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Führung und Fiktion -  Ulrich Wirth

Führung und Fiktion (eBook)

Was Leadership von Literatur, Subkultur und Pop lernen kann

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
300 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-7693-3621-4 (ISBN)
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9,49 inkl. MwSt
(CHF 9,25)
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Führung, wie Sie sie noch nie erlebt haben Vergessen Sie Regeln, Frameworks und die glänzenden PowerPoint-Präsentationen. Dieses Buch will Sie nicht trösten. Es will Sie herausfordern, provozieren und - wenn Sie den Mut haben - transformieren. Was können Führungskräfte von Juli Zehs scharfsinnigen Gesellschaftsanalysen lernen? Von Laibachs subversiver Dekonstruktion von Macht? Von Ernst Jüngers stoischer Entschlossenheit oder dem absurden Genie von Monty Python? Und ja, sogar vom anarchischen Wahnsinn des MAD Magazins? Ulrich Wirth nimmt Sie mit auf eine gewagte Reise, die Literatur, Subkultur und Pop verbindet, um Führung auf eine Weise zu durchleuchten, die Sie im Konferenzraum nie erleben werden. Dies ist kein How-to-Ratgeber und keine sterile Sammlung von Plattitüden. Dieses Buch ist eine Einladung, Komplexität zu umarmen, alles zu hinterfragen und Menschlichkeit im Chaos der Führung zu finden. Stellen Sie sich ein auf - Die Macht von Geschichten, die tiefer schneiden als jede KPI. - Die Kunst der Resilienz, erlernt in den Schlachten des Lebens, nicht in Lehrbüchern. - Unbequeme Fragen, die Ihr Selbstbild und Ihre Entscheidungen infrage stellen. Sind Sie bereit, nicht durch Nachahmung zu führen, sondern durch Vorstellungskraft?

Seit über 20 Jahren treibt Ulrich Wirth das Bildungsmanagement im Gesundheitswesen voran. Als Leiter eines universitären Bildungszentrums führt er ein Team von rund 120 Mitarbeiter:innen, entwickelt Programme, die begeistern, überraschen und - ganz nebenbei - funktionieren. Zukunftsfähigkeit, Dynamik, Innovation? Für ihn und seine Kolleg:innen beileibe keine Buzzwords, sondern gelebte Realität. Der Erfolg? Messbar, ja. Aber auch mehr als Zahlen und Preise: 2022 der Bildungspreis der Saarländischen Wirtschaft für die Schulsozialberatung. 2024 dann der bundesweite SCHULEWIRTSCHAFT-Preis für das Community Outreach-Projekt Mini Nurse AcadeME. Ulrich Wirth redet nicht nur über Wandel - er lebt ihn. Als Experte für Geschäftsmodellentwicklung und Change-Management bringt er Klarheit in die Komplexität moderner Arbeitswelten. Er schreibt und spricht über Themen, die provozieren und trotzdem den Nerv der Zeit treffen. Leadership? Kein Hochglanzwort, sondern eine Baustelle, die jeden Tag neue Herausforderungen bringt. Bildungsmanagement? Mehr als Systeme und Prozesse: Es ist ein Raum für Visionen und Mut. New Work? Nicht der nächste Hype, sondern eine Frage der Haltung. Mit seinem interprofessionellen Blick baut er Brücken. Zwischen Theorie und Praxis. Zwischen Menschen, die sich nie treffen wollten, aber zusammenarbeiten müssen. Und zwischen Tradition und Innovation. Ulrich Wirth macht nicht nur, was nötig ist. Er macht, was möglich ist. Glücklicherweise ist Ulrich Wirth mehr als seine Arbeit - auch wenn er sie manchmal mit einer Hingabe betreibt, die anderes fast unsichtbar macht. Aber das ist eine andere Geschichte.

2 Metaebene gefällig? Warum Literatur Führung auf den Kopf stellt


Die Verbindung von Literatur und Leadership. Klingt wie ein schlechter Witz oder der Titel einer intellektuellen [sic] Netflix-Doku. Management-Meetings treffen auf Kafka, Controlling-Dashboards auf Dostojewski, Leadership-Coachings auf Marina Abramović. Absurder Gedanke, oder? Vielleicht mit Ausnahme von Abramović. Und doch – genau diese absurde Verbindung birgt ein Potenzial, das jenseits von Flipcharts und KPI-Bingo liegt.

Literatur ist das Gegenteil von dem, was Führung oft zu sein scheint: keine Bullet Points, keine schnellen Lösungen, keine einfachen Antworten. Sie ist Chaos, Schönheit, Tragik und manchmal ein tiefes „Oh Mensch!“ – geseufzt, gejubelt –, das uns daran erinnert, wie unfassbar kompliziert wir alle sind. Genau das, was Führungskräfte dringend brauchen, aber oft nicht zugeben wollen: die Fähigkeit, das Komplexe auszuhalten und das Unsichtbare zu sehen.

