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Vom Zuhörradio zum Begleitprogramm

Öffentlich-rechtlicher Kulturfunk in der Fast-Food-Falle
Buch | Softcover
225 Seiten
2016
Tectum Wissenschaftsverlag
978-3-8288-3757-7 (ISBN)
CHF 41,90 inkl. MwSt
Dass die ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten trotz ihrer ppigen Geb hreneinnahme um ihre Existenz bangen m ssten, das w re neu. Und trotzdem: Ohne Not haben sie sich dem Quotendruck und damit dem Mainstream ausgeliefert. Daf r geben sie Hunderte von Millionen Euro f r (Fu ball)-Sportrechte und Millionen f r smarte Quizmaster aus. Gespart wird im Gegenzug am kleinen Fernsehspiel , an Dokumentationen und an den Symphonieorchestern. Insbesondere die Etats der Kulturradios mussten in den letzten zwei Jahrzehnten bluten. Und ein Ende der Hungerkur ist nicht in Sicht. Die Strategie hierf r hei t: Tagesbegleitprogramm. Das Instrument dazu Formatierung. Bedeutet: weichgesp lter H ppchenjournalismus. Die Musik dazwischen: nur noch Schmier- und Bindemittel (Pfaender), f r einen m glichst fl ssigen Programmablauf. Diese Entwicklung ist auch deshalb besonders entt uschend, weil das Niveau von Klangk rpern, Solisten und Auff hrungspraxis wohl noch nie so hoch gewesen ist wie heute. Henriette Pfaender untersucht die Frage, welchen Wandel Kulturprogramme der ARD im H rfunk in Bezug auf den Stellenwert und die Pr sentation klassischer Musik im Tagesprogramm vollzogen haben . Dazu analysiert sie zwei Kulturwellen der ARD-Landesrundfunkanstalten: MDR Figaro und BR-Klassik. Das Ergebnis ist niederschmetternd, aber lesenswert. Dr. Michael Schornstheimer

Henriette Pfaender, 1988 in Potsdam geboren, entstammt einer Musikerfamilie in 4. Generation. Sie erhielt musikalische Ausbildung in diversen Instrumentalfächern und Gesang. 2008 bis 2015 studierte sie Musikwissenschaften und Theaterwissenschaften an der Universität Leipzig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der systematischen Musikwissenschaft. Sie beschäftigt sich insbesondere mit Fragen zur musikkulturellen Werte-Erhaltung unter sich wandelnden soziokulturellen Voraussetzungen. Henriette Pfaender arbeitet als freiberufliche Autorin und Redakteurin in Leipzig.

Vorwort
I Einleitung
II Vorgehensweise
III Kultur- und Klassik-Radios als interdisziplinärer Forschungsgegenstand – Stand der Forschung und Beitrag dieser Arbeit
1. Teil – Rahmenbedingungen
1 Problematik der Termini
1.1 Kultur-Radios
1.2 Klassik-Radios
1.3 Klassik Radio
2 Programmtypen in Kulturwellen
2.1 Formatradio
2.2 (Tages-)Begleitprogramm
3 Öffentlicher Diskurs – „Das GANZE Werk“ und andere Retterbewegungen
3.1 „Das GANZE Werk“ – Keine Häppchen für RBB und NDR
3.2 „Die Radioretter“ – Gegen Programmabbau im WDR 3
4 Der Kulturauftrag im Rundfunkgesetz – Wo spielt die Musik?
5 „»Den Hörer« gibt es nicht.“ oder: Eine Gesellschaft macht sich nackig – Mittel zur Erfassung von gesellschaftlichen Hörgewohnheiten
6 Verlagsgebühren, GEMA, GVL – Programmgestaltung und Musikförderung von Kulturwellen und die Kosten
6.1 Rundfunk-Klangkörper in der Identitätskrise
2. Teil – Untersuchung zweier Beispielprogramme
7 Zusammenführung ausgewählter Daten des Mitteldeutschen und Bayerischen Rundfunks
7.1 ARD-Hörfunkstatistik ´92 bis 2013
7.2 Medienstatistik Hörfunknutzung – MA ´92 bis MA 2014
8 Vom „Zuhör Radio“ zum Begleitprogramm – Reformen im Kulturprogramm des MDR
8.1 Reformgeschichte
8.1.1 MDR Kultur (1992-2003)
8.1.2 MDR Klassik (*2002)
8.1.3 MDR Figaro (*2004)
8.2 Programmanlagen im Vergleich
8.2.1 Wochenschemata Montag bis Freitag
8.2.2 Schemata Samstag/Sonntag
8.2.3 Aufbereitung und Auswertung
8.3 Detailanalyse: Magazine im Tagesbegleitprogramm
8.3.1 „Figaro – Das Journal am Morgen“
8.3.2 „Figaro am Vormittag“
8.3.3 Auswertung
8.4 Experteninterviews – Leitfaden und Art der Auswertung
8.4.1 Die ‚Leitfarbe Klassik‘ im sound stream des Crossover
8.4.2 Sieben Stücke Fado
8.4.3 Zwischen den Zeilen: Musik zum Wort?
8.4.4 Hörer – Quote – Kulturauftrag: Legitimationsquellen für MDR Figaro
8.4.5 Radio – noch das richtige Medium für klassische Musik?
8.4.6 Auswertung und Fazit
9 Mit wehenden Fahnen zum Untergang? Reformen im Klassikprogramm des BR
9.1 Reformgeschichte
9.1.1 Bayern 2/Bayern 4 Klassik (1980-2009)
9.1.2 BR-Klassik (*2009)
9.1.3 BR-Klassik am Scheideweg
9.2 Programmanlagen im Vergleich
9.2.1 Wochenschemata Montag bis Freitag
9.2.2 Schemata Samstag/Sonntag
9.2.3 Aufbereitung und Auswertung
9.3 Detailanalyse aus dem Morgenmagazin „Allegro“
9.3.1 „Allegro“ 166
9.3.2 Aufbereitung und Auswertung
9.4 Experteninterviews – Leitfaden und Art der Auswertung
9.4.1 Radio für klassische Musik – Zwischen Kunst und Alltagstauglichkeit
9.4.2 Musikvermittlung im Radio: Anlaufen gegen Windmühlen
9.4.3 Auswertung und Fazit
10 Zusammenführung der Erkenntnisse und Fazit
Abkürzungsverzeichnis
Quellen- und Literaturverzeichnis
Anhang

Erscheinungsdatum
Sprache deutsch
Maße 148 x 210 mm
Gewicht 331 g
Themenwelt Kunst / Musik / Theater Musik
Sozialwissenschaften Kommunikation / Medien Journalistik
Sozialwissenschaften Kommunikation / Medien Medienwissenschaft
Schlagworte 2010 bis 2019 n. Chr. • Bayerischer Rundfunk • Begleitprogramm • BR • BR-Klassik • Deutschland • Dudelfunk • E-Musik • Film-, Fernseh- und Radioindustrie • formatradio • Johann Sebastian Bach • Klassik • Kulturauftrag • MDR • MDR-Figaro • Medienwissenschaften: TV und Gesellschaft • Mitteldeutscher Rundfunk • Öffentlich-rechtlicher Rundfunk • Öffentlich-Rechtliches Fernsehen • Programmauftrag • Radio • Radioprgrammgestaltung • Tagesbegleitprogramm • The Beatles
ISBN-10 3-8288-3757-3 / 3828837573
ISBN-13 978-3-8288-3757-7 / 9783828837577
Zustand Neuware
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