Ermittlungsgeheimnis und verfahrensexterne Information
Mit Blick auf das secret de l'instruction im französischen Strafprozessrecht
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Die Weitergabe von Strafverfahrensdaten zu verfahrensfremden Zwecken ist alltägliche ermittlungsbehördliche Praxis. Doch das maßgebliche Recht ist unübersichtlich und in eine komplizierte Regelungsstruktur eingebettet. Jonas Els systematisiert das Recht der strafverfahrensexternen Information und sein Verhältnis zum Ermittlungsgeheimnis, ausgehend von einer Betrachtung des französischen Vorbilds.
Das Ermittlungs- und das Untersuchungsverfahren sind geheim. Was das französische Recht in Art. 11 Abs. 1 Code de procédure pénale positiv anordnet, kennt das deutsche Strafprozessrecht nicht explizit. Ausgehend von einer Betrachtung des französischen Modells untersucht Jonas Els daher Geschichte und Umfang des Ermittlungsgeheimnisses im deutschen Recht und das mögliche Inspirationspotenzial der französischen Regelung. In Durchbrechung des Ermittlungsgeheimnisses übermitteln Strafverfolgungsbehörden in einer Vielzahl von Fällen personenbezogene Daten an verfahrensexterne Dritte - zur Gefahrenabwehr, Pressearbeit, zu dienstrechtlichen Zwecken etc. Die hierfür erforderlichen Rechtsgrundlagen sind jedoch unübersichtlich, lückenhaft und auch mit Blick auf europäisches Datenschutzrecht anpassungsbedürftig. Der Autor systematisiert das geltende Recht der verfahrensexternen Information und entwirft eigene Regelungsvorschläge für das 8. Buch der StPO.
Das Ermittlungs- und das Untersuchungsverfahren sind geheim. Was das französische Recht in Art. 11 Abs. 1 Code de procédure pénale positiv anordnet, kennt das deutsche Strafprozessrecht nicht explizit. Ausgehend von einer Betrachtung des französischen Modells untersucht Jonas Els daher Geschichte und Umfang des Ermittlungsgeheimnisses im deutschen Recht und das mögliche Inspirationspotenzial der französischen Regelung. In Durchbrechung des Ermittlungsgeheimnisses übermitteln Strafverfolgungsbehörden in einer Vielzahl von Fällen personenbezogene Daten an verfahrensexterne Dritte - zur Gefahrenabwehr, Pressearbeit, zu dienstrechtlichen Zwecken etc. Die hierfür erforderlichen Rechtsgrundlagen sind jedoch unübersichtlich, lückenhaft und auch mit Blick auf europäisches Datenschutzrecht anpassungsbedürftig. Der Autor systematisiert das geltende Recht der verfahrensexternen Information und entwirft eigene Regelungsvorschläge für das 8. Buch der StPO.
Geboren 1995; Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Bonn; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für deutsches und internationales Strafrecht und Strafprozessrecht, Strafrechtsvergleichung sowie Strafrechtsgeschichte der Universität Bonn; 2024 Promotion; Referendariat am Kammergericht.
| Erscheinungsdatum | 20.12.2024 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Veröffentlichungen zum Verfahrensrecht |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 157 x 233 mm |
| Gewicht | 835 g |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► Allgemeines / Lexika |
| Recht / Steuern ► Öffentliches Recht | |
| Recht / Steuern ► Privatrecht / Bürgerliches Recht ► Internationales Privatrecht | |
| Recht / Steuern ► Strafrecht | |
| Schlagworte | Datenschutzrecht • Ermittlungsverfahren • Geheimhaltung • Pressearbeit • Zweckänderung |
| ISBN-10 | 3-16-164054-3 / 3161640543 |
| ISBN-13 | 978-3-16-164054-4 / 9783161640544 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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