Care-Politiken in Deutschland und Frankreich (eBook)
XXV, 367 Seiten
Springer Fachmedien Wiesbaden (Verlag)
978-3-658-19851-0 (ISBN)
Dr. Janina Glaeser ist Soziologin und Literaturwissenschaftlerin an der Goethe-Universität Frankfurt und an der Université de Strasbourg. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich Migrations-, Geschlechter-, und Biografieforschung, Social Policy-Evaluation und vergleichende Wohlfahrtsstaatenforschung.
Dr. Janina Glaeser ist Soziologin und Literaturwissenschaftlerin an der Goethe-Universität Frankfurt und an der Université de Strasbourg. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich Migrations-, Geschlechter-, und Biografieforschung, Social Policy-Evaluation und vergleichende Wohlfahrtsstaatenforschung.
Danksagung 5
Inhaltsverzeichnis 7
Einleitung 12
Gegenstand der Untersuchung 12
Forschungsinteresse und methodischer Zugang 16
Stand der Forschung 18
Aufbau der Arbeit 23
1 Theoretische Überlegungen zur Einbettung des Phänomens 25
1.1 Care-Arbeit und Reproduktion: Klärung der Begrifflichkeiten 25
1.2 Intersektionale Perspektiven auf die aktuelle Care-Problematik 26
1.3 Kapital biografischer Erfahrung 27
1.4 Soziale Mobilität und Möglichkeitsräume: akkumulierte Ressourcenund kontextuelle Bedingungen 29
und kontextuelle Bedingungen 29
1.5 Care in kapitalistischen Gesellschaften 32
1.6 Care-Macht: weibliche Fürsorgemoral als politische Stärke 33
1.7 Die „Transnationalisierung der sozialen Welt“ 35
1.8 Care-Arbeit und transnationale Migration 37
1.9 Globalisierte Haushaltsarbeit im Spannungsfeld einer expandierendenZeitindustrie 40
1.10 Der globalisierte Privathaushalt als teilöffentlicher Raum 41
2 Zur Entstehung des Care-Defizits in den postindustriellenLändern 44
2.1 Die Funktion des Dienstbotenwesens während der Industrialisierung 44
2.2 Die Etablierung einer häuslichen Kultur 48
2.3 Die Ent-Professionalisierung der Hauswirtschaft 50
2.4 Die Auslagerung von Care-Arbeit auf Migrantinnen im postindustriellenWohlfahrtsstaat 53
3 Care-Politiken in Frankreich und Deutschland in ihrernationalstaatlichen, historischen und ökonomischen Entwicklung 56
3.1 Entstehung von Sozialstaaten: über die Etablierung voncitizenship und Wohlfahrtsregime 57
3.2 Der deutsche Sozialstaat 62
Migrations-Politiken 63
Maßnahmen zur Organisation von Familie und Arbeit 68
Bedingungen und Regelungen der Kindertagespflege in Deutschland 78
3.3 Der französische Sozialstaat 83
Besonderheiten der industriellen Entwicklung in Frankreich 83
Erste staatliche Maßnahmen in Form von Fürsorgegesetzen 86
Migrations-Politiken 88
Maßnahmen zur Organisation von Familie und Arbeit 92
Bedingungen und Regelungen der Kindertagespflege in Frankreich 102
3.4 Europapolitische Einflüsse 108
3.5 Zusammenfassender Vergleich 113
3.6 Statistischer Überblick 118
4 Methodisches Vorgehen 124
4.1 Methodischer Zugang 124
4.2 Theoretisches Sampling 128
4.3 Interviewtechnik und Narrationsanalyse 132
4.4 Besondere Herausforderungen der Forschung im bi-nationalenVergleich 137
4.5 Aufbau des empirischen Teils 139
5 Deutschland: Empirische Befunde 141
5.1 Lebensverläufe bis zum Eintritt in die Kindertagespflege 141
Amalia: eine verhinderte Berufskarriere als Kinderkrankenschwester 142
Marja: eine gelenkte Orientierung an Care in Deutschland 144
Das Ehepaar Welter: über den Verlust und die (Wieder-)Aneignung vonsinnstiftender Tätigkeit 148
Typisierung des lebensgeschichtlichen Prozesses, der zur Kindertagespflegeführt 155
5.2 Soziale Mobilität und Identitätskonstruktionen in der Kindertagespflege 164
(Schein-)selbstständig prekär arbeiten 164
Sprache als Defizit oder Kompetenz: den Migrationshinweis für dieNachfrage marktförmig machen 172
