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Ankommen in der Schule

Chancen und Herausforderungen bei der Integration von Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung
Buch | Softcover
200 Seiten
2017
Waxmann (Verlag)
978-3-8309-3556-8 (ISBN)
CHF 41,85 inkl. MwSt
Die Integration von hunderttausenden Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher sprachlicher, kultureller und religiöser Hintergründe ist eine substanzielle Herausforderung, der sich die Akteurinnen und Akteure auf allen Ebenen des Bildungssystems stellen müssen.
Dieser Band widmet sich einigen der wichtigsten Themen: Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich in der pädagogischen Arbeit? Wie kann die Förderung der Sprachkompetenzen gelingen? Wie ist mit den Traumata der Fluchterfahrung bei den betroffenen Kindern und Jugendlichen umzugehen?
Die gelingende Integration von Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung stellt eine der zentralen aktuellen Herausforderungen des deutschen Bildungssystems und der alltäglichen Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern dar. Das gemeinsame Lernen von Kindern unterschiedlicher sprachlicher, kultureller und religiöser Hintergründe ist einerseits eine große Chance für die pädagogische Arbeit. Andererseits gibt es substanzielle Herausforderungen, denen sich die Akteurinnen und Akteure auf allen Ebenen des Bildungssystems - Bildungspolitik, Bildungsadministration, Schulleitungen, Lehrkräfte, weiteres pädagogisches Personal, Eltern und die Lernenden selbst - gegenüber sehen.

Dieser Band mit Beiträgen aus Wissenschaft und Praxis widmet sich neben den aktuellen Entwicklungen und strukturellen Rahmenbedingungen einigen der wichtigsten Themen: der Integration im Klassenzimmer, der Förderung der Sprachkompetenzen sowie dem Umgang mit traumatischen Erfahrungen.

Dazu beziehen Expertinnen und Experten Stellung aus der Perspektive der Bildungspolitik, Bildungsforschung, Bildungsadministration und Bildungspraxis.

Prof. Dr. Nele McElvany, Studium der Psychologie an der Freien Universität Berlin, Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Schulentwicklungsforschung der TU Dortmund und Leitung der Arbeitsgruppe „Empirische Bildungsforschung mit dem Schwerpunkt Lehren und Lernen im schulischen Kontext“. Forschungsinteressen: Lesekompetenz (Entwicklung, individuelle und soziale Einflussfaktoren, Diagnostik, Förderung), Kompetenz von Lehrkräften, Übergang von der Grundschule auf die weiterführende Schule.

Anja Jungermann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Schulentwicklungsforschung an der TU Dortmund. Sie forscht zu Regionalisierung im Bildungsbereich, lokalen Bildungsnetzwerken zwischen Schulen und ihrem Umfeld sowie netzwerkbasierter Schulentwicklung.

Prof. Dr. Wilfried Bos ist Professor für Bildungsforschung und Qualitätssicherung an der Technischen Universität Dortmund und Direktor des Arbeitsbereichs Bildungsmonitoring und Schulentwicklungsforschung am Institut für Schulentwicklungsforschung. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die international vergleichende empirische Bildungsforschung und Schulentwicklungsforschung. Er ist u. a. Leiter der internationalen Schulleistungsstudien IGLU, TIMSS und ICILS für Deutschland sowie des Projekts „GanzIn – Mit Ganztag mehr Zukunft“.

Heinz Günter Holtappels, Univ.-Prof. Dr.rer.soc., Universitätsprofessor für Erziehungswissenschaft, Schwerpunkte Bildungsmanagement, Schulentwicklung und Evaluation, Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS), Technische Universität Dortmund. Arbeitsgebiete/-schwerpunkte: Schultheorie, Bildungs- und Schulforschung im Bereich Schulentwicklung und Schulwirksamkeit, Organisationsentwicklung und Evaluation.

Christiane Bainski ist seit 2013 Leiterin der Landesweiten Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren NRW(LaKI). Ihr persönlicher Arbeitsschwerpunkt ist die Weiterentwicklung von Konzepten interkultureller und durchgängiger sprachlicher Bildung unter Berücksichtigung von Vielfalt und Mehrsprachigkeit entlang der Bildungsbiografie.

Martin Burghoff ist Studiendirektor im Hochschuldienst und seit 2013 am Institut für Schulentwicklungsforschung im Projekt „GanzIn – Mit Ganztag mehr Zukunft“ tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Schulentwicklungsberatung, Lehrtätigkeiten zur Schulpädagogik, Allgemeinen Didaktik und Schulentwicklungsforschung, sowie Schulentwicklungsforschung zum Einsatz digitaler Medien in Schule und Unterricht.

Melihan Cinar war als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekts „InterMut“ am Institut für Pädagogik der Elementar- und Primarstufe des Fachbereichs Erziehungswissenschaften der Goethe Universität Frankfurt tätig. Sie beschäftigt sich mit der Entwicklung und Förderung desWortschatzerwerbs mehrsprachiger Kinder im Elementarbereich.

