Einheitliche Richtlinien bezüglich der Gestaltung, Präsentation und Positionierung einer Aktenanalyse im Kontext eines Gutachtens, existieren nicht. Daher gibt es hierzu verschiedene Vorschläge und Ansätze. Westhoff und Kluck (2014) nennen grundsätzlich zwei Positionen im Gutachten, an denen eine Aktenanalyse durchgeführt werden kann. Demnach kann entweder vor der Übersetzung der Auftragsfragestellung in psychologische Fragen oder als Bestandteil der Ergebnisdarstellung, die Analyse der Akten durchgeführt werden.
Auch Proyer und Orter (2010) schlagen ein aus 12 Punkten bestehendes Gerüst vor, welches erkennen lässt, dass sie hinsichtlich der Platzierung der Aktenanalyse im Gutachten einen ähnlichen Standpunkt vertreten wie Westhoff und Kluck. Letztere betonen, dass die Aktenanalyse optimaler Weise zu einem frühen Zeitpunkt im Gutachten einzuordnen ist. Dies kann in erster Linie als Orientierungsstütze dienen und die Ausformulierung von Arbeitshypothesen deutlich erleichtern. Zuschlag (2002) hingegen ist der Auffassung, dass Informationen aus früheren Verknüpfungen, welche für die Problematik bedeutsam sind, unter dem Abschnitt der "Untersuchungsergebnisse" verschriftlicht werden sollten. Evaluierte oder feste Analysesysteme zur Auswertung von Akten gibt es ebenfalls nicht, aber auch hier existieren Strukturierungshilfen. Eine davon lässt sich im Zuschlag (2002) in Form einer Checkliste finden und kann je nach Bedarf angepasst werden.
| Erscheint lt. Verlag | 2.3.2021 |
|---|---|
| Verlagsort | München |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Sozialwissenschaften ► Pädagogik ► Bildungstheorie |
| Schlagworte | Beispiel • Gutachten • Psychologisches • Sorgerechtsstreit |
| ISBN-10 | 3-346-35490-3 / 3346354903 |
| ISBN-13 | 978-3-346-35490-7 / 9783346354907 |
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