Medienlandschaft Saar
De Gruyter Oldenbourg (Verlag)
978-3-486-59170-5 (ISBN)
Prof. Dr. Clemens Zimmermann lehrt an der Universität des Saarlandes.
Rainer Hudemann, geboren 1946, ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität des Saarlandes.
1;Band 1;4
1.1;Inhalt;6
1.2;Einführung in das Gesamtprojekt;8
1.3;Einführung in den Band 1;26
1.4;Medienpolitik im Zeichen von Demokratisierung, Kontrolle und Teilautonomie;42
1.4.1;Tagespresse im Saargebiet 1918 1945;44
1.4.2;Demokratisierung im inneren Widerspruch;68
1.4.2.1;Französische und saarländische Printmedienpolitik 1945 1955;68
1.4.3;Kirchen, Medien, Öffentlichkeiten;108
1.4.3.1;Eine medienpolitische Kirchengeschichte der Saarautonomie 1945 1959;108
1.5;Rundfunk und Fernsehen;134
1.5.1;Die Saarlandmacher;136
1.5.1.1;Der Aufbau des Saarländischen Rundfunks und die Autonomie des Landes 1946 1955;136
1.5.2;Musik als Anker politischer und medialer Attraktivität;200
1.5.2.1;Umfang und Grenzen der französischen Impulse in der musikalischen Programmgestaltung des Rundfunks an der Saar 1945 1957;200
1.5.3;Hörspiel bei Radio Saarbrücken von 1946 bis 1955;224
1.5.4;Die Anfänge des kommerziellen Rundfunks im Saarland;248
1.5.4.1;Die Geschichte der Saarländischen Fernseh AG (Tele-Saar und Europe No. 1);248
1.6;Zeitungslandschaft;316
1.6.1;Die Saarbrücker Zeitung in der saarländischen Zeitungslandschaft 1945 1955;318
1.6.2;Die Saarproblematik in der Berichterstattung der Saarbrücker Zeitung 1947 1955;352
1.6.2.1;Eine qualitativ-quantitative Analyse von Inhalten und Sparten;352
1.6.3;Parteipresse und Presselandschaft in der Autonomiezeit 1945 1955;380
1.6.4;Die saarländische Sportpresse im Spannungsfeld von Politik, Identität und Selbstbehauptung 1945 1960;416
1.6.5;Ja oder Nein?;438
1.6.5.1;Die saarländischen Zeitungen im Abstimmungskampf 1955;438
1.6.6;Resümee;458
1.7;Abkürzungsverzeichnis;466
1.8;Abbildungsnachweis;470
1.9;Personen- und Medienregister;472
1.10;Detailliertes Inhaltsverzeichnis;484
1.11;Übersicht über das Gesamtwerk;490
2;Band 2;496
2.1;Inhalt;500
2.2;Einführung in den Band 2;502
2.3;Grundzüge und Strukturen;512
2.3.1;Entscheidungssituationen saarländischer Medienpolitik;514
2.3.2;Die Struktur der saarländischen Hörfunk-und Fernsehinstitutionen;544
2.3.3;Die Entwicklung der Zeitungslandschaft;572
2.3.4;Monopole, Marktverstopfer, Mitbewerber;612
2.3.4.1;Die Landschaft der Zeitschriften und Anzeigenblätter;612
2.4;Organisations- und Kommunikationsprozesse;644
2.4.1;Binnen- und Außenkommunikation beim Saarländischen Rundfunk;646
2.4.2;Binnen- und Außenkommunikation bei der Saarbrücker Zeitung;684
2.4.3;Öffentlichkeitsarbeit und öffentliche Aktionen;722
2.4.3.1;Saarländischer Rundfunk, Radio Salü und Saarbrücker Zeitung seit den 1970er Jahren;722
2.4.4;Hörerforschung beim Saarländischen Rundfunk;752
2.5;Berufsorganisation und Berufsbilder;776
2.5.1;Die Entwicklung der Berufsbilder im Hörfunk;778
2.5.1.1;Der Saarländische Rundfunk;778
2.5.2;Die Entwicklung der Berufsbilder im Fernsehjournalismus;822
2.5.2.1;Der Saarländische Rundfunk;822
2.5.3;Die Veränderungen der Berufsbilder in der Printpresse;864
2.5.3.1;Die Saarbrücker Zeitung;864
2.5.4;Soziale Kommunikation und politische Organisation im saarländischen Journalismus 1947 2008;892
2.5.5;Resümee;938
2.6;Abkürzungsverzeichnis;946
2.7;Abbildungsnachweis;950
2.8;Personen- und Medienregister;952
