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Monsieur Vénus

Materialistischer Roman

(Autor)

Buch | Hardcover
218 Seiten
2020
Reclam, Philipp (Verlag)
978-3-15-011287-8 (ISBN)
CHF 27,90 inkl. MwSt
  • Titel ist leider vergriffen;
    keine Neuauflage
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Raoule de Vénérande ist eine wohlhabende junge Frau aus altem Pariser Adel. Sie verliebt sich in den Künstler Jacques Silvert, einen jungen Mann aus einfachen Verhältnissen, und macht ihn - nicht etwa zu ihrem Liebhaber, sondern zu ihrer Geliebten und schließlich zu ihrer Frau.Die französische Literatin mit dem - eher männlich gelesenen - Pseudonym Rachilde schrieb »Monsieur Vénus« im Paris der 1880er Jahre mit Anfang 20. Sie verstieß mit ihrem Roman so vehement gegen die gesellschaftlichen und sexuellen Konventionen ihrer Zeit, dass das Werk ihr eine Geld- und Haftstrafe einbrachte und nur in einer entschärften Fassung erscheinen konnte. Zum ersten Mal auf Deutsch in der vollständigen Originalfassung - mit einem Nachwort der Literaturwissenschaftlerin und Expertin für weibliches Schreiben Martine Reid.

»Rachilde, homme de lettres«, stand auf der Visitenkarte von Marie-Marguerite Valette, die 1860 in Paris geboren wurde. Sie kleidete sich als Mann und verfasste etwa 60 Romane, in denen sie sich explizit mit Geschlechterkonventionen und Themen wie Homo- und Transsexualität auseinandersetzte. Sie war Teil des Pariser Fin de Siècle und zählt neben Colette zu den wenigen einflussreichen Frauen dieses Kreises. Rachilde starb 1953 in Paris.

Monsieur VénusAnhangEditorische NotizVorwort zur zweiten Auflage (1885) - Von Arsène HoussayeVorwort zur dritten Auflage (1889) - Von Maurice BarrèsNachwort - Von Martine ReidAbbildungsnachweis

»Ein überraschend moderner Roman - er lohnt sich, wiederentdeckt zu werden. Trotz aller Skandalisierung und Schmähung als 'hysterische Jungfrauenfantasie' machte er Rachilde bekannt, inspirierte Oscar Wilde und ist heute eine aufregende Entdeckung. [...] Elegant übersetzt von Alexandra Beilharz und Anne Maya Schneider.« Deutschlandfunk, 06.11.2020 »Marguerite Eymery hat den Kampf gegen eine heteronormative Sexualität nicht erfunden, aber sie hat ihn als extreme Provokation aufgenommen, mutwillig auf Skandal getrimmt, bis hin zum (nun unzensierten) Schlusskapitel, dessen Radikalität jedem Schauerroman Ehre einlegt.« Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.11.2020 »Herrlich erzählt« Berliner Zeitung, 16.11.2020 »'Monsieur Vénus' ist mehr als nur ein kurioses Beispiel symbolistischer Décadence, ganz im Stil eines Joris-Karl Huysmans und mit Ausflügen in die düster-schwüle Halbwelt eines Charles Baudelaire, die sich eine kaum der Pubertät entwachsene junge Dame in ihren sinnlichen Träumen leistet: Es ist ein frühes Dokument des Kampfes der Frauen um Gleichberechtigung und sexuelle Befreiung.« BR »Diwan - Das Büchermagazin«, 03.01.2021 »'Monsieur Vénus' ist der Versuch, eine ins Korsett geschnürte Sexualmoral aufzubrechen - und das mit dem Sprengstoff erotisch aufgeladener Literatur. Äußerst lesenswert.« Ö1 »Ex libris«, 10.01.2021 »Ein kleines französisches Juwel« SWR2 Lesenswert Magazin, 10.01.2021 »Eine Wegbereiterin queerer Literatur, sorgsam ediert« Deutschlandfunk Kultur LESART, 13.01.2021

»Ein überraschend moderner Roman – er lohnt sich, wiederentdeckt zu werden. Trotz aller Skandalisierung und Schmähung als ›hysterische Jungfrauenfantasie‹ machte er Rachilde bekannt, inspirierte Oscar Wilde und ist heute eine aufregende Entdeckung. […] Elegant übersetzt von Alexandra Beilharz und Anne Maya Schneider.«
Deutschlandfunk, 06.11.2020

»Marguerite Eymery hat den Kampf gegen eine heteronormative Sexualität nicht erfunden, aber sie hat ihn als extreme Provokation aufgenommen, mutwillig auf Skandal getrimmt, bis hin zum (nun unzensierten) Schlusskapitel, dessen Radikalität jedem Schauerroman Ehre einlegt.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.11.2020

»Herrlich erzählt«
Berliner Zeitung, 16.11.2020

»›Monsieur Vénus‹ ist mehr als nur ein kurioses Beispiel symbolistischer Décadence, ganz im Stil eines Joris-Karl Huysmans und mit Ausflügen in die düster-schwüle Halbwelt eines Charles Baudelaire, die sich eine kaum der Pubertät entwachsene junge Dame in ihren sinnlichen Träumen leistet: Es ist ein frühes Dokument des Kampfes der Frauen um Gleichberechtigung und sexuelle Befreiung.«
BR »Diwan – Das Büchermagazin«, 03.01.2021

»›Monsieur Vénus‹ ist der Versuch, eine ins Korsett geschnürte Sexualmoral aufzubrechen – und das mit dem Sprengstoff erotisch aufgeladener Literatur. Äußerst lesenswert.«
Ö1 »Ex libris«, 10.01.2021

»Ein kleines französisches Juwel«
SWR2 Lesenswert Magazin, 10.01.2021

»Eine Wegbereiterin queerer Literatur, sorgsam ediert«
Deutschlandfunk Kultur LESART, 13.01.2021

Erscheinungsdatum
Nachwort Martine Reid
Übersetzer Alexandra Beilharz, Anne Maya Schneider
Verlagsort Ditzingen
Sprache deutsch
Maße 125 x 205 mm
Einbandart gebunden
Themenwelt Literatur Klassiker / Moderne Klassiker
Sozialwissenschaften Soziologie Gender Studies
Schlagworte Crossdressing • Décadence • Dekadenz • Gender • Gender Roman • Jacques Silvert • Jacques SilvertKünstlerroman • Künstlerroman • Paris • paris roman • Raoule de Vénérande • Roman Crossdressing • Roman sexuelle Identität • Roman Transsexualität • Sexualität • Sexualität in der Literatur • Sexuelle Identität • Transsexualität • Weibliches Schreiben
ISBN-10 3-15-011287-7 / 3150112877
ISBN-13 978-3-15-011287-8 / 9783150112878
Zustand Neuware
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