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Thüringen – Erfurt – Berlin 1945. Zuletzt ging es nur noch ums Überleben

Ein Zeitzeuge erzählt

(Autor)

Buch | Softcover
228 Seiten
2017
Verlag Rockstuhl
978-3-95966-222-2 (ISBN)
CHF 27,90 inkl. MwSt
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Autor Gerhard Laue - ein Zeitzeuge erzählt, 228 Seite mit 88 Fotos und Abbildungen.

AKTIVER WIDERSTAND – IN DEN FÄNGEN DER GESTAPO – SCHICKSALE JÜDISCHER FREUNDE – TODESURTEILE UND EUTHANASIE IM ENGSTEN UMFELD.

Dieses Buch erzählt die Geschichte einer normalen, aber sehr regimekritischen Familie. Einer Familie, in der mit großer Leidenschaft auf Hitler geschimpft worden ist. Und in der es auch die unausbleiblichen Generations-konflikte gegeben hat. Einer Familie, die das Glück hatte, anonym zu bleiben – weil aus den eigenen vier Wänden nichts nach draußen gedrungen ist.
Das waren die Stationen des Wandels. Aus treu ergebenen 10-jährigen Pimpfen wurden innerhalb weniger Jahre leidenschaftliche Kämpfer gegen Hitler.
Als Schüler der Erfurter Handelsschule gründen 15- und 16-jährige 1943 eine Widerstandsgruppe. Sie treten sehr schnell mit Flugblattaktionen und anderen Aktivitäten an die Öffentlichkeit. Sie werden verraten und von der Gestapo inhaftiert. Nur ihre Jugend bewahrte sie vor der Todesstrafe. Andere, zu denen auch Gerhard Laue gehört hat, werden nach ihrer Verhaftung wieder freigelassen. Der Vorwurf der staatsfeindlichen Umtriebe bleibt bestehen. Sie werden von der Schule verwiesen.

Autor: Gerhard Laue, Taschenbuch, 214 Seiten, 88 Abbildungen. – DIE ERFURTER JUGENDBANDEN – IM VISIER VON TIEFFLIEGERN – DAS AMI-BORDELL IN DEN GARTENLAUBEN – DENUNZIATION – WILLKÜR – STRA Fortsetzung des Buches: "Meine Jugend in Erfurt unter Hitler". In diesem Buch schreibe ich über die ersten 16 Jahre meines Lebens. Ich blicke zurück, und ich erinnere mich an die ersten Begegnungen mit dem gerade an die Macht gelangten Hitler-Regime. Zu diesem Zeitpunkt bin ich 4½ Jahre alt gewesen. Mit der Einschulung im Jahre 1934 hat dann auch die systematische Erziehung im Sinne des Nationalsozialismus begonnen. Nahtlos ging sie 1938 im Deutschen Jungvolk weiter. Junge Lehrer in ihrer glühenden Begeisterung für den neuen Messias Adolf Hitler und unsere Führer im Deutschen Jungvolk hatten es leicht, diese Verehrung für unseren Führer an uns weiterzugeben und sie immer weiter in unseren Köpfen zu verfestigen. Wir haben darüber nicht nachgedacht. Wir waren davon überzeugt, dass Hitler das Beste für Deutschland ist, und das er alles richtig macht. Für uns war er zu einer Selbstverständlichkeit geworden. So haben auch wir unserem Führer begeistert und frenetisch zugejubelt. Genauso, wie es die Masse der Erwachsenen schon lange vor uns getan hat. Als ich 14 war, begann sich das zu ändern. Erstmals habe ich damals versucht, mir eine eigene Meinung zu bilden. Deshalb habe ich versucht, auch die andere Seite zu hören. Das waren die Feinde England und Frankreich, auf die tagtäglich immer so geschimpft worden ist. Aus Begeisterung wurde Enttäuschung – und daraus sehr schnell Ablehnung. Weil ich mit Freunden aus dem Widerstand sympathisiert habe, werde ich von der Schule verwiesen.

