„Incels“ – ein Kofferwort, welches für „Involuntarycelibate“ steht, zu Deutsch also „unfreiwillig enthaltsam/zölibatär“ – beschreibt eine Sub-Kultur von heterosexuellen Männern, welche von einem „Recht auf Sex“ überzeugt sind. Der Begriff fand seinen Ursprung in einer ehemaligen Selbsthilfegruppe einer kanadischen Studentin. „Alana’sInvoluntaryCelibacy Project“ sollte schüchternen Menschen Hilfe und Unterstützung in Bezug auf ihr Sexual- und Liebesleben bieten. Das Angebot war gleichermaßen für Männer sowie für Frauen gedacht. Nachdem die Gründerin des Forums die Selbsthilfegruppe verließ, übernahmen ausschließlich („unfreiwillig“) jungfräuliche, heterosexuelle Männer das Forum und benutzen den Begriff „Incel“ fortan als Selbstbezeichnung. Ihre Gemeinsamkeit lag neben der Jungfräulichkeit und ihrer sexuellen Orientierung auch darin, dass sie überzeugt davon waren, nicht selbst für ihr „mangelndes“ Sexleben verantwortlich zu seien. Der Grund ihrer Jungfräulichkeit sei dem zu schulden, dass Frauen ihnen die Befriedigung verwehren und ihr „Recht auf Sex“ nicht erfüllen. Mit dafür verantwortlichen seien nicht nur die Frauen selbst, sondern auch gut-aussehende Männer. Auf diesem Weltbild gründet die gesamte Ideologie der Gruppierung der Incels.
Doch schon lange beschränken sich die Aktionen der Incels nicht mehr auf Online-Foren. Besonders im englischen Sprachraum, wie USA und Kanada, kam es in den letzten Jahren vermehrt zu Gewalttaten von Männern, welche sich selbst der Incel-Gruppierung zugehörig beschreiben.
| Erscheint lt. Verlag | 11.4.2022 |
|---|---|
| Verlagsort | München |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Sozialwissenschaften ► Soziologie ► Gender Studies |
| Schlagworte | Hintergründe • incels • Motive • Ursachen |
| ISBN-10 | 3-346-62415-3 / 3346624153 |
| ISBN-13 | 978-3-346-62415-4 / 9783346624154 |
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