2.9;Detailliertes Inhaltsverzeichnis;962
2.10;Übersicht über das Gesamtwerk;968
3;Band 3;974
3.1;Inhalt;978
3.2;Einführung in den Band 3;980
3.3;Programme und Angebote im Rundfunk;990
3.3.1;Mehr Programm, weniger Inhalt?;992
3.3.1.1;Zur Programmgeschichte der Hörfunksparte des Saarländischen Rundfunks;992
3.3.2;Ein Land ein Sender;1098
3.3.2.1;50 Jahre Programmgeschichte des saarländischen Fernsehens;1098
3.3.3;Der Aktuelle Bericht im Fernsehen des Saarländischen Rundfunks 1994 2006;1136
3.4;Inhalte und Angebote in der Printpresse;1158
3.4.1;Die Berichterstattung der Saarbrücker Zeitung im Wandel;1160
3.4.2;Visualisierungsstrategien in der Printpresse;1200
3.4.2.1;Eine quantitative Analyse des Bildmaterials der Saarbrücker Zeitung;1200
3.4.3;Die Wah
"Das vorliegende Werk sollte Medienwissenschaftler und -historiker in anderen Gegenden Deutschlands anregen zu regional akzentuierten Studien, auch wenn sie nicht so spannend und vielseitig ausfallen dürften wie diejenigen über das Saarland." Ansgar Diller, Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte, Bd. 12/2010
"Das Buch ist deshalb so interessant, weil es in aller Ausführlichkeit und mit den unterschiedlichsten Zugängen zeigt, wie Pressepolitik und publizistisches Wirken auf das Selbstverständnis aber auch auf das Lebensgefühl einer Region einwirkt - einer Region, die noch bis weit in die Nachkriegszeit hinein ein Spielball zwischen den benachbarten Mächten Deutschland und Frankreich war. Das Buch ist interessant, weil es illustriert, wie viel Pressevielfalt in einem Land existieren kann, das von zwei Monopolisten wird: der Saarbrücker Zeitung und dem Saarländischen Rundfunk." Holger Hettinger, Deutschlandradio Kultur, Radiofeuilleton, 12.07.2010, 9.33 Uhr
"Im Ganzen ergibt sich ein überaus facettenreiches Bild, so dass die drei Bände künftig am Beginn jedes neuen Forschungsvorhabens zur saarländischen Mediengeschichte nach 1945 stehen werden und auch in der allgemeinen medienhistorischen Forschung zur Bundesrepublik Berücksichtigung finden sollten." Marcus M. Payk, Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Bd. 97, Heft 4 2010
Tina Raubenheimer (S. 277-278)
Die Entwicklung der Berufsbilder im Hörfunk
Der Saarländische Rundfunk
1. Einleitung
Die Welt, in der wir leben, wird bestimmt von zwei Gesetzen: Der Interdependenz und der Beschleunigung allen Geschehens. Das heißt, die Technik im siebten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts bewirkt, daß alles mit allem zusammenhängt und daß heute in einer ganzen Dekade mehr passiert als früher in einem ganzen Jahrhundert. In dieser gesetzmäßigen Entwicklung muss der Journalist einen Halt suchen."
Mit diesen Worten beschrieb der damalige Hörfunkdirektor Wilhelm Zilius Anfang der 1970er Jahre, unter welchen Bedingungen sich Journalisten zurechtfinden müssen. Im Zusammenspiel wechselseitiger Abhängigkeiten und einer steten Beschleunigung des Geschehens werden diese Bedingungen immer wieder neu festgelegt. Im Folgenden wird untersucht, wie weit sich die journalistische Arbeit und damit die Berufsbilder im Hörfunk des Saarländischen Rundfunks" (SR) seit den 1960er Jahren verändert haben. Im Zentrum stehen die journalistischen Berufe und Tätigkeiten. Da diese mit den anderen Berufsgruppen innerhalb des Entstehungsprozesses von medialen Inhalten verknüpft sind, werden auch jene in die Untersuchung mit einbezogen.
