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Patientencoaching Band 2

Fach- und Feldkompetenz, Qualitätssicherung, Ausbildungsempfehlungen, Checklisten
Buch | Softcover
312 Seiten
2012
eRelation (Verlag)
978-3-9814519-2-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Patientencoaching Band 2 - Lutz M Drach, Oliver Emrich, Joachim-Michael Engel, Eva-Maria Fach, Mortimer zu Eulenburg, André Henke, Monika Knetsch, Hannelore Loskill, Ralf Pourie, John N. Weatherly, Klaus Meyer-Lutterloh, Jörn Schroeder-Printzen, Delia Schreiber, Gerhard Schuler, Karin Simons, Gabriele Stumm, Dirk Zils
CHF 55,70 inkl. MwSt
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Das Gesamtwerk Im ersten Band dieses Werkes haben wir Grundlagen und Praxisbeispiele des Patientencoaching dargestellt. Der vorliegende zweite Band vervollständigt nun den Überblick über das sehr komplexe Thema. Beide Bände bilden ein zusammenhängendes Werk, in dem dargestellt wird, welche notwendigen fachlichen und persönlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Eigenschaften ein Patientencoach im Laufe seiner Ausbildung erlernen und weiterentwickeln sollte. Dem liegt ein Kompetenzprofil und Berufsbild zugrunde, das den Qualitätsvorstellungen der Deutschen Gesellschaft für bürgerorientiertes Versorgungsmanagement (DGbV) entspricht. Die Grundlagen dafür wurden in der Arbeitsgruppe Patientencoaching der Deutschen Gesellschaft für bürgerorientierte Gesundheitsversorgung e.V. (DGbG), jetzt Deutsche Gesellschaft für bürgerorientiertes Versorgungsmanagement e.V. (DGbV) von 2008 bis jetzt unter Mitwirkung zahlreicher Experten erarbeitet. Da wir uns am Anfang der Entwicklung eines neuen und zukunftsorientierten Berufsbildes befinden, gibt es noch keine geschützte Berufsbezeichnung „Patientencoach“ und keine staatlich oder anderweitig erfolgte Anerkennung. Wir wollen mit den beiden Bänden zum Thema Patientencoaching deshalb einen Beitrag zur Bildung eines Qualitätsstandards leisten und für eine staatliche Anerkennung des Berufes Patientencoach werben. Diesem Ziel dienen auch Aus- bildungsempfehlungen für Patientencoaches und Klas-sifizierungs-Checklisten zur Analyse von Angeboten des Patientencoaching. Grundlage der Gliederung des Gesamtwerkes sind die vier entscheidenden Kompetenzen, über die ein Patientencoach verfügen sollte, nämlich Methodenkompetenz (das eigentliche „Rüstzeug“ eines Coaches), Soziale Kompetenz (Fähigkeit, auf Menschen einzugehen und mit ihnen umgehen zu können), Fachkompetenz (Grundverständnis für medizinische Zusammenhänge) sowie Feldkompetenz (Orientierungsfähigkeit im Gesundheitssystem). Ein Blick in den ersten Band Wer einen Überblick über alle wesentlichen Aspekte des Patientencoaching bekommen möchte, dem ist zunächst die Lektüre von Band 1 zu empfehlen. Das Buch stellt anfangs die Patientenrolle in einen medizinhistorischen Kontext, ausgehend von der Entwicklung im Laufe der Medizin und des Gesundheitswesens vom 19. bis in das 21. Jahrhundert, das heißt von einer hierarchisch gesteuerten Medizin mit einer paternalistischen Arzt-Patient-Beziehung bis hin zu der netzwerkförmig gesteuerten und stark differenzierten modernen Medizin, in der Patienten und ihren Angehörigen flexible Rollenbilder zukommen, auf die sich Ärzte und andere Heilberufe einstellen müssen. In verschiedenen Beiträgen wird auf das Patientenverhalten als zielführendes Element im Behandlungsprozess sowie auf das erhebliche Potenzial eingegangen, das durch Förderung von Selbstmanagement und therapiegerechtem Verhalten aktiviert werden kann. Es wird beschrieben, wie ein professionell ausgeführtes Coaching Patienten unterstützen kann, bessere Behandlungserfolge zu erreichen und die Ressourcen nutzbringend und ökonomisch zu nutzen. Dies gilt ganz besonders bei der Langzeitbehandlung chronischer Erkrankungen, die zunehmend das Krankheitsspektrum in den hochentwickelten Industrieländern beherrschen. Patientencoaching wird dabei vom Coaching-Begriff in anderen Lebensbereichen, wie beispielsweise in der Wirtschaft oder im Sport, abgeleitet und gegenüber anderen Dienstleistungen im Gesundheitswesen wie insbesondere dem Case Management abgegrenzt. Dabei wird die Definition der Deutschen Gesellschaft für bürgerorientiertes Versorgungsmanagement e.V. (DGbV) zu Grunde gelegt: „Patientencoaching soll Patienten nachhaltig in die Lage versetzen, ihre individuellen Gesundheitsziele zu erkennen und zu erreichen, indem sie lernen, eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten zum Selbstmanagement der Erkrankung zu entwickeln sowie Angebote und Strukturen zielgerichtet auszuwählen und zu nutzen und damit ihre Lebensqualität zu steigern.