Dr. h. c. Peter Daschner war als Landesschulrat Leiter des Amtes für Schule und damit zuständig für die Schulaufsicht, die Schulgestaltung und die Schulentwicklung der Freien und Hansestadt Hamburg. Ab 2003 war er Direktor des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI). Er ist Herausgeber und Redaktionsmitglied der Zeitschriften „PÄDAGOGIK“ und „Journal für Schulentwicklung“.

Dr. Nora von Dewitz arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln. Sie ist im Projekt „Bildung durch Sprache und Schrift“ tätig. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen u. a. in den Themenbereichen Zweitspracherwerb, Mehrsprachigkeit sowie Umgang mit neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen in Deutschland.

Prof. Dr. Sara Fürstenau ist Professorin für Interkulturelle Bildungsforschung in der Fakultät für Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung, Schul- und Unterrichtsentwicklung in derMigrationsgesellschaft, Transnationale Migration und Bildung.

Prof. Dr. Ilonca Hardy ist Professorin für Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Grundschulpädagogik und Empirische Bildungsforschung an der Goethe-Universität Frankfurt. Ihre Forschungsinteressen liegen in der Instruktionsforschung mit Schwerpunkt Naturwissenschaften, der Adaptivität von Unterrichtsprozessen und der frühen Förderung von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache.

Andreas Heintze ist seit 2010 Leiter des Referats „Steigerung der Bildungschancen von Schülerinnen und Schülern“ in der Behörde für Schule und Berufsbildung der Freien und Hansestadt Hamburg sowie Vorsitzender des Lenkungsausschusses der Bund-Länder-Initiative Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS). Zuvor war er als Projektleiter desModellprogramms FörMig für das Land Berlin (2004–2010) tätig.

Sarah Inal ist Pädagogin und traumazentrierte Fachberaterin (DeGPT). Seit 2007 ist sie bei der Stiftung Children for Tomorrow in der Flüchtlingsambulanz des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf tätig. Aktuell entwickelt sie als Projektleitung ein traumapädagogisches Projekt für geflüchtete Kinder an Grundschulen.

Dr. Hanna Järvinen forscht seit 2008 am Institut für Schulentwicklungsforschung der TU Dortmund, von 2011 bis 2014 als Leiterin des Schulen im Team-Programms, seit 2015 als Leiterin des Projekts Ganz In – Mit Ganztag mehr Zukunft. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Schulentwicklungsforschung, Netzwerke im Bildungsbereich, Regionalisierung und Lehrerbildungsforschung.

Dr. Ilka Lennertz ist Psychologin und hat zu Erfahrungsverarbeitung und Bindungsmustern bei bosnischen Flüchtlingskindern promoviert. Sie arbeitet klinisch und wissenschaftlich an der Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik der Universitätsklinik Dresden.

Sylvia Löhrmann ist seit Juli 2010 Ministerin für Schule und Weiterbildung und stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen. Von 1995 bis 2012 gehörte sie dem Landtag von NRW als Abgeordnete an. 2014 war sie Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) mit den Arbeitsschwerpunkten Erinnerungskultur, Inklusion, Chancengerechtigkeit und Bildungsmonitoring.

Mona Massumi ist Lehrerin für das Berufskolleg mit den Fächern Deutsch, Deutsch als Fremdsprache sowie Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaften. Seit August 2013 ist sie an das Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln abgeordnet. Dort ist sie für die Koordination Diversity zuständig. Die Auseinandersetzung mit migrationsbedingter Diversität unter (angehenden) Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern stellt einen ihrer inhaltlichen Arbeitsschwerpunkte dar. In ihrem aktuellen Promotionsvorhaben beschäftigt sie sich mit Schulerfahrungen von migrierten Jugendlichen aus einer systemtheoretischen Perspektive.

Ulf Matysiak ist seit 2011 Geschäftsführer von Teach First Deutschland. Er hat mehrjährige Erfahrung als DaZ-/DaF-Lehrerkraft an Schulen in Freiburg sowie Berlin und hat mehrere Jahre im In- und Ausland DaF-Lehrkräfte aus- und weitergebildet.

Karolin Migas ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „GanzIn – Mit Ganztag mehr Zukunft. Das neue Ganztagsgymnasium NRW“ am Institut für Schulentwicklungsforschung an der TU Dortmund. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Ganztagsschulforschung, Integration von neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern ohne Deutschkenntnisse in das Schulsystem, Professionalisierung und Anforderungsprofile von Lehrkräften im Kontext der Beschulung neu Zugewanderter, Schulentwicklungsberatung.

Dr. Johanna Gesang, geb. Otto, Promotion 2014 an der Technischen Universität Dortmund, seit 2019 Akademische Rätin am Institut für Erziehungswissenschaft (Bereich Schulpädagogik) sowie im Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung NRW. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Kommunale Bildungslandschaften, Unterrichts- und Schulentwicklungsforschung, Ganztagsschulforschung sowie Integrationsforschung.