Der ungewöhnliche Dialog zwischen Führung und Fiktion

Dieser Dialog ist kein netter Smalltalk. Er ist unbequem. Literatur fordert uns auf, tiefer zu graben, die ungeschönten Abgründe anzuschauen und dabei nicht die Orientierung zu verlieren. Denn Führung – echte Führung – passiert nicht in Excel-Tabellen, sondern an der Schnittstelle zwischen Vision und Menschlichkeit.

Was bringt uns die Literatur dabei? Sie erinnert uns daran, dass Führung keine reine Zahlenangelegenheit ist, sondern zutiefst menschlich, allzu menschlich ist. Sie gibt uns keinen Fahrplan, sondern einen Spiegel, der zeigt, wie hässlich oder wie großartig wir als Führungskräfte wirklich sein können.

Der Dialog zwischen Führung und eröffnet Räume, in denen Empathie, Vision und Reflexion kultiviert werden – jene Qualitäten, die jenseits von KPIs und Rationalisierungsmodellen das Fundament guter Führung bilden.

Literatur als Reflexionsraum für Führung

Vergessen wir den verklärten Blick auf Literatur als kulturelles Erbe. Literatur ist ein Muay Thai Ring für die Seele – ein Ort, an dem Konflikte ausgetragen, Wunden offenbart und Heilung gesucht wird. Unerlaubte Tiefschläge. Teichoskopie, Rede und Gegenrede, Schauspieler und Chor. Geschichten, Gedichte, Theaterstücke und selbst Comics schlagen uns Fragen um die Ohren, die wir im hektischen Führungsalltag oft nicht stellen:

  • Was bedeutet Verantwortung wirklich?
  • Was passiert, wenn Ideale auf harte Realität treffen?
  • Wie verändert Verantwortung mich als Menschen?
  • Wie gehe ich mit Loyalität um, wenn sie mit meinen Werten kollidiert?
  • Wie gehe ich mit Macht um, ohne mich selbst zu verlieren?
  • Wie viel Selbstaufgabe ist gerechtfertigt, um das Wohl anderer zu sichern?
  • Was passiert, wenn Wandel nicht die Antwort, sondern die einzige Konstante ist?

Literatur zwingt uns, innezuhalten. Sie schreit uns an:

„Denk nach! Schau hin! Trau dich, tiefer zu gehen, als es die nächste Team-Building-Maßnahme verlangt.“

Literatur vs. Leadership

Dieser Gegensatz ist der Punkt, an dem es spannend wird. Poesie erfordert mehr Mut als ein Businessplan. Literatur bringt etwas mit, das Führung oft fehlt: Tiefe, Perspektivenvielfalt, Ambiguität. Sie ergänzt Leadership auf mindestens acht Ebenen:

  • Komplexität lieben lernen: Während Führung oft die schnelle Antwort sucht, zeigt Literatur, dass es keine Antworten gibt. Nur Fragen. Und noch mehr Fragen.
  • Moralischer Spiegel: Literatur hält der Führung ein hässliches, aber ehrliches Spiegelbild vor: Deine Werte sind verstaubt *hust*, höchste Zeit, sie zu überdenken.
  • Gefühle, hallo?!: Empathie und emotionale Intelligenz – zwei Dinge, die in den meisten Führungsetagen wie Einhörner wirken. Literatur sagt: Schau mal, so geht das.
  • Radikale Klarheit: Literatur wirft alles Unnötige raus. Kein Bullshit, keine Phrasen. Nur das Wesentliche bleibt. Führung könnte das auch mal probieren.
  • Geschichten, die bleiben: Führung braucht Narrative, aber welche, die nicht nach PowerPoint klingen. Literatur hat diese Geschichten. Du musst nur zuhören.
  • Widersprüche als Kunst: Schwarz und Weiß sind langweilig. Literatur tanzt in den Grautönen. Führung? Könnte auch mal die Tanzschuhe anziehen.
  • Menschen verstehen, wirklich: Literatur als Kurs in Menschlichkeit. Führung? Soll Menschen führen, aber versteht sie oft nicht mal.
  • Andere Welten sehen: Literatur nimmt dich mit, raus aus deinem kleinen Büro. Rein in andere Kulturen, Zeiten, Leben. Führung bleibt oft am Schreibtisch kleben.

Literatur und Leadership stehen nicht im Widerspruch, sondern im Dialog. Sie könnten zusammen eine spannende Party feiern. Wenn Führung mal den Anzug auszieht und Literatur das Drama etwas runterschraubt. Aber genau das ist der Punkt: Ohne diesen Clash bleibt es langweilig. Und langweilig kann wirklich jeder.

