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Nostalgia - Sehnsucht nach Vergessenem (eBook)

eBook Download: EPUB
2019 | 1. Auflage
480 Seiten
tredition (Verlag)
978-3-7497-5549-3 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Nostalgia - Sehnsucht nach Vergessenem -  Maria Besgans
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Mitten in der Nacht wacht Ben im Krankenhaus auf und ist verwirrt, denn er hat keinerlei Erinnerungen an das, was passiert ist. Als seine aufgebrachten Eltern ihn wieder einmal besuchen, belauscht er ihre Unterhaltung und erfährt dabei, dass er und sein bester Freund Frank seit einem Jahr vermisst werden. Als Ben langsam sein Gedächtnis wiedererlangt, versteht er die Welt nicht mehr, denn das Letzte an was er sich erinnert, stimmt mit der heutigen Zeit nicht überein. Eine Geschichte, die durch die Zeit reist ... über Familie und Freundschaft ... über Liebe und Verrat ... über Abenteuer und Geheimnisse.

Maria Besgans ist im Sommer 1989 in Kasachstan geboren und lebt bereits seit dem sechsten Lebensjahr in Deutschland. Sie wohnt mit ihrem Ehemann an der Nordsee, welcher sie bei all ihren verrückten Einfällen unterstützt. Nicht selten artet es zu einer fantasiereichen Geschichte aus oder einer abenteuerlichen Reise. Maria ist nie eine Leseratte gewesen, doch sie liebt gute Geschichten. Als Kind hat sie Fantasiewelten erschaffen und ihre Freunde in den Bann gezogen, ob sie wollten oder nicht. Auch die Wissenschaft ist vor ihr nicht verschont geblieben. Sie verbindet diese zwei Welten der Realität und Fiktion, um so eine Brücke der Hoffnung zu erschaffen, dass es mehr da draußen gibt, als wir zu sehen und fühlen glauben.

Maria Besgans ist im Sommer 1989 in Kasachstan geboren und lebt bereits seit dem sechsten Lebensjahr in Deutschland. Sie wohnt mit ihrem Ehemann an der Nordsee, welcher sie bei all ihren verrückten Einfällen unterstützt. Nicht selten artet es zu einer fantasiereichen Geschichte aus oder einer abenteuerlichen Reise. Maria ist nie eine Leseratte gewesen, doch sie liebt gute Geschichten. Als Kind hat sie Fantasiewelten erschaffen und ihre Freunde in den Bann gezogen, ob sie wollten oder nicht. Auch die Wissenschaft ist vor ihr nicht verschont geblieben. Sie verbindet diese zwei Welten der Realität und Fiktion, um so eine Brücke der Hoffnung zu erschaffen, dass es mehr da draußen gibt, als wir zu sehen und fühlen glauben.

1

Ben kniff die Augen zusammen. »Mein Kopf, der tut so weh.« Er stöhnte leise vor Schmerz. Nur langsam öffnete er die Augen. »Wo bin ich? Was ist denn passiert?« Er runzelte verstört die Stirn und ließ seinen verwirrten Blick um sich wandern.

Es war Nacht. Nur die Lichtstrahlen des Mondes drangen durch die großen Fenster und erhellten ein wenig seine Umgebung. Erst danach wurde ihm bewusst, dass er sich in einem Zimmer befand.

Sein Blick traf auf zwei Betten, das eine links und das andere rechts von ihm, wie auch ein großer heller Schrank, der sich links von einer Tür befand. Auf einmal bemerkte er, dass an der ihm gegenüberliegenden Wand, weit oben, etwas hing. Er kniff seine Augenlider zusammen, um es besser zu erkennen.

»Ja genau. Es … es ist ein Fernseher! Bin ich etwa im Krankenhaus?«, wurde ihm schnell deutlich und er drehte hastig seinen Kopf hin und her, um nochmals den gesamten Raum zu erfassen. Es überkam ihn ein unwohles Gefühl von Fremdheit, als wäre er falsch an diesem Ort.

Er war durcheinander. Seine Mimik verwandelte sich in Entsetzen. Ben verstand nichts. Noch bevor er sich an den Kopf fassen konnte, bemerkte er plötzlich dunkle Schatten an seinen Unterarmen.

»Was ist das?« Er streckte seine Arme zum Mondlicht, das seine Bettdecke erhellte. »Sind das etwa blaue Flecken?«, stellte er schockiert fest. »Tatsächlich.«

Er schaute auf seine Finger, dabei entdeckte er ein wenig Dreck zwischen seinen kurzen Nägeln. Es verwirrte ihn nur noch mehr. Er hob die Decke an. Ein knielanges Nachthemd umhüllte seinen Körper. Er erkannte die Farbe als hellblau, dann senkte er die Decke wieder.

