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„Ich wollte halt ein Junge sein“

Über den Umgang transidenter Personen mit Geschlechtlichkeit und die soziale Konstruktion der Transidentität

(Autor)

Buch | Softcover
134 Seiten
2017
utzverlag GmbH
978-3-8316-4635-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

„Ich wollte halt ein Junge sein“ - Leonie Weiß
CHF 39,95 inkl. MwSt
  • Titel ist leider vergriffen;
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Warum fühlen wir uns als Frau? Warum fühlen wir uns als Mann? Warum haben wir das Gefühl, ein Geschlecht zu 'sein'? Wir nehmen es mit der Geburt an und in den meisten Fällen leben wir damit, ohne es weiter in Frage zu stellen. Somit bildet das Geschlecht eine der elementarsten Dimensionen unserer Identität. Doch was Geschlecht bedeutet und wie wirkmächtig die Kategorien sind, die wir dabei aufmachen, verstehen wir erst, wenn wir mit Personen sprechen, die sich nicht mit der ihnen zugeschriebenen Geschlechterrolle identifizieren können. Oft begleitet diese Personen das Gefühl, mit sich selbst nicht im Einklang zu sein. Das kann einen enormen Leidensdruck hervorrufen, der uns vor Augen führt, in welch engem Korsett wir uns bei der Aushandlung unserer Geschlechtsidentität bewegen. Wie gehen transidente Personen mit Geschlechtlichkeit um? Wie handeln sie ihre Geschlechtsidentität aus und wie positionieren sie sich zum binären Geschlechtersystem? Mithilfe ausführlicher ethnographischer Interviews werden in diesem Buch die vielfältigen Möglichkeiten geschlechtlichen Empfindens und die große Bandbreite geschlechtlicher Identifikation aufgezeigt.Neben einer kurzen geschichtlichen Einordnung der Transidentität sowie der Darstellung ihrer institutionellen Rahmenbedingungen bietet die Arbeit eine Einführung in die kultur- und sozialwissenschaftliche Geschlechterforschung und hinterfragt dabei die Praktiken der alltäglichen Produktion von Geschlecht. In diesem Zusammenhang spielen vor allem diskurstheoretische Überlegungen eine Rolle, die ihr Augenmerk auf die sprachliche Ebene von Geschlecht legen. Des Weiteren werden Gedanken zu einer mikrosoziologischen Phänomenologie des Leibes aufgegriffen, die die emotionale Erfahrung von Geschlechtlichkeit untersucht. Die vorliegende Arbeit versucht, transidentes Fühlen außerhalb binär-geschlechtlicher Erklärungsmuster zu verstehen, und Anregungen zu geben, die dichotome Geschlechterordnung grundlegend neu zu ünberdenken.

Leonie Weiß, M.A. studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München Europäische Ethnologie, Ethnologie und Deutsch als Fremdsprache. Aus ihrer Magisterarbeit ist die vorliegende Publikation hervorgegangen. Derzeit in Leonie Weiß als redaktionelle Mitarbeiterin und Lektorin eines Online-Magazins tätig.

Erscheinungsdatum
Reihe/Serie Münchner ethnographische Schriften ; 24
Verlagsort München
Sprache deutsch
Maße 145 x 205 mm
Gewicht 193 g
Themenwelt Sozialwissenschaften Soziologie Gender Studies
Sozialwissenschaften Soziologie Mikrosoziologie
Sozialwissenschaften Soziologie Spezielle Soziologien
Schlagworte Conchita Wurst • Doing Gender • Feminismus • Geschlechtlichkeit • Intersexualität • Passing • Phänomenologie des Leibes • Queer • Transgender • Transidentität • Transsexualität; Erfahrungsberichte • Transvestitismus • zweigeschlechtliche Ordnung
ISBN-10 3-8316-4635-X / 383164635X
ISBN-13 978-3-8316-4635-7 / 9783831646357
Zustand Neuware
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