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Carl Schmitt - Jugendbriefe -

Carl Schmitt - Jugendbriefe

Briefschaften an seine Schwester Auguste 1906-1913

Ernst Hüsmert (Herausgeber)

Buch | Hardcover
213 Seiten
2000
De Gruyter (Verlag)
978-3-05-003483-6 (ISBN)
CHF 89,95 inkl. MwSt
Das Buch enthält eine kommentierte Sammlung von 87 Briefen und Postkarten des 17- bis 25-jährigen Carl Schmitt an seine Schwester Auguste. Es handelt sich um Schriftstücke vorwiegend familiären Inhalts, in denen der Schüler, Student und erfolgreich veröffentlichende junge Wissenschaftler das Fachspezifische eher ausklammert. Die permanente weltweite Auseinandersetzung mit dem umstrittensten Juristen des 20. Jahrhunderts hat seit längerem Fragen seiner frühen Prägung durch Familie und Elternhaus aufgeworfen, zu deren Beantwortung diese Briefschaften in erheblichem Ausmaß beitragen können. Es ist das prägende Milieu des rheinischen Katholizismus in seiner Unbefangenheit gegenüber Andersgläubigen, seinen es Protestanten oder Juden, zunächst in der sauerländischen katholischen Diaspora, dann in der westlichen Hälfte des Deutschen Reiches, in der Carl Schmitt lebt und arbeitet. Aus dieser toleranten Quelle speisen sich die Bereitschaft, in der liberalen Industriegesellschaft des Kaiserreiches vor dem Ersten Weltkrieg das Schicksal als Angehöriger der unteren Mittelklasse zu ertragen und der unbedingte Wille, in diesem System zu avancieren. So leisten diese Briefe und Karten weit mehr als die Widerlegung dubioser Legenden über Carl Schmitt. Sie lassen teilhaben an Entwicklung und Aufstieg eines jungen Talents, machen seinen Hunger zur Kunst, gleich welcher Provenienz, manifest und belegen ein außergewöhnliches Bildungsniveau, sein selbstloses Engagement für Verwandte und Freunde sowie die Perfektionierung eines eigenen Stils von der Klamotte bis zu effektvollen prägnanten Formulierungen im Freundeskreis von Gleichgesinnten und Dichtern, unter denen besonders Theodor Däubler zu nennen ist. Eine Einführung des Herausgebers skizziert die Stationen von Carl Schmitts Lebensweg und versucht, dessen geistige Entwicklung nachzuzeichnen.

Carl Schmitt, geb. 1888 in Plettenberg, lehrte als Professor für Verfassungs- und Völkerrecht in Greifswald (1921), Bonn (1922), Berlin (Handelshochschule, 1926), Köln (1932) sowie an der Universität Berlin (1933-45). Seine Definitionen der Begriffe Politische Romantik und Politische Theologie, Souveränität, Diktatur, Legalität und Legitimität sowie des Politischen (Freund-Feind-Theorie) hatten starken Einfluss weit über die Grenzen Deutschlands und seines Faches hinaus. Der Autor verstarb 1985 in seinem Geburtsort.

Erscheint lt. Verlag 22.11.2000
Zusatzinfo 39 b/w ill.
Verlagsort Berlin/Boston
Sprache deutsch
Maße 170 x 240 mm
Gewicht 417 g
Themenwelt Geschichte Allgemeine Geschichte Zeitgeschichte
Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung
Schlagworte 20. Jahrhundert • Angehörige • Befangenheit • Bildungsniveau • Briefe • Briefsammlung 1905-1913 • Buch • Carl Schmitt • Deutsch • Diaspora • Einführung • Eltern • Entwicklung • Erster Weltkrieg • Familie • Fragen • Gehör • Geschichte • Gesellschaft • historical periods • History • Hunger • Industrie • Juden • Juristen • Kaiserreich • Klasse • Krieg • Kunst • LOHNSTEIN • modern history • Satzmodus • Schmidt, Auguste • Schmitt, Carl • Schrift • Sozialwissenschaften • STGR49 • System • Teilhabe • Wille • Wissenschaft • Wissenschaftler (Briefe); Schmitt, Carl • Zeitgeschichte
ISBN-10 3-05-003483-1 / 3050034831
ISBN-13 978-3-05-003483-6 / 9783050034836
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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