JO-JO-Effekt ade (eBook)
104 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-6951-5492-0 (ISBN)
Peter wurde 1940 in Berlin-Kreuzberg geboren, lebte 10 Jahre in Hamburg, 10 Jahre in München und danach im istrianischen Kroatien. Die Selbstständigkeit als Unternehmensberater in der Informationstechnologie war mit sitzenden Tätigkeiten verbunden und einer Ernährung, die aus Kantinen oder Restaurants bezogen wurde. Zeitweilig gab es nicht einmal diese Möglichkeiten. Doch um den Stress zu bewältigen gab es immer einen Kaffeeautomaten und Automaten mit Süßigkeiten. Zeit für Sport blieb nicht. So nahm das Schicksal seinen Lauf.
DIE HAUPTBAUSTOFFE DES KÖRPERS
Die drei wichtigen Baustoffe des Körpers sind Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße. Während die Eiweiße als Baustoffe der Körpersubstanz für die Muskelfasern, Knochen, Knorpel und auch für das ganze Körpersystem verwendet werden, die Muskulatur ist der Proteinspeicher des Körpers, sind die Fette und Kohlenhydrate der Energielieferant des Körpers. Dabei sind die Kohlenhydrate nicht essenziell. Sie können auch aus den Fetten gebildet werden. Kohlenhydrate sind nicht die primäre Ernährungsgrundlage des Körpers, da die Speicherfähigkeit nur bei maximal ca. 2.000 kcal liegt. Ein kg Körperfett hat dagegen ca. 7.000 kcal. Bei 25 kg Fettanteil, wie in meinem Fall, liegt der Speicher bei 175.000 kcal und könnte mich 70 Tage voll versorgen.
Der Körper braucht aber in erster Linie immer Eiweiße (Proteine), damit ist er in der Lage, bei Mangel umzuschalten und jeden Bedarf aus diesen Quellen zu decken.
Doch die Energielieferanten des Körpers, Fette und Kohlenhydrate, unterscheiden sich in ihrer Funktion. Die vorrangige Versorgung des Körpers geschieht durch die Aufnahme von Kohlenhydraten. In einer Überflussgesellschaft ist diese auch immer vorhanden. Ist die Aufnahme von Kohlenhydraten nicht möglich, dann schaltet der Körper vom Kohlenhydratstoffwechsel in einen Fettstoffwechsel um. In unserer zivilisierten Gesellschaft ist der Fettstoffwechsel fast vollständig vergessen worden und gerät nur langsam wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit.
Die Unterscheidung dieser Baustoffe für den Abnehmenden nach dieser Methode ist essenziell, da der Wechsel zwischen den Funktionen ohne diese Kenntnis nicht möglich ist.
Doch wie funktionieren die Stoffwechsel und welche Rolle spielen sie hier in diesem Buch?
Kohlenhydrate
Kohlenhydrate können in verschiedene Kategorien unterteilt werden, basierend auf der Anzahl ihrer Monosaccharid-Einheiten.
Monosaccharide (Einfachzucker)
Diese bestehen aus einer einzigen Zucker-Einheit. Beispiele sind Glukose (Traubenzucker) und Fruktose (Fruchtzucker). Sie sind wasserlöslich und haben einen süßen Geschmack und sind in den meisten Obstsorten sowie in Honig und Süßigkeiten enthalten. Sie liefern schnell Energie, lassen den Insulinspiegel aber auch sehr schnell ansteigen.
Disaccharide (Zweifachzucker)
Diese bestehen aus zwei Monosacchariden, die miteinander verbunden sind. Beispiele sind Saccharose (Kristallzucker), Lactose (Milchzucker) und Maltose (Malzzucker). Auch sie sind süß und wasserlöslich und sorgen ebenfalls für einen schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels und den damit verbundenen Heißhungerattacken.
Oligosaccharide (Mehrfachzucker)
Diese bestehen aus 3 bis 10 Monosacchariden. Beispiele sind Raffinose und Stachyose. Diese Zucker sind ebenfalls wasserlöslich und haben einen süßen Geschmack. Im Gegensatz zu Ein- und Zweifachzucker können komplexe Kohlenhydrate vom Körper nur sehr langsam aufgespalten werden, was wiederum zu einem langen Sättigungsgefühl führt. Da der Insulinspiegel bei dem Verzehr von komplexen Kohlenhydraten kaum ansteigt, bleiben die Heißhungerattacken hier aus.
Polysaccharide (Vielfachzucker)
Diese bestehen aus mehr als 10 Monosaccharid-Einheiten und sind oft nicht wasserlöslich und geschmacksneutral. Beispiele sind Stärke (bestehend aus Amylose und Amylopektin), Cellulose, Chitin und Glykogen (ein Speicherzucker in Tieren). Ein Polysaccharid ist ein komplexes Kohlenhydrat, das viele Monosacchariden (Zuckerbausteinen) enthält, die über glykosidisch Bindungen miteinander verbunden sind. Polysaccharide können aus hunderten bis tausenden Zuckermolekülen bestehen und werden oft als Speicher- oder Strukturpolysaccharide in Organismen verwendet. Polysaccharide wie Stärke und Cellulose spielen eine große Rolle in der Ernährung und der Struktur von Pflanzen. Stärke wird z. B. in Lebensmitteln wie Kartoffeln und Getreide gefunden, während Cellulose in pflanzlichen Zellwänden vorkommt und als Ballaststoff für die Verdauung wichtig ist.
