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Das Lauchhammerwerk und der Bergbau 1725 bis 2025 - Hans-Jürgen Schmidt

Das Lauchhammerwerk und der Bergbau 1725 bis 2025

Gewinnung und Nutzung der Kohlen
Buch | Softcover
128 Seiten
2025 | 1. Auflage
Verlag Ille & Riemer GbR
978-3-95420-071-9 (ISBN)
CHF 26,60 inkl. MwSt
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Mit Ausnahme des Feuersteins brauchte man zur Verarbeitung genannter Mineralien Brennstoffe. Diese fand man im Holz der Wälder und stellte daraus Holzkohlen her. Torf war ein guter Brennstoff, der in Moorgebieten gegraben und anschließend getrocknet wurde.
Bei der Verhüttung von Eisenstein und der Weiterverarbeitung in Frischhütten waren Holzkohlen für den Schmelzprozess und dem Frischen von Roheisen zunächst gefragt. Der weltweite Einsatz von Steinkohlen und des Kokses zwang auch Lauchhammer ab Mitte des 19. Jahrhunderts wirtschaftlicher und effektiver zu werden. 1789 gewann Lauchhammer aus einer eigenen Grube bei Hainichen [8.2, S.24] Steinkohlen.
Man war auch auf Braunkohlen angewiesen. Man nutzte ab etwa 1870 auch böhmische Braunkohlen.
Die Gewinnung und die Nutzung des „schwarzen Gesteins“, der Braunkohle, begann in unserer Umgebung erst am Anfang und verstärkt ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Lauchhammerwerk setzte ab 1856 Braunkohlen aus privaten Gruben nahe Kostebrau zur Wärme- und Dampferzeugung ein. Erst 1887 eröffnete Lauchhammer eine eigene Braunkohlengrube.
Steinkohlen fand man 1871 im Rahmen einer fiskalischen Bohrung bei Doberlug (Dobrilugk), sie konnten aber nicht gewonnen werden. Versuche, hier Steinkohlen zu gewinnen, wurden im 20. Jahrhundert unternommen, mussten aber aus geologischer/ hydrologischer Sicht und damit aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben werden.
Dr. Joseph Hallbauer (1842 - 1922) wurde nach dem wirtschaftlichen Abstieg des Lauchhammerwerkes * (ab 1861 bis 1882) 1883 zum Generaldirektor berufen und damit zum Retter der Aktiengesellschaft Lauchhammer [8.16]. Er forschte und engagierte sich auf allen Fachgebieten. Somit war es ihm möglich, nicht nur auf dem Gebiet der Metallurgie, dem Emaillieren und dem Bronzeguss Fortschritte zu erzielen, sondern auch den Braunkohlenbergbau [8.11] voranzutreiben und die Elektrotechnik anzuwenden. Vor Allem wollte er die heimische Braunkohle, die „man damals wegwarf, weil man sie nicht zu benutzen verstand“, anwenden. Er wollte sie zunächst vergasen und das Gas nach Riesa und zu anderen Werken leiten. Dieser Plan erwies sich als unausführbar. So wendete er sich der „Elektrizität“ zu.
Erscheinungsdatum
Zusatzinfo Illustrationen
Verlagsort Leipzig
Sprache deutsch
Maße 210 x 298 mm
Gewicht 400 g
Themenwelt Kunst / Musik / Theater Malerei / Plastik
Geisteswissenschaften Geschichte Regional- / Ländergeschichte
Geschichte Teilgebiete der Geschichte Wirtschaftsgeschichte
Naturwissenschaften Geowissenschaften
Technik Bergbau
Schlagworte Bergbau • Erzbergbau • Gröditz • Industriegschichte • Kohle • Kohlegewinnung • Lauchhammer • Lauchhammerwerk • Raseneisenerz
ISBN-10 3-95420-071-6 / 3954200716
ISBN-13 978-3-95420-071-9 / 9783954200719
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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