Nano(bio)technologie im öffentlichen Diskurs (eBook)
273 Seiten
Herbert Utz Verlag
978-3-8316-0847-8 (ISBN)
Die Beiträge wurden 2007 im Zusammenhang mit wissenschaftlichen Klausurwochen am Institut TTN in München erstellt, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurden.
Inhalt 6
Nano(bio)technologie im öffentlichen Diskurs 8
Nano-Bio-Technologie. Eine Revolution? – Ansichten eines Chemikers 21
Nanobiotechnologie aus medizinischer Sicht 44
Militärische Nutzung der Nanotechnik – Gefahren, vorbeugende Begrenzungen und internationale Sicherheit 49
Möglichkeiten und Risiken der Nanotechnologien 61
Nanotechnologie und Qualitätssicherung 67
Nano(bio)technologie im interdisziplinären Diskurs – Erkenntnisse aus der prospektiven Technikbewertung von Nanotechnologien und Ansätze zu deren Gestaltung 73
Überflüssig oder Überfällig? Die Risikoregulierung auf dem Gebiet der Nanopartikel 94
Über Leitbilder der Nanobiotechnologien und Schwierigkeiten der Risikobewertung 108
Konkrete Risiken der Nanotechnologie im größeren Kontext – wissenschaftsgeschichtliche, wissenschaftsphilosophische und ethische Perspektiven 141
Kommunikation unter Unsicherheit – Ethische Aspekte der Risikokommunikation im Bereich Nanotechnologie 167
Nano-Kommunikation – Strategien zur Förderung einer realistischen öffentlichen Wahrnehmung der Nanotechnologie 180
Zwischen Wissenschaftskommunikation und Meinungsbild Überlegungen zur Verbraucherkonferenz: Nanotechnologie 193
Nanotechnologien in Medizin und Gesundheitswesen – Chancen und Risiken im Diskurs mit jungen Erwachsenen (Jugendforen Nanomedizin) 211
Questions of Scale: Situating Bio in Scientists’ Narratives of Nanoscience and Nanotechnology 234
Steht uns eine gesellschaftliche Stigmatisierung der Nanotechnologie bevor? Lehren aus der Biotechnologiedebatte 249
Die Autorinnen und Autoren 268
TTN-Akzente 270
Zum Problemfeld (Seite 7)
»Die Assekuranz ist besorgt«, konstatierte die Swiss Re in ihrer Studie zur Risikowahrnehmung, die sie 2004 unter dem Titel ›Nanotechnologie: Kleine Teile – große Zukunft?‹ veröffentlichte. (Swiss Re 2004) Ausdrücklich hob der Schweizer Versicherungskonzern hervor, dass diese Besorgnis keine Folge neuer Schadenszenarien ist, deren Kalkulation zum Alltagsgeschäft jeder Versicherung gehört. Das spezifische Problem der Nanotechnologie identifiziert die Studie vielmehr in der prinzipiellen Unabschätzbarkeit möglicher Schadenspotenziale, womit diese Technologie zur risikotechnischen Kategorie der »revolutionären Entwicklung« (i.U. zur Kategorie evolutionärer Entwicklungen) zu rechnen sei.1 Zu diesem Ergebnis kommt die Swiss Re interessanterweise nicht erst aufgrund der Selbstorganisationsprozesse von Molekülen auf der Nano-Ebene, die ihrer Ansicht nach »noch immer in die Science-Fiction-Welt gehören « (Ebd., 8), sondern im Hinblick auf Produkte, die bereits kommerziell erhältlich sind oder in naher Zukunft (bis 2020) im Markt eingeführt sein werden. In ihrer Studie zur Risikoperzeption konzentriert sich die Expertenstudie deshalb vor allem auf das Gebiet der Nanopartikelherstellung und Materialentwicklung, die sie im Hinblick auf die potenziellen Auswirkungen für Mensch und Umwelt beschreibt. Doch um deren Potenziale insbesondere im medizinischen Bereich realistischerweise auch ausschöpfen zu können, bedarf es einer toxikologischen Langzeitforschung (Montague 2004, Royal Society &, The Royal Academy Of Engineering 2004), deren (spätere) Ergebnisse freilich immer der Fortschrittsdynamik nanotechnologischer Forschung hinterherhinken werden. In dieser Situation einer Ungleichzeitigkeit von Risikokalkül und anwendungsorientierter Technologieentwicklung wird der Erfolg dieser Forschung deshalb entscheidend von der Kultur der Risikokommunikation abhängen: »Sicher ist, dass die Nanotechnologie über kurz oder lang zum Public Issue wird.
| Erscheint lt. Verlag | 1.1.2008 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Naturwissenschaften ► Biologie |
| Technik | |
| ISBN-10 | 3-8316-0847-4 / 3831608474 |
| ISBN-13 | 978-3-8316-0847-8 / 9783831608478 |
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Größe: 1,3 MB
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