Eiweiße (Proteine)
Proteine sind Bestandteil aller Zellen. Sie sind an lebenswichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt und für den Aufbau und Erhalt von Organen und Muskeln verantwortlich. Unser Körper ist aus Tausenden verschiedenen Proteinen zusammengesetzt, jedes mit einer einzigartigen Funktion. Diese Körperproteine werden im Laufe unseres Lebens ständig erneuert und ausgetauscht. Das heißt, dass wir Nahrungsprotein essen müssen, um die Nachfrage unseres Körpers nach Aminosäuren zu befriedigen. Das Sättigungsgefühl hängt stark von Eiweißen ab.
Arten sind:
Milchprodukte und Eier, Fleisch und Geflügel, Nüsse und Kerne, Fisch und Meeresfrüchte, Hülsenfrüchte, Gemüse Protein-Snacks.
Eier, Fisch und Geflügel liefern viel hochwertiges Eiweiß - und nur wenige Kalorien.
Eier sind besser als ihr Ruf: Bis auf Vitamin C enthalten sie alle Vitamine, außerdem liefern sie hochwertiges Protein mit einer hohen biologischen Wertigkeit. Zu den pflanzlichen Eiweißquellen zählen insbesondere Hülsenfrüchte wie Soja, Linsen und Erbsen. Hinzu kommen Getreideprodukte wie Vollkornbrot oder Haferflocken.
Fette
Es gibt drei Hauptarten von Fetten: gesättigte Fettsäuren, ungesättigte Fettsäuren und Transfette. Jede hat unterschiedliche Auswirkungen auf die Gesundheit.
Für eine ausgewogene Ernährung empfiehlt es sich, den Anteil an gesättigten Fettsäuren zu reduzieren und vor allem auf ungesättigte Fettsäuren zurückzugreifen. Ein gesundes Maß und eine ausgewogene Fettzufuhr sind entscheidend für die Gesundheit des Körpers.
Gesättigte Fettsäuren
Diese Fettsäuren kommen vor allem in tierischen Produkten wie Fleisch, Butter, Käse und Schmalz vor. Auch in einigen pflanzlichen Ölen wie Kokos- und Palmöl sind sie enthalten. Gesättigte Fettsäuren erhöhen den Cholesterinspiegel im Blut, was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern kann, wenn sie in zu großen Mengen konsumiert werden.
Ungesättigte Fettsäuren
Ungesättigte Fettsäuren sind gesund und können den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen.
Einfach ungesättigte Fettsäuren
Zu den ›guten Fetten‹ zählen einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Sie sind teilweise essenziell für unseren Organismus und wirken sich auf unsere Gesundheit günstig aus. Einfach ungesättigte Fettsäuren helfen dem Körper, fettlösliche Vitamine aufzunehmen. Sie können sich sogar positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken und diesen senken. Ungesättigte Fettsäuren kommen besonders reichhaltig in pflanzlichen Ölen vor, wie zum Beispiel in Rapsöl und Olivenöl.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren
Besonders die Omega-3-Fettsäuren spielen eine wichtige Rolle für die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems und des Gehirns.
Während gesättigte und einfach ungesättigte Fettsäuren vom Körper selbst hergestellt werden können, müssen die mehrfach ungesättigten Fettsäuren über die Nahrung aufgenommen werden. Sie sind jedoch für den Körper unverzichtbar. Unterschieden wird bei mehrfach ungesättigten Fettsäuren zwischen Omega-3-und Omega-6-Fettsäuren. Enthalten sind sie zum Beispiel in Leinöl oder Nüssen. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren bilden einen wichtigen Bestandteil der Zellwände und sind an der Regulation des Blutdrucks beteiligt. Besonders wichtig ist aber auch hier das ausgewogene Verhältnis von Omega-3- und Omega-6 Fettsäuren. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind essenzielle Nährstoffe, die der Körper nicht selbst herstellen kann und daher über die Nahrung aufnehmen muss. Zu den wichtigsten mehrfach ungesättigten Fettsäuren gehören die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.
Diese Fettsäuren haben verschiedene wichtige Funktionen im Körper:
Omega-3-Fettsäuren: Sie sind besonders wichtig für das Herz-Kreislauf-System, wirken entzündungshemmend und tragen zur Gesundheit von Gehirn und Augen bei. Zu den Quellen gehören fettreiche Fische (wie Lachs und Makrele), Leinsamen, Walnüsse und Chia-Samen.
Omega-6-Fettsäuren: Diese sind ebenfalls wichtig für den Körper, unterstützen unter anderem die Hautgesundheit und die Funktion des Immunsystems. Sie sind vor allem in pflanzlichen Ölen wie Sonnenblumen-, Mais- oder Sojaöl zu finden.
Das Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren ist jedoch entscheidend. Ein ausgewogenes Verhältnis von etwa 1:1 bis 1:4 (Omega-3 zu Omega-6) ist wichtig für eine optimale Gesundheit. In der westlichen Ernährung ist das Verhältnis oft stark zugunsten der Omega-6-Fettsäuren verschoben, was entzündungsfördernd wirken kann. Daher ist es ratsam, den Anteil an Omega-3-reichen Lebensmitteln zu erhöhen, um das Gleichgewicht zu...
| Erscheint lt. Verlag | 5.1.2026 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Gesundheit / Leben / Psychologie ► Ernährung / Diät / Fasten |
| ISBN-10 | 3-6951-5492-6 / 3695154926 |
| ISBN-13 | 978-3-6951-5492-0 / 9783695154920 |
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Größe: 4,0 MB
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