Medienlenkung in der DDR
Anke Fiedler ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Einleitung
Quellen
I. Medienlenkung in der DDR als politische Öffentlichkeitsarbeit der SED-Führung
1. Forschungsstand: DDR-Sozialismus aus Propaganda-Perspektive
Ideologie als Wiege der Propaganda
Struktureller Aufbau des ›sozialistischen Mediensystems‹ und inhaltliche Folgen: Vom Meinungsmonopol zur Uniformität
Öffentlichkeit und Gegenöffentlichkeit
Zielgruppen und Wirkung
Zusammenfassung: Forschungsstand
2. Medienlenkung im Kontext von politischer Öffentlichkeitsarbeit
Propagandatheorien auf dem Prüfstand: Von Leerstellen und Defiziten
Propaganda versus politische Öffentlichkeitsarbeit: Zur Problematik der Definitionen
Medienlenkung als 'Differenzmanagement zwischen Fakt und Fiktion'
Zusammenfassung: Determinanten der Medienlenkung
II. Der Medienlenkungsapparat
1. Die Medienlenker
Der ZK-Sekretär für Agitation und Propaganda
Die Abteilung Agitation im Zentralkomitee der SED
Die Agitationskommission beim Politbüro
Die Westkommission beim Politbüro
Die Zulieferer: ZK-Abteilungen, Ministerien, Massenorganisationen
2. Die Leitmedien
Neues Deutschland
Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst
Aktuelle Kamera
3. Die Leipziger Journalistenausbildung
4. Die Staatssicherheit
Abteilung Agitation und Bereich 6
Politisch-operative Absicherung der Redaktionen
5. Zusammenfassung: Der Medienlenkungsapparat
III. Die sachliche Dimension: Im Spannungsfeld der Interessen
1. Staatsaufbau und Ostintegration: Die Jahre 1945 bis 1961
Das ›Generalchefredakteur-Prinzip‹: Vermächtnis aus der Weimarer Republik
Wendepunkt 1947: Entwicklung einer Kommunikationsstrategie
Kadermangel und stumpfe Waffen: Die 1. und 2. Pressekonferenz 1950/51
Die Folgen des 17. Juni 1953: Erneute Parteisäuberungen und Fehleranalyse
Neue Lenkungswege in der poststalinistischen Ära: Professionalisierung unter Strukturarchitekt Walter Ulbricht
Die Jahre 1956 bis 1959: Krise, Konföderation und eine dritte Konferenz
›Proletarier aller Länder…!‹ – Medienseilschaften im sozialistischen Lager
Klinkenputzen in der Dritten Welt: Deblockade der Hallstein-Doktrin
Medienarbeit am Vorabend des 13. August 1961: Massenflucht und Feindbild West
2. Konsolidierung nach innen und erste diplomatische Gehversuche: Die Jahre 1961 bis 1969/71
Stabilisierung nach dem Mauerbau: Von Ochsenköpfen und einer Nürnberger Schuhfabrik
Zwischen Jugendkommuniqué und Kahlschlag: Die 4. Journalistenkonferenz 1964
Walter Ulbricht in der VAR oder Warum die Kommissionen an Bedeutung verloren
Generalchefredakteur Walter Ulbricht und sein Medienkronprinz
Erich Honecker
Anerkennung in kleinen Schritten: Aufbau eines Korrespondentennetzwerks inner- und außerhalb der Grenzen
Von der Sowjetunion lernen: Politische Öffentlichkeitsarbeit im sozialistischen Lager
Der Prager Frühling 1968: Letzte institutionelle Veränderungen
Medienkrieg im Schatten der Mauer: Wie die Bundesrepublik unerwünschte DDR-Berichterstattung unterdrückte
3. Auf der Anerkennungswelle in die Krise: Die Jahre 1971 bis 1989
Medienpolitisches Tauwetter? Der VIII. Parteitag der SED und seine Folgen
Vom Grundlagenvertrag zur KSZE-Schlussakte: Medienlenkung als diplomatischer Drahtseilakt
Generalchefredakteur Honecker: 'Was wird der Erich dazu sagen?'
Das Büro Günter Mittag: Herrscher über die Valuta
Die Krise in den Medien: 'Sozialismus in den Farben der DDR'
Das Jahr 1989: Anfang vom Ende der Medienlenkung
4. Zusammenfassung: Medienlenkung im Wandel
IV. Die zeitliche Dimension: Politische Öffentlichkeitsarbeit zum richtigen Zeitpunkt
1. Professionalisierung der Anleitungspraxis im Wettlauf um die Meinungsführerschaft
Der Osten in der Westentasche: Medienarbeit zwischen Planrückstand und Finanznot
Vom Politbüro in die Medien: Verkürzung der Anleitungswege
2. Medialer Gegenschlag: Wie das Ausland die politische Öffentlichkeitsarbeit beeinflusste
Westfernsehen und -hörfunk: Reaktionen auf das 'Instrument der herrschenden Klasse'
Medien im Ausland: Sprachrohr der politischen Eliten
V. Die soziale Dimension: Uniformität mit Profil
1. Doppelte Anleitung: SED-Bezirkspresse zwischen Zentralkomitee und Bezirksleitungen
2. Massenorganisationen als Herausgeber: Der Zentralrat der FDJ und die Junge Welt
3. Das Presseamt beim Vorsitzenden des Ministerrates: Schnittstelle zwischen Partei und Staat
4. Die Zeitungen der kleinen Blockparteien: Das Beispiel LDPD-Presse
Zusammenfassung und Fazit
Ehrenamtliche Mitglieder der Agitationskommission
Abbildungen
Abkürzungen
Archivquellen
Zeitzeugen
Literatur
Personenverzeichnis
Bildnachweis
Danksagung
| Erscheint lt. Verlag | 12.3.2014 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Zeithistorische Studien ; Band 052 |
| Zusatzinfo | 26 s/w-Abb. und farb. Tafelteil |
| Verlagsort | Köln |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 165 x 235 mm |
| Gewicht | 966 g |
| Themenwelt | Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► Zeitgeschichte |
| Geisteswissenschaften ► Geschichte ► Regional- / Ländergeschichte | |
| Sozialwissenschaften ► Kommunikation / Medien ► Kommunikationswissenschaft | |
| Schlagworte | DDR • Deutsche Demokratische Republik (DDR); Politik/Zeitgeschichte • Deutsche Demokratische Republik; Politik/Zeitgeschichte • Mediengeschichte • Medienlenkung |
| ISBN-10 | 3-412-21055-2 / 3412210552 |
| ISBN-13 | 978-3-412-21055-7 / 9783412210557 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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