Die Arbeit in der Kindertagespflege managen 180
Der Arbeitsplatz im eigenen Zuhause: der „Arbeitsplatz Zuhause“ 182
Doing (extended) family: Inszenierungen von (Groß-)Familie 188
Die Eltern-Problematik: Beziehungsarbeit 192
Die Männer-Problematik 198
5.3 Perspektiven der Handlungsfähigkeit und Selbstermächtigung:eine professionelle Haltung finden 206
Selbstpräsentationen der pädagogischen Kompetenzen gegenüber anderenöffentlichen Einrichtungen (Krippen, Kitas, Erzieher_innen) 206
(Schein-)selbstständigkeit und Vertragsgestaltung: sich rechtlich absichern 210
Ansätze des Austauschs, der Selbstorganisierung und der Solidarisierung 211
Bildung und Weiterbildung im Beruf als Qualitätshinweis 213
Wege der langfristigen Legalisierung von Aufenthalt und Berufstätigkeit 214
Zukunftsaspirationen: berufliche Perspektiven, körperliche Verfassungund Altersvorsorge 215
5.4 Resümee zu den migrantischen Tageseltern 217
6 Frankreich: Empirische Befunde 220
6.1 Frankreich: Lebensverläufe bis zum Eintritt in die Kindertagespflege 220
Lydia: der „klassische“ Weg 221
Kaya: fremdbestimmte Reproduktionsarbeit führt zu selbstermächtigenderCare-Arbeit 224
Noura: eine notwendige Existenz auf dem Arbeitsmarkt 230
Typisierung des lebensgeschichtlichen Prozesses, der zur Kindertagespflegeführt 232
6.2 Soziale Mobilität und Identitätskonstruktionen in der Kindertagespflege 245
Mit Care-Arbeit Geld verdienen 245
Nachfrage und Vermittlung als Faktoren einer erfolgreichen Beschäftigungslage 251
Sozialpolitische Leistungen im Beschäftigungsverhältnis 254
Kindertagespflege als Mittel der Integration 257
Die Arbeitszeit managen 263
Der Arbeitsplatz im eigenen Zuhause: der „Arbeitsplatz Zuhause“ 264
Doing (extended) family: Inszenierungen von (Groß-)Familie 267
Die Eltern-Problematik: (emotionale) Grenzen des Outsourcings 274
Die Männer-Problematik: eine Frage der Abwesenheit 276
6.3 Perspektiven der Handlungsfähigkeit und Selbstermächtigung 279
Selbstbild der pädagogischen Kompetenzen und öffentliche Wahrnehmung 279
Arbeitnehmendenrechte und Solidarisierung 282
Bildung und Weiterbildung im Beruf als Qualitätshinweis 284
Wege der langfristigen Legalisierung von Aufenthalt und Berufstätigkeit 287
Zukunftsaspirationen: berufliche Perspektiven, körperliche Verfassungund Altersvorsorge 289
6.4 Resümee zu den migrantischen Tagesmüttern 291
7 Zusammenfassender Vergleich der empirischen Befunde 295
7.1 Wege in die Kindertagespflege: eine gemeinsame Lösung unterdivergierenden Voraussetzungen 296
7.2 Soziale Mobilität und Identitätskonstruktionen in der Kindertagespflege 302
7.3 Professionalisierung und Handlungsfähigkeit 306
8 Resümee und Diskussion der Befunde 312
Zum dialektischen Prinzip der Kindertagespflege: Care auf „zweiSeiten einer Medaille“ 313
Wege in die Kindertagespflege 314
Erfolgskonstruktionen in der Kindertagespflege: befördernde undbehindernde Care-Politiken 318
Neue Erkenntnisse zu Identitätskonstruktionen am „ArbeitsplatzZuhause“ 329
Quo vadis Kindertagespflege?: Wege aus den Kinderschuhen 336
Literaturverzeichnis 340
Abkürzungsverzeichnis 383
Transkriptionsregeln 385
| Erscheint lt. Verlag | 16.10.2017 |
|---|---|
| Zusatzinfo | XXV, 367 S. 10 Abb., 8 Abb. in Farbe. |
| Verlagsort | Wiesbaden |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Sozialwissenschaften ► Politik / Verwaltung |
| Sozialwissenschaften ► Soziologie ► Gender Studies | |
| Schlagworte | Biografieforschung • Frauenerwerbstätigkeit • Geschlecht/Gender • pflegesektor • Sozialpolitik/Wohlfahrtsstaat • Vereinbarkeit von Familie und Beruf |
| ISBN-10 | 3-658-19851-6 / 3658198516 |
| ISBN-13 | 978-3-658-19851-0 / 9783658198510 |
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