Die Romantik der Rationalität
transcript (Verlag)
978-3-8376-1270-7 (ISBN)
Nur wenige Personen haben die Entwicklung des europäischen Sozialstaats so geprägt wie Alva und Gunnar Myrdal, die Architekten des schwedischen Modells. Das Buch zeigt die tiefe Verwobenheit sozialpolitischer Programmatik und persönlicher Biographie.
Die »ambivalente Moderne« hat Spuren hinterlassen - auch in Schweden. Social Engineering schien eine Möglichkeit, die negativen Folgen der Moderne aufzufangen, indem die sozialen Beziehungen neu gestaltet werden sollten. Zwei der weltweit bekanntesten Sozialingenieure waren Alva und Gunnar Myrdal. In Schweden, den USA und Asien versuchten sie zwischen 1930 und 1980 eine gerechte Gesellschaftsordnung zu entwerfen, die jedoch das Paradebeispiel einer »Normalisierungsgesellschaft« darstellt. Ein Blick auf ihre aufregend-konfliktreiche Ehe zeigt, dass sich Machtbeziehungen präziser analysieren lassen, wenn sie in den Alltagspraktiken der Experten verortet werden.
Thomas Etzemüller, geb. 1966, ist Professor für Europäische Geschichte des 19.-21. Jahrhunderts und für Kulturgeschichte der Moderne an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind außerdem Wissenschaftsforschung und Biografieforschung.
»Eines der besten ideengeschichtlichen Bücher seit langem.«
Jürgen Kaube, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.11.2010 20101124»Eines der besten ideengeschichtlichen Bücher seit langem.«
»Wegen der detaillierten und nicht-ideologisierenden Schilderung der involvierten AkteurInnen [...], wegen der Verortung sozialwissenschaftlicher Ideen nicht nur im zeitgenössischen Denken, sondern auch im weiteren Kontext sozialpolitischen und -ökonomischen Handelns [...] ist Etzemüllers Buch ein Musterbeispiel für einen fruchtbaren Zugang zur Geschichte der Sozialwissenschaften, [...] der den Zusammenhang zwischen der Lebenswelt der AkteurInnen und ihren Äußerungen in den Feldern Wissenschaft, Politik und Wirtschaft in einer Art und Weise rekonstruiert, die Anknüpfungspunkte für aktuelle (theoretische) Überlegungen bietet.«
Besprochen in:Historische Anthropologie, 18/1 (2010), Hans-Christoph Liesshttp://hpd.de, 21.12.2010, Armin Pfahl-TraughberAufklärung und Kritik, 3 (2011)NORDEUROPAforum, 21 (2011), Valeska HenzeArchiv für Sozialgeschichte, 51 (2011)Das Historisch-Politische Buch, 59/2 (2011), Ursula Hüllbusch Zeitschrift für Ideengeschichte, VI/4 (2012), Tim B. Müller
»[E]in Einblick in die theoretischen Grundlagen des ›schwedischen Modells‹ und seiner Begründer, der auch vor den abschreckenden Seiten ihrer radikalen Vision nicht Halt macht.«
»Thomas Etzemüller [betreibt] eine breit verstandene Wissensgeschichte, die an ihrem Gegenstand entlang in alle Richtungen souverän beweglich ist [...]. Möglich ist ihm das durch eine methodische Ausrichtung, die zum einen aktuelle Theoriedebatten nicht nur wahrnimmt und in ein Verhältnis zum eigenen Gegenstand setzt, sondern die epistemologischen Konsequenzen auf hohem Niveau reflektiert, und zum anderen nicht in einen Gegensatz zu anderen historiographischen Traditionen gerät, sondern diese in ihren Stärken selbstsicher in die eigene Arbeit übersetzen kann.«
»[Das private Leben mit dem öffentlichen Handeln zu verweben] gelingt dem Autor in raffinierter Weise; man wird das Buch noch in Jahren wegen seiner Szenen einer Ehe unter Sozialexperten und Nobelpreisträgern lesen.«
»Der Oldenburger Historiker Thomas Etzemüller hat jetzt eine politische Biographie von Alva und Gunnar Myrdal geschrieben, die zeigt, wie gleitend von jener Zeit bis ins sozialdemokratische Zeitalter der siebziger Jahre die Übergänge zwischen fortschrittlicher und autoritärer Politik waren. Er hat darin einen unglaublich reichen, nachgerade spannenden Stoff gefunden und eines der besten ideengeschichtlichen Bücher seit langem geschrieben.«
»Die Darstellung beeindruckt allein schon durch ihren hohen Informationsgehalt und die intensive Quellenauswertung.«
»Die direkt aus den Quellen gearbeitete und überaus informative Arbeit problematisiert [...] anhand von konkreten Beispielen das Einhergehen von abgehobenen Steuerungsauffassungen und selbstgefälliger Wissenschaftlichkeit.«
»Der Autor [problematisiert] in seiner Darstellung, die allein schon durch ihren hohen Informationsgehalt und die intensive Quellenauswertung beeindruckt, die mitunter selbstgerechte Intellektualität und unrealistischen Steuerungsvorstellungen der Myrdals.«
»Eine umfangreiche, wohlwollende und dennoch kritische Darstellung der sozialreformerischen Projekte der Myrdals.«
| Erscheint lt. Verlag | 29.6.2010 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Histoire ; 10 |
| Verlagsort | Bielefeld |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 135 x 225 mm |
| Gewicht | 801 g |
| Themenwelt | Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► Zeitgeschichte |
| Geschichte ► Teilgebiete der Geschichte ► Kulturgeschichte | |
| Geschichte ► Teilgebiete der Geschichte ► Wirtschaftsgeschichte | |
| Naturwissenschaften | |
| Sozialwissenschaften ► Pädagogik | |
| Schlagworte | Economic History • Geschichtswissenschaft • Gesellschaft • Gesellschaftsgeschichte • History • History of Science • Moderne • Myrdal, Alva • Myrdal, Gunnar • Schweden • Schweden, Geschichte; Sozial-/Wirtschafts-G. • social engineering • Social History • Social Policy • Society • Sozialgeschichte • Sozialplanung • Sozialpolitik • Wirtschaftsgeschichte • Wissenschaftsgeschichte |
| ISBN-10 | 3-8376-1270-8 / 3837612708 |
| ISBN-13 | 978-3-8376-1270-7 / 9783837612707 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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