Die Beschneidung von Jungen
Ein trauriges Vermächtnis
Seiten
2014
Vandenhoeck & Ruprecht (Verlag)
978-3-525-40455-3 (ISBN)
Vandenhoeck & Ruprecht (Verlag)
978-3-525-40455-3 (ISBN)
Für das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit.
Die Auseinandersetzung um die rituelle, medizinisch nicht begründete Genitalbeschneidung kleiner, nicht einwilligungsfähiger Jungen findet seit dem Urteil des Kölner Landgerichts vom Mai 2012 nun auch in Deutschland statt. Sie bewegt sich im Spannungsfeld der Grundrechte auf Religionsfreiheit einerseits und auf körperliche Unversehrtheit andererseits. Die Heftigkeit der Debatte lässt auf tiefgreifende Ängste und Konflikte schließen. Es geht um die Frage, ob es heute in einer säkularen Demokratie noch angemessen ist, kleinen Jungen zur Absicherung der gruppalen und religiösen Identität von Erwachsenen Schmerzen und Ängste zuzufügen, sie erheblichen Gesundheitsrisiken und irreversibler Verletzung der Intimzone auszusetzen. Leidvolle körperliche, sexuelle und seelische Langzeitfolgen der Beschneidung sind möglich und belegt.In diesem Buch äußern sich Betroffene, Ärzte, Juristen, Psychoanalytiker, Politiker und andere Fachleute kritisch zur Jungenbeschneidung und engagieren sich für den Kinderschutzgedanken. Sie werben für eine Debatte auf wissenschaftlicher und rechtlicher Grundlage. Prof. Matthias Franz hat auf dem Düsseldorfer Männerkongress im September 2016 zur Beschneidungsthematik einen Vortrag gehalten mit dem Titel »Genitalbeschneidung: Patriarchalische Loyalität statt Bindung?«. Am 8. Mai 2017, fünf Jahre nach dem sogenannten Kölner Beschneidungsurteil, fand die Fachtagung »Jungenbeschneidung in Deutschland« statt.
Die Auseinandersetzung um die rituelle, medizinisch nicht begründete Genitalbeschneidung kleiner, nicht einwilligungsfähiger Jungen findet seit dem Urteil des Kölner Landgerichts vom Mai 2012 nun auch in Deutschland statt. Sie bewegt sich im Spannungsfeld der Grundrechte auf Religionsfreiheit einerseits und auf körperliche Unversehrtheit andererseits. Die Heftigkeit der Debatte lässt auf tiefgreifende Ängste und Konflikte schließen. Es geht um die Frage, ob es heute in einer säkularen Demokratie noch angemessen ist, kleinen Jungen zur Absicherung der gruppalen und religiösen Identität von Erwachsenen Schmerzen und Ängste zuzufügen, sie erheblichen Gesundheitsrisiken und irreversibler Verletzung der Intimzone auszusetzen. Leidvolle körperliche, sexuelle und seelische Langzeitfolgen der Beschneidung sind möglich und belegt.In diesem Buch äußern sich Betroffene, Ärzte, Juristen, Psychoanalytiker, Politiker und andere Fachleute kritisch zur Jungenbeschneidung und engagieren sich für den Kinderschutzgedanken. Sie werben für eine Debatte auf wissenschaftlicher und rechtlicher Grundlage. Prof. Matthias Franz hat auf dem Düsseldorfer Männerkongress im September 2016 zur Beschneidungsthematik einen Vortrag gehalten mit dem Titel »Genitalbeschneidung: Patriarchalische Loyalität statt Bindung?«. Am 8. Mai 2017, fünf Jahre nach dem sogenannten Kölner Beschneidungsurteil, fand die Fachtagung »Jungenbeschneidung in Deutschland« statt.
Prof. Dr. Andreas Gotzmann lehrt Judaistik an der Universität Erfurt mit dem besonderen Schwerpunkt der Jüdischen Religions- und Kulturgeschichte.
| Erscheint lt. Verlag | 12.3.2014 |
|---|---|
| Co-Autor | Josef Tutsch, Friedrich Moll, Andreas Gotzmann, Rolf Dietrich Herzberg, Christoph Kupferschmid, Holm Putzke, Marlene Rupprecht, Mattias Schäfer, Jörg Scheinfeld, Irmingard Schewe-Gerigk, Jérôme Segal, Maximilian Stehr, Adriaan de Klerk, Volker von Loewenich |
| Zusatzinfo | mit 11 Abb. |
| Verlagsort | Göttingen |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 155 x 232 mm |
| Gewicht | 745 g |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Gesundheit / Leben / Psychologie |
| Geisteswissenschaften ► Psychologie ► Psychoanalyse / Tiefenpsychologie | |
| Sozialwissenschaften ► Soziologie | |
| Schlagworte | Baby • Beschneidung • Beschneidung, männlich • Deutsches Recht • Frühe Kindheit • Frühkindliche Entwicklung • Genitalbeschneidung • Islam • Judentum • Jungen • Kinderarzt • Kindheit • Kindliche Entwicklung • Körperverletzung • Männer • Männergesundheit • Männlichkeit • Medizinethik • Menschenrechte • Menschenwürde • Moslem • moslemische Kultur • Neugeborenes • Psychisches Trauma • Ritual • Sexualität • Sexualwissenschaft • Sexuelle Entwicklung • Trauma • Traumatisierung • Unversehrtheit |
| ISBN-10 | 3-525-40455-7 / 3525404557 |
| ISBN-13 | 978-3-525-40455-3 / 9783525404553 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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