitätsgeschichte • Moralphilosophie • STW 1376 • STW1376 • suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1376 • Taschenbuch
ISBN-10 3-518-28976-4 / 3518289764
ISBN-13 978-3-518-28976-1 / 9783518289761
Zustand Neuware
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