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Kolonialismus - Medardus Brehl, Leonhard Harding, Christoph Marx, Sabine Hofmann

Kolonialismus

Kolonialdiskurs und Genozid
Buch | Softcover
278 Seiten
2004 | 2004
Brill | Fink (Verlag)
978-3-7705-4070-9 (ISBN)
CHF 82,55 inkl. MwSt
Gewalt und auch vernichtende Gewalt scheinen in den diskursiven Konstruktionen kolonialer Wirklichkeit grundsätzlich angelegt zu sein. Sind also, wie etwa Jean-Paul Sartre meinte, kollektive Gewalt und Genozid zwangsläufige Konsequenzen des modernen Kolonialismus? Oder ist koloniale Gewalt, wie beispielsweise die Vernichtung der Herero, die sich in diesem Jahr zum einhundertsten Mal jährt, situationale Rückfälle in Handlungsstrukturen vormoderner Eroberungspolitik? Im Blickpunkt der Beiträge des Bandes steht die Frage nach dem gewaltgenerierenden Potential kolonialer Diskurse, die im Kontext unterschiedlicher Beispiele der Kolonialgeschichte untersucht werden. Welche sprachlichen Strategien der Exklusion lassen sich in kolonialen Diskursen erkennen? Welche Rolle spielen koloniale Konstruktionen des 'Eigenen' und des 'Fremden' - auch hinsichtlich der Übertragung auf andere Diskursfelder? Gehörte die Vernichtung des 'Anderen', des 'Fremden' explizit oder implizit zum kolonialen Programm? Welche Bedeutung kommt der Kategorie 'Genozid' für das Verstehen kolonialer Gewalt, welche Bedeutung der Analyse kolonialer Gewaltakte für unser Verständnis von Genozid zu? Die Annäherungen des interdisziplinär angelegten Bandes eröffnen in der Fokussierung der Strukturen kolonialer Wirklichkeitskonstruktionen und ihrer Rückbindung an nationale Programme und Zukunftsentwürfe neue Blickwinkel für die Analyse von Gewaltprozessen in der Moderne.

Prof. Dr. Mihran Dabag, Direktor des Instituts für Diaspora- und Genozidforschung/Ruhr-Universität Bochum, Professor für Neuere Geschichte am Historicum der Ruhr-Universität und Mitglied im Direktorium des Zentrums für Mittelmeerstudien an der Ruhr-Universität Bochum. Er studierte Philosophie, Soziologie, Politologie und Geschichtswissenschaft in Bonn und Bochum. Forschungs- und Publikationsschwerpunkte: Strukturvergleichende Genozidforschung; Geschichtstheorie; kollektive Gewalt und Genozid; historische Diasporaforschung; historische Migrationen und Diasporen im Mittelmeerraum; Geschichte und Gegenwart der armenischen Diaspora; Nationalismus und Nationenbildung; Reform- und Nationalbewegungen im Osmanischen Reich; Ideologie und Politik der Jungtürken; Genozid an den Armeniern; Kolonialismus und Imperialismus; Gedächtnistheorie und Erinnerungspolitik im Zeitalter der Globalisierung. 08.10.1944

Horst Gründer, geb. 1939, lehrt Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Münster und hat zahlreiche Veröffentlichungen u.a. zur Kolonialgeschichte vorgelegt, so "Geschichte der deutschen Kolonien" (1985/91), "Welteroberung und Christentum. Ein Handbuch zur Geschichte der Neuzeit" (1992).

Erscheint lt. Verlag 5.10.2004
Reihe/Serie Genozid und Gedächtnis
Sprache deutsch
Maße 170 x 240 mm
Gewicht 485 g
Themenwelt Geschichte Teilgebiete der Geschichte Wirtschaftsgeschichte
Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung
Schlagworte Dabag • Genozid • GG • Gründer • Hardcover, Softcover / Geschichte • HC/Geschichte • HC/Sachbücher/Geschichte/Sonstiges • Imperialismus • Ketelsen • Kolonialdiskurs • Kolonialgeschichte • Kolonialismus • Kolonialismus / Kolonialgeschichte • Politik • Staat • Völkermord • Völkermord / Genozid
ISBN-10 3-7705-4070-0 / 3770540700
ISBN-13 978-3-7705-4070-9 / 9783770540709
Zustand Neuware
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