Der rote Faden: Menschlichkeit als Essenz der Führung

Die Aspekte moderner Führung, die in diesem Buch vorgestellt werden, könnten unterschiedlicher nicht sein, und doch verbindet sie ein roter Faden: Menschlichkeit.

  • Persönlichkeit und Selbstführung: Authentizität ist kein Luxus, sondern die Grundlage. Ohne innere Klarheit bleibt Führung bedeutungslos.
  • Kommunikation und Sprache: Worte sind entweder Waffen oder Werkzeuge. Die Wahl liegt bei Ihnen.
  • Macht und Verantwortung: Führung ist stets eine Frage des Gewissens – nicht der bloßen Position.
  • Vision und Innovation: Wandel verlangt Mut. Und manchmal ein Quäntchen Wahnsinn.
  • Menschlichkeit und Gemeinschaft: Wahre Führung endet, wo Empathie aufhört.

Mit diesen 20 Prinzipien fordere ich Sie heraus, Führung jenseits der konventionellen Leitplanken zu verstehen – als eine Praxis, die auf Menschlichkeit und Mut gründet.

Literatur als Chaosgenerator: Inspiration statt Anleitung

Literatur ist großartig. Aber hier eine Warnung: Sie ist keine Bedienungsanleitung. Sie gibt keine Lösungen, sie stellt Fragen. Sie ist keine Checkliste, sondern ein Chaosgenerator. Und genau darin liegt ihr Wert.

Wer versucht, Literatur zu instrumentalisieren, macht aus meiner Sicht einen fatalen Fehler. Wer sie auf Management-Ratgeber-Niveau herunterbricht, degradiert Gottfried Benn zu einem (De-) Motivationsposter im Großraumbüro:

„Wir alle leben etwas anderes als wir sind.“9

Und das wäre, gelinde gesagt, eine Katastrophe. Wobei… ich muss zugeben, dieses Zitat in einem Dilbert‘schen Großraumbüro würde meinen Sinn für schwarzen Humor durchaus treffen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Literatur will mehr. Sie will uns irritieren, provozieren und vielleicht ein bisschen quälen. Sie zwingt uns, das Unbestimmte zu akzeptieren, den Raum für Interpretationen zu erweitern und das Gewohnte zu hinterfragen.

Natürlich, es klingt verlockend, literarische Motive in den Dienst der Führung zu stellen: „Nutzen Sie Hamlet, um Konflikte zu moderieren!“, „Was Goethe über Telearbeit wusste.“, „Versäume nimmer eine treffliche Krise – Was der Abenteuerliche Simplicissimus Teutsch über Krisenmanagement lehrt.“ oder „Wie E. M. Cioran Ihnen hilft, die Kunst des Loslassens zu meistern.“

Aber wer so denkt, verpasst den Kern der Sache. Literatur ist kein funktionales Werkzeug, das man beliebig einsetzen kann. Ihre Kraft liegt in ihrer Vielschichtigkeit, in ihrer Weigerung, auf einfache Antworten reduziert zu werden. Wie Franz Kafka schrieb:

„Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.“10

Literatur will aufbrechen, nicht anleiten; inspirieren, nicht vorschreiben.

Ihre wahre Stärke? Sie vermag offensichtlich Eisdecken zu öffnen. Und Räume. Räume, in denen wir nicht die nächste clevere Strategie entwickeln, sondern uns selbst begegnen.11 Wo wir nicht Antworten finden, sondern lernen, mit Widersprüchen zu leben. Führung ist schließlich keine präzise Wissenschaft. Es ist eine Kunst – oder zumindest sollte es das sein. Eine Kunst, die Platz für Interpretationen lässt. Für Fehler. Für alles, was nicht in Flussdiagramme passt. Wer Literatur wirklich, wirklich ernst nimmt, wird eines schnell merken: Sie ist ein Spiegel. Eine Disruptionsquelle. Und die zeigt nicht immer, was wir sehen wollen. Aber genau das macht sie so wertvoll.

Ein kurzer Moment des Bedauerns

Dieses Buch hätte natürlich weitergehen können. Literatur bietet genug Stoff, um bis ans Ende aller Tage über Führung zu schwadronieren. Aber irgendwer muss irgendwann Schluss machen, also wurden Grenzen gezogen. Harte Schnitte, harte Entscheidungen.

Das bedeutet:

  • Keine Judith Schalansky, die den Verlust mit kartografischer Präzision vermessen hätte....

Erscheint lt. Verlag 26.2.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Sachbuch/Ratgeber Beruf / Finanzen / Recht / Wirtschaft
ISBN-10 3-7693-3621-6 / 3769336216
ISBN-13 978-3-7693-3621-4 / 9783769336214
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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