Andreas Sander studierte Sozialwissenschaften und Texttechnologie (BA) sowie Soziologie (MA) an der Universität Bielefeld und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Empirische Bildungsforschung mit dem Schwerpunkt Lehren und Lernen im schulischen Kontext am Institut für Schulentwicklungsforschung der TU Dortmund. Dort beschäftigt er sich mit sozialen Ungleichheiten im Bildungskontext, Migration und Wortschatzerwerb.

Dr. Ellen Schulte-Bunert arbeitet als Lehrbeauftragte am Institut für Sprache, Literatur und Medien / Seminar DaF/DaZ der Europa-Universität Flensburg und als Fortbildnerin für DaZ-Lehrkräfte in verschiedenen Bundesländern. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Didaktik und Methodik des Deutschen als Zweitsprache, Alphabetisierung in der Zweitsprache Deutsch, Sprachdiagnose und individuelle Förderplanung sowie Entwicklung von Unterrichtsmaterialien.

Jutta Wagner ist Schulamtsdirektorin am Staatlichen Schulamt Marburg-Biedenkopf und schwerpunktmäßig zuständig für die Beschulung von Flüchtlingen und Seiteneinsteigern.

Prof. Dr. Ulrich Wagner ist Professor für Sozialpsychologie am Fachbereich Psychologie und am Zentrum für Konfliktforschung der Philipps-Universität Marburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind Intergruppenprozesse, Gewaltprävention und Evaluation von Interventionsprogrammen.

Der vorliegende Band ist eine vehemente Aufforderung an die Erziehungs- und Sprachwissenschaften, sich mit den Potentialen von Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung und den Lernprozessen in multikulturellen Klassenzimmern zu befassen. NRW hat hier wichtige Vorarbeiten geleistet, die nun andere Bundesländer aufgreifen sollten. Wolfgang Berg auf: socialnet.de

Der vorliegende Band ist eine vehemente Aufforderung an die Erziehungs- und Sprachwissenschaften, sich mit den Potentialen von Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung und den Lernprozessen in multikulturellen Klassenzimmern zu befassen.
NRW hat hier wichtige Vorarbeiten geleistet, die nun andere Bundesländer aufgreifen sollten.

Der Sammelband […] gibt einen Überblick über aktuelle Entwicklungen, pädagogische Voraussetzungen für eine Integration in die Regelklassen, Möglichkeiten und Ziele der Sprachförderung sowie die Auswirkungen von Traumata auf die kognitive Entwicklung und den Lernprozess. Abschließend richten vier Beiträge […] den Blick auf zukünftige Handlungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten. Dabei steht trotz der Anstrengungen, die die neue Situation allen Beteiligten abverlangt, die positive Sicht im Mittelpunkt: Denn letztlich bewirken die aktuellen Herausforderungen und Bedarfe „einen Modernisierungsschub für Schulen und das Bildungssystem insgesamt" […]

An Fakten und vielen Beispielen wird deutlich, wie komplex die zu bewältigende Aufgabe ist, aber auch wie es gelingen kann bzw. könnte, die kaum zu fassende Heterogenität der Sprachen, der Kulturen und der unterschiedlichen Kompetenzen zu bewältigen, wenn entsprechende Konzepte entwickelt, erprobt und kooperativ umgesetzt werden (können). Anregungen zur Gestaltung eines Unterrichts, der auch der Vielfalt aller Lernenden besser gerecht werden kann.

Erscheinungsdatum
Reihe/Serie IFS-Bildungsdialoge ; 1
Co-Autor Christiane Bainski, Wilfried Bos, Martin Burghoff, Melihan Cinar, Peter Daschner, Nora von Dewitz, Sara Fürstenau, Ilonca Hardy, Andreas Heintze, Heinz Günter Holtappels, Sarah Inal, Hanna Järvinen, Anja Jungermann, Ilka Lennertz, Sylvia Löhrmann, Mona Massumi, Ulf Matysiak, Nele McElvany, Karolin Migas, Johanna Otto, Andreas Sander, Ellen Schulte-Bunert, Jutta Wagner, Ulrich Wagner
Sprache deutsch
Maße 170 x 240 mm
Themenwelt Sozialwissenschaften Ethnologie
Sozialwissenschaften Pädagogik Schulpädagogik / Grundschule
Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung
Sozialwissenschaften Soziologie
Schlagworte Bildung • Bildungssprache • DAF • DAZ • Deutsch als Fremdsprache • Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache • Deutsch als Zweitsprache • Einwanderungsgesellschaft • Flucht / Flüchtling • Flüchtlingskind • Integrationspädagogik • Mehrsprachigkeit • Migrationsgesellschaft • Migrationspädagogik • Neu Zugewanderte Schüler • Neuzuwanderung • Schulpädagogik • Sprachkompetenzen
ISBN-10 3-8309-3556-0 / 3830935560
ISBN-13 978-3-8309-3556-8 / 9783830935568
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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