»Bin ich etwa gestürzt, dass ich mich so verletzt habe?«, fragte er sich. Er stützte seinen Nacken auf das Kissen und versuchte, sich mit aller Kraft zu erinnern, sich erinnern an etwas, was er als Letztes getan hatte und an welchem Ort er in dem Augenblick, wo es geschehen sollte, gewesen war. »Was ist nur passiert? Das verstehe ich nicht«, fragte er sich immer wieder. Doch trotz der Anstrengung hatte er keinerlei Erinnerungen. Es verging eine Weile, doch immer noch tat sich nichts. Bis auf einmal ein Gong ertönte und ihn aus seinen verzweifelten Bemühungen, sich an irgendwas zu erinnern, entriss. Reflexartig horchte er auf.

Darauf folgte ein zweiter Gong. Er beschloss aufzustehen, um nachzuschauen, woher das kommen könnte, doch alles tat ihm weh bei dem Versuch, sich aufzurichten. Er fühlte sich angeschlagen und schwach, als hätte er einen brutalen Kampf hinter sich. Tief und schwer waren seine Atemzüge. Seine Beine zitterten leicht, als seine nackten Füße den kalten Boden berührten. Ein lähmendes Kribbeln zog sich durch seine Zehen. Als seien es fremde Füße, doch der kühlende Boden bereitete ihm zugleich eine wohltuende Entspannung. Er spürte, wie das Blut in seinen Beinen zu zirkulieren begann.

Er stützte sich an der Kommode rechts von ihm ab, dabei versuchte er, den unangenehmen, stechenden Schmerz zu unterdrücken, um nicht gleich zu fallen. Langsam aber hatte er sein Gleichgewicht wiedergefunden und begab sich mit schlurfender Bewegung auf das Fenster zu.

Angekommen lehnte er sich mit den Handflächen auf die kalte Fensterbank aus Marmor und schaute hinaus. »Das … ist doch die Kirche. Zwei Uhr ist es.«

Es war der Gong einer Kirchenuhr, ordnete er zu. Eine, die sich am Marktplatz im Zentrum einer Stadt befand.

Seine Blicke überflogen die Dächer der Häuser sowie die Straßen. Er projizierte in Gedanken den Umriss dieser Stadt. Bis er erkannte, es war seine. Jetzt wusste er ganz genau, in welchem Krankenhaus er sich aufhielt, dem Drakmore-Evans-Hospital. Er war zu Hause in seiner Heimatstadt Downton Hill, England.

Gedankenverloren blickte er hinauf zum hellen, großen Vollmond. »Hmm … wie lange ich wohl hier bin?« Er drehte sich mit dem Rücken zum Fenster und wie hypnotisiert lief er auf die Zimmertür zu. Vorsichtig drückte er den silbernen Türgriff hinunter, zog leise die Tür auf und streckte seinen Kopf hinaus.

Im Flur war es so unerwartet hell, dass Ben sogar die Augen schmerzten. Er blinzelte schnell und presste abwechselnd fest die Lider zusammen, bis sich endlich seine Augen an das grelle Licht gewöhnten.

Links am Ende des Ganges fielen ihm zwei Krankenschwestern auf. Er hielt für einen Moment inne, überlegte, was er jetzt tun wollte. »Soll ich rausgehen und sagen, dass ich wach bin? Hmm … nein, lieber nicht. Die schicken mich garantiert, ohne irgendeine Antwort ins Bett zurück. Die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass der mir zugeteilte Doktor da ist. Ob meine Eltern wissen, dass ich hier bin? Und was passiert ist? Natürlich wissen sie das …«, noch bevor er sich darüber, was passiert sein könnte, den Kopf zerbrechen konnte, gähnte er im selben Augenblick. »Ich denke mal, das kann ich auch morgen regeln. Ich bin viel zu müde, um jetzt noch etwas aufzuklären. Ob ich in einen Unfall geraten bin? Na ja, schließlich lebe ich noch, dann muss es wohl nicht so schlimm gewesen sein«, flüsterte er, dann drückte er leise die Tür wieder zu und schlurfte müde ins Bett zurück.

***

Die Stunden verflogen und mittlerweile war es draußen hell geworden. Auch das Krankenzimmer erstrahlte im neuen Licht und wirkte weitaus freundlicher als in der Nacht zuvor.

Die warmen Sonnenstrahlen verteilten sich auf Bens Gesicht und er wurde nach und nach wach. Als er seine Augen öffnete, sah er direkt auf das große Fenster.

»Da muss wohl jemand schon im Zimmer gewesen sein.« Er bemerkte, dass es auf kipp geöffnet war. Und auf einmal spürte er, wie ein sanfter Windzug der frischen, sommerlichen Luft sein Gesicht streifte. Er sog tief den Duft der grünen Bäume ein und lauschte dem herrlichen Gesang der Vögel. Alles schien so friedlich zu sein, wäre er nur nicht gerade aus ihm immer noch unerklärlichen Gründen im Krankenhaus, mit einigen Kopfschmerzen und Prellungen.