Im Laufe seines Bestehens veränderte sich der Hörfunk hinsichtlich seines Inhaltes und seines Angebotes an die Hörer, innerhalb seiner eigenen Struktur sowie wesentlich auch durch das Hinzukommen neuer Technik. Dies blieb nicht ohne Auswirkung auf die Tätigkeiten der am Entstehungsprozess von Hörfunkinhalten Beteiligten. Das Programm muss sich ständig neuen Gegebenheiten anpassen. Im Laufe ihrer Geschichte von der Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute veränderten sich die Hörfunkprogramme in vielerlei Hinsicht grundlegend.3 Die Konsequenz waren neue Anforderungen und Arbeitsbedingungen für Radiomacher , und zwar für alle Beteiligten, ob Redakteur, Tontechniker oder Büromitarbeiter. Technische Neuentwicklungen hatten ebenfalls großen Einfluss.
Der Begriff Technik fasst dabei im Allgemeinen die Ausarbeitung und Zusammenfassung der einzelnen für einen Arbeitsprozess erforderlichen Arbeitsgänge und -methoden zusammen. Für den Hörfunk bedeutet das ein Zusammenwirken von künstlerischen, also journalistischen, organisatorischen und technischen Bereichen. Diese nutzen die ihr eigenen Arbeitsmittel bei der Vorbereitung, Herstellung und Verteilung von Sendeinhalten. Man kann mehrere Zäsuren in der Geschichte des Hörfunks feststellen, die auf Innovationen in der Radiotechnik zurückzuführen sind.5 Produktionstechniken, wie sie von der Neugründung des SR nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1980er Jahre genutzt wurden, haben ihren Ursprung in den 1940er Jahren. Die Erfindung des Magnetofons revolutionierte die Hörfunktechnik beispielsweise, indem nun akustische Signale gespeichert wurden und beliebig nachbearbeitet werden konnten.6 Zudem konnten damit einzelne Sendungen wiederholt werden.
Denn die akustischen Informationen wurden auf vormagnetisierten Kunststoffstreifen festgehalten, die nach der Aufzeichnung das Abspielen, Schneiden und Kopieren erlaubten.7 Damit entwickelte sich der Hörfunk zu einem regelrechten Produktionsbetrieb.8 Denn vieles ließ sich so vorproduzieren, die Tonbänder wurden archiviert und konnten jederzeit gesendet oder bearbeitet werden. Auf diese Weise arbeitete auch der SR bis in die 1980er Jahre. Die dann einsetzende Digitalisierung veränderte die Produktion und Speicherung von Sendungen grundlegend. 9 Diese Arbeit untersucht Tätigkeiten und Wandlungsprozesse von Berufen im Hörfunk aus historischer Perspektive und mit geschichtswissenschaftlichen Methoden.10 Entsprechend verwendet sie vorwiegend historisches Quellenmaterial. Die Recherche nach geeignetem Quellenmaterial gestaltete sich allerdings schwierig, da keine geschlossene Quellenbasis gefunden wurde, die e
| Erscheint lt. Verlag | 11.11.2009 |
|---|---|
| Mitarbeit |
Sonstige Mitarbeit: Susanne Dengel, Bernard Bernarding, Norbert Klein |
| Zusatzinfo | zahlreiche Abbildungen und Tabellen |
| Verlagsort | Berlin/München/Boston |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 154 x 235 mm |
| Gewicht | 2653 g |
| Themenwelt | Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► Zeitgeschichte |
| Geisteswissenschaften ► Geschichte ► Regional- / Ländergeschichte | |
| Geisteswissenschaften ► Philosophie ► Ethik | |
| Sozialwissenschaften ► Kommunikation / Medien ► Medienwissenschaft | |
| Schlagworte | Geschichte • Journalismus • Kulturwissenschaften • Mediale Modernisierung • Mediengeschichte • Medienpolitik • Saarland • Saarland; Politik/Zeitgeschichte • Saar / Saarland; Politik/Zeitgesch. • Zeitgeschichte • Zeitgeschichte nach 1945 |
| ISBN-10 | 3-486-59170-3 / 3486591703 |
| ISBN-13 | 978-3-486-59170-5 / 9783486591705 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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