INHALTSVERZEICHNIS

I. DIE WOCHEN VOR DER EINBERUFUNG10
Ein kurzer Rückblick10
Meine Besuche bei Karl Metzners Mutter12
Die Gerichtsverhandlung15
Eine realistische Nachbetrachtung18
Wir feiern die Entlassung19
Lehrzeit in der Konfektion24
Eine Luftmine zerstört die Barfüßerkirche30
Offiziersprüfung in Rotenburg/Fulda33
Kurt Pohlmann36
Aus Begeisterung wird Ablehnung37

II. SA – SS – WAFFEN-SS40
SA und SS – Ihre unterschiedlichen Aufgaben und
ihre unterschiedliche Entwicklung40
Vom Saalschutz zur Waffen-SS41
Paul Marquart von der SS-Leibstandarde Adolf Hitler44
Die lästigen Werber von der Waffen-SS45

III. EIN AUSFLUG IN DIE FAMILIENGESCHICHTE49
Das Fahrtenmesser49
Der Fußball – mein lebenslanges Hobby52
Eine riesengroße Verwandtschaft – wenige Nazis58
Gespräche bei Familienfeiern62
Hunger kann weh tun!68

IV. ZURÜCK ZU DEN WURZELN72
Die Ahnenforschung72
Nicolaus Haueisen – 1692–175674
August Hesse – 1789–185274
Elisabeth Hesse geb. Herfurth – 1806–188476
Professor Heinrich Beck – der reiche Onkel aus Halle77
Salzburger Protestanten78
Die Moral der Zeit79
Nicht alle Vorfahren waren Musterknaben83
Otto Oremus – 1885–195784
Ungewöhnliche Eintragungen im Kirchenbuch88
Meine Vorfahren Laue im Jahr 189289

V. HITLERS ENDE NUR NOCH EINE FRAGE DER ZEIT90
Sommer 1944 – Die Invasion90
20. Juli 1944 – Das Attentat auf Adolf Hitler92
Jetzt wollte ich nur noch überleben96
Meine Einberufung97
Beim Jugend-Staatsanwalt100
Die Feldstraße102
Die Erfurter Jugendbanden104
STERZING – der gefürchtete Sheriff vom Anger107
Zwei Luftminen zerstören das Augustinerkloster112

VI. DAS ABENTEUER WINTERSTEIN119
Jeder sprach anders, als er dachte119
Die Schule in Winterstein122
Hier liegt ein Hund begraben126
Ich gerate ins Visier von Tieffliegern127
Der abenteuerliche Rückweg nach Erfurt132

VII. ERFURT WIRD VON DEN AMERIKANERN BESETZT134
Die letzten Tage134
Wir blicken in schussbereite Maschinenpistolen137
Die Tage danach143
Das Drama von Gamstädt – 8. April 1945145
Mein erster Arbeitstag begann mit einem Rüffel152
Die Rache der Fremdarbeiter154
Das Bordell – die zweckentfremdete Kleingartenanlage156
Die deutschen „Frolleins“158
VIII. ERKENNTNISSE – SCHWÜRE – ENTSCHLÜSSE159
Wir erleben Freiheit und lernen Demokratie159
Es beginnt eine neue Zeit161
Nie wieder ...161
Amerikaner und Deutsche – Aus Feinden werden Freunde164
Noch im Krieg erscheint die erste demokratische Zeitung167
8. Mai 1945 – Der Krieg ist zu Ende171
Die Enteignung175
Pascha, Julian – und die Kakaoschalen175

IX. THÜRINGEN GEHÖRT JETZT ZUR SOWJETISCHEN ZONE177
Juli 1945 – Die Russen kommen177
Selbstreinigung – Denunziation – Willkür181
Turbulente Wochen184
Meine ersten freien Wahlen185
Alle Bewunderung gilt meiner tapferen Mutter189
Wir produzieren für die Rote Armee191
Bernau192
Berlin – Alexanderplatz196
Kapitän Tedikow198
Eigene Gedanken zum Thema Befreiung200

X. AUS DER VERGANGENHEIT LERNEN204
Die Erinnerung wach halten204
Zum Nachdenken205
Vor Schülern und Studenten206
Presse-Echo219
Besuch auf der Leipziger Buchmesse222
Der Autor Gerhard Laue223
Danke an:228

Erscheinungsdatum
Verlagsort Bad Langensalza
Sprache deutsch
Einbandart geklebt
Themenwelt Literatur Biografien / Erfahrungsberichte
Sachbuch/Ratgeber Geschichte / Politik
Geisteswissenschaften Geschichte Allgemeines / Lexika
Schlagworte Alltag, Bordell • Erfurt, Jugend, Juden • Überleben
ISBN-10 3-95966-222-X / 395966222X
ISBN-13 978-3-95966-222-2 / 9783959662222
Zustand Neuware
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