“ Auf die persönlichen Voraussetzungen, die ein Patientencoach für seinen Beruf befähigen, nämlich soziale Kompetenz, Empathiefähigkeit und so genannte soft skills wird ebenso eingegangen wie auf die Methode des Patientencoachings, der ist ein ausführliches Kapitel gewidmet ist. Weitere Kapitel des ersten Bandes befassen sich mit dem für die Berufsausübung nötigen Netzwerk eines Patientencoaches sowie technischen und datenschutzrechtlichen Aspekten. Den Schluss des ersten Bandes bilden Praxisbeispiele, die zeigen sollen, wie Coaching-Konzepte in das medizinische Versorgungsmanagement integriert werden können. Zuordnung der Inhalte von Band 2 zum Gesamtkonzept Patientencoaching Im vorliegenden Band werden zunächst die beiden mehr wissensbasierten Anteile des Kompetenzspektrums eines Patientencoaches dargestellt. Das sind Fachkompetenz, also das Grundverständnis für medizinische Zusammenhänge, und Feldkompetenz, nämlich das notwendige Wissen zur Orientierung im Gesundheitssystem. Weiterhin werden rechtliche und ethische Dimensionen des Patientencoachings sowie das Qualitätsmanagement jeweils in einem eigenen Kapitel behandelt. Erste Voraussetzung für die Qualität des Patientencoachings ist eine gute Ausbildung der Coaches, die darüber hinaus über eine persönliche Eignung für diesen Beruf verfügen sollten. Diese Aspekte sind Grundlage der Ausbildungsempfehlungen, die wichtiger Bestandteil dieses Bandes sind. Sie wurden in der DGbV entwickelt. Diese Empfehlungen sehen eine modulare, in der Regel berufsbegleitende Ausbildung von Patientencoaches vor. Sie sollen gleichzeitig als Grundlage für die Zertifizierung nach DGbV-Standard dienen. Als abgestufte Ausbildungsziele werden eine Basisqualifizierung, eine Spezialausbildung und die Möglichkeit eines Bachelor-Studienganges vorgestellt. Letztlich kommt es auf die Ergebnisse beim Patientencoaching an. Um Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der Angebote an Hand von Indikatoren nachweisbar, transparent und vergleichbar zu machen, wurden von der DGbV-Arbeitsgruppe „Patientencoaching“ in multiprofessionellen und interinstitutionellen Experten-Workshops Checklisten entwickelt, die erstmals in diesem Buch veröffentlicht werden. Die Nutzung dieser Instrumente empfiehlt sich nicht nur im Interesse der Patientensicherheit sondern auch im wirtschaftlichen Interesse der Kostenträger. Ein Hinweis soll auch in diesem Band nicht fehlen: Wenn in diesem Buch von „dem Patientencoach“ die Rede ist, so sei darauf hingewiesen, dass dies wegen der besseren Lesbarkeit geschieht. Gemeint sind damit sowohl weibliche als auch männliche Patientencoaches. Danksagung Dieser Band enthält ebenfalls wieder Beiträge zahlreicher Experten mit unterschiedlichen Sichtweisen und Erfahrungen. Diese Vielfalt ist Ausdruck der Differenziertheit unseres Gesundheitswesens, die sich in unserem Werk abbildet. Unser herzlicher Dank als Herausgeber gilt allen Autoren, die mit ihren Beiträgen die verschiedenen Aspekte des Patientencoaches fachkundig dargestellt haben. Unser Dank gilt darüber hinaus unserem Verleger Herrn Peter Stegmaier, der mit Rat und Tat das Erscheinen auch dieses Bandes gefördert hat. Gleichfalls danken wir Herrn Boris Herfurth im Verlag eRelation AG – Content in Health, der uns intensiv bei unserer Arbeit unterstützt hat, sowie Herrn Jueterbock für seine Hilfe bei der Gestaltung von Abbildungen. Schließlich danken wir unseren Sponsoren DeutscheBKK, health-activate, INSIGHT Health, MSD Sharp & Dohme, Pfizer Deutschland, SERVIER Deutschland, zur Rose Pharma, die uns bei der Fertigstellung dieses Buches unterstützt haben. Berlin, im Mai 2012 Dr. John N. Weatherly Dr. Klaus Meyer-Lutterloh Ralf Pourie

Erscheint lt. Verlag 12.6.2012
Sprache deutsch
Maße 170 x 240 mm
Gewicht 680 g
Einbandart Paperback
Themenwelt Medizin / Pharmazie Gesundheitsfachberufe
ISBN-10 3-9814519-2-9 / 3981451929
ISBN-13 978-3-9814519-2-4 / 9783981451924
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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