Er musste grübeln, darüber, dass er immer noch keinerlei Erinnerungen hatte. Zugleich machten ihm wieder einmal seine Kopfschmerzen zu schaffen. Eine ganze Weile lag er so da und dachte nach. Darüber, was er in den letzten Tagen gemacht haben könnte. Doch seine Gedanken schweiften ständig zu seinem letzten Traum. Ein Traum, der so prägend und realistisch wirkte.

Auf einmal wurde er seinen Gedanken entrissen, als er Stimmen im Flur hörte. Vor Schreck zog Ben sich die Decke bis zum Nacken hoch, drehte sich wieder zur Fensterseite und tat so, als schliefe er noch.

Plötzlich öffnete sich die Tür. Vorsichtige und zaghafte Schritte, begleitet von leisem Getuschel, näherten sich ihm.

»Er schläft immer noch«, flüsterte eine leise weibliche Stimme. Zärtlich streichelte eine Person über Bens unter der Decke versteckten Füße und mit einem Mal erhörte er ein wimmerndes Schluchzen. Sich umzudrehen traute er sich jedoch nicht.

»Abigail, mach dir bitte keine Sorgen. Wir haben doch unseren Sohn wieder zurück und zum Glück trägt er keine so großen Verletzungen«, beruhigte eine andere, diesmal männliche Stimme, die Person.

Sofort erkannte Ben die Stimmen. »Das sind ja Mum und Dad.« Sein Körper wollte sich sofort zu ihnen umdrehen, doch aus irgendeinem Grund blieb er regungslos weiter liegen. Sein Verstand widersetzte sich, vielleicht war es auch das Gefühl, als hätte er seine Eltern lange nicht mehr gesehen. Also lauschte er weiter.

»Keine großen Verletzungen?« Sie wurde abrupt wütend. »Wie kannst du das sagen? Er war fast ein Jahr verschwunden!« Und wieder musste sie in Tränen ausbrechen, wie schon am Tag zuvor. »Wer weiß, was er sonst für Verletzungen mit sich trägt. Ja, körperlich sieht das vielleicht nicht so schlimm aus, aber was ist mit seinem seelischen Befinden? Wir haben ihn erst seit gestern wieder. Ich kann mir gar nicht vorstellen, was unser Junge durchmachen musste. Und was ist mit …«, übertönte ihr erneutes Schluchzen die nächsten Sätze und Ben konnte nichts mehr verstehen.

»Verzeih Schatz, so meinte ich das nicht. Natürlich mache ich mir ebenfalls große Sorgen. Wären wir nicht zufällig spazieren und an der Brücke am Fluss vorbeigegangen …« Er musste bei dem Gedanken, seinen Sohn nie wieder sehen zu können, schlucken. Dieses Gefühl machte seinen Kummer erneut noch unerträglicher.

Und plötzlich traf es Ben wie ein Blitzschlag, tausend Gedanken schossen ihm in dem Moment durch den Kopf. »Aber natürlich … die Brücke!« Genau dies war das Letzte, an das er sich erinnerte. Dort hatte er sich zuletzt befunden, an der Wheatstone Bridge.

»Christopher, aber wenn Ben wieder aufwacht …« Sie versuchte, Hoffnung zu...

Erscheint lt. Verlag 11.11.2019
Reihe/Serie Die Nostalgia - Reihe
Die Nostalgia - Reihe
Illustrationen Alexander Kopainski
Verlagsort Ahrensburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Kinder- / Jugendbuch Jugendbücher ab 12 Jahre
Schlagworte Abendteuer • Alchemie • Band 1 • Baron • Ben • Bücher • Bücher übers Zeitreisen • Deutschland • England • Familie • Fantasy • Fiction • Fiktion • Frank • Freunde • Freundschaft • Gedächtnisverlust • Geheimnisse • Graf • Intrigen • Jugendbuch • Jugendbücher • Liebesroman • Liebes Roman • Liebesromane • Liebes Romane über Zeitreisen • Love • Lovestory • Magie • Nostalgia • Nostalgia Sehnsucht nach Vergessenem • Nostalgie • Nostalgisch • Paradox • Parallelwelten • Physik • Reim • Reime • Reise • Reisen • Science Fiction • Scifi Roman • Secret • Sehnsucht • timetravel • Untersberg • Vergangenheit • Verlust • Verrat • viktorianisch • Viktorianisches Zeitalter • Wissenschaft • Wurmloch • youngadult • Young Adult • Zauberei • Zeit • Zeitmaschine • Zeitreise • Zeitreise Geschichte • Zeitreisen • Zeitreisende • Zeitreiseroman • Zeitreise Roman • Zukunft
ISBN-10 3-7497-5549-3 / 3749755493
ISBN-13 978-3-7497-5549-3 / 9783749755493
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