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Julius Caesar, Bilingual Editon (English with line numbers and German translation) (eBook)

eBook Download: EPUB
2018
791 Seiten
Seltzer Books (Verlag)
978-1-4554-2634-8 (ISBN)

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Julius Caesar, Bilingual Editon (English with line numbers and German translation) -  William Shakespeare
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The Shakespeare tragedy, in English with line numbers and translated to German by August Wilhelm von Schlegel. According to Wikipedia: 'The ghost of Caesar taunts Brutus about his imminent defeat. (Copperplate engraving by Edward Scriven from a painting by Richard Westall: London, 1802.) The Tragedy of Julius Caesar, also known simply as Julius Caesar, is a tragedy by William Shakespeare, believed to have been written in 1599. It portrays the 44 BC conspiracy against the Roman dictator Julius Caesar, his assassination and the defeat of the conspirators at the Battle of Philippi. It is one of several Roman plays that Shakespeare wrote, based on true events from Roman history, which also include Coriolanus and Antony and Cleopatra.'
The Shakespeare tragedy, in English with line numbers and translated to German by August Wilhelm von Schlegel. According to Wikipedia: "The ghost of Caesar taunts Brutus about his imminent defeat. (Copperplate engraving by Edward Scriven from a painting by Richard Westall: London, 1802.) The Tragedy of Julius Caesar, also known simply as Julius Caesar, is a tragedy by William Shakespeare, believed to have been written in 1599. It portrays the 44 BC conspiracy against the Roman dictator Julius Caesar, his assassination and the defeat of the conspirators at the Battle of Philippi. It is one of several Roman plays that Shakespeare wrote, based on true events from Roman history, which also include Coriolanus and Antony and Cleopatra."

JULIUS CAESAR VON WILLIAM SHAKESPEARE, UEBERSETZT VON AUGUST WILHELM VON SCHLEGEL


 

Personen:

 

Erster Aufzug

Erste Szene Rom.  Eine Strasse

Zweite Szene Ein oeffentlicher Platz

Dritte Szene Eine Strasse.  Ungewitter

 

Zweiter Aufzug

Erste Szene Rom.  Der Garten des Brutus

Zweite Szene Ein Zimmer in Caesars Palaste

Dritte Szene Eine Strasse nahe beim Kapitol

 

Dritter Aufzug

Erste Szene Das Kapitol.  Sitzung des Senats

Zweite Szene Das Forum

Dritte Szene Eine Strasse

 

Vierter Aufzug

Erste Szene Rom.  Ein Zimmer des Antonius

Zweite Szene Vor Brutus' Zelte im Lager nahe bei Sardes

Dritte Szene Im Zelte des Brutus

 

Fuenfter Aufzug

Erste Szene Die Ebene von Philippi

Zweite Szene Das Schlachtfeld

Dritte Szene Ein andrer Teil des Schlachtfeldes

Vierte Szene Ein andrer Teil des Schlachtfeldes

Fuenfte Szene Ein andrer Teil des Schlachtfeldes

 

Personen:


 

Julius Caesar

 

Octavius Caesar, Marcus Antonius und M.  Aemilius Lepidus, Triumvirn nach dem Tode des Julius Caesar

 

Cicero, Publius und Popilius Lena, Senatoren

 

Marcus Brutus, Cassius, Casca, Trebonius, Ligarius, Decius Brutus, Metellus Cimber und Cinna, Verschworene gegen Julius Caesar

 

Flavius und Marullus, Tribunen

 

Artemidorus, ein Sophist von Knidos

 

Ein Wahrsager

 

Cinna, ein Poet

 

Ein anderer Poet

 

Lucilius, Titinius, Messala, Der junge Cato und Volumnius, Freunde des Brutus und Cassius

 

Varro, Clitus, Claudius, Strato, Lucius und Dardanius, Diener des Brutus

 

Pindarus, Diener des Cassius

 

Calpurnia, Gemahlin der Caesar

 

Portia, Gemahlin des Brutus

 

Senatoren, Buerger, Wache, Gefolge usw.

 

Die Szene ist einen grossen Teil des Stuecks hindurch zu Rom, nachher zu Sardes und bei Philippi

 

 Erster Aufzug


 

Erste Szene Rom.  Eine Strasse


 

Flavius, Marullus und ein Haufe von Buergern

 

Flavius. Packt euch nach Haus, ihr Tagediebe!  fort! Ist dies ein Feiertag!  Was?  wisst ihr nicht, Dass ihr als Handwerksleut an Werkeltagen Nicht ohn ein Zeichen der Hantierung duerft Umhergehn?--Welch' Gewerbe treibst du?  sprich!

 

Erster Buerger. Nun, Herr, ich bin ein Zimmermann.

 

Marullus. Wo ist dein ledern Schurzfell und dein Mass? Was machst du hier in deinen Sonntagskleidern?-- Ihr, Freund, was treibt Ihr?

 

Zweiter Buerger. Die Wahrheit zu gestehn, Herr, gegen einen feinen Arbeiter gehalten, mache ich nur, sozusagen, Flickwerk.

 

Marullus. Doch welch Gewerb?  Antworte gradezu.

 

Zweiter Buerger. Ein Gewerbe, Herr, das ich mit gutem Gewissen treiben kann, wie ich hoffe.  Es besteht darin, einen schlechten Wandel zu verbessern.

 

Marullus. Welch ein Gewerb, du Schuft?  welch ein Gewerb?

 

Zweiter Buerger. Nein, ich bitte Euch, Herr, lasst Euch die Geduld nicht reissen. Wenn aber ja was reisst, so gebt Euch nur in meine Hand.

 

Marullus. Was meinst du damit?  Mich in deine Hand geben, du naseweiser Bursch?

 

Zweiter Buerger. Nun ja, Herr, damit ich Euch flicken kann.

 

Flavius. Du bist ein Schuhflicker, nicht wahr?

 

Zweiter Buerger. Im Ernst, Herr, ich bin ein Wundarzt fuer alte Schuhe: wenn's gefaehrlich mit ihnen steht, so mache ich sie wieder heil.  So huebsche Leute, als jemals auf Rindsleder getreten, sind auf meiner Haende Werk einhergegangen.

 

Flavius. Doch warum bist du in der Werkstatt nicht? Was fuehrst du diese Leute durch die Gassen?

 

Zweiter Buerger. Meiner Treu, Herr, um ihre Schuhe abzunutzen, damit ich wieder Arbeit kriege.  Doch im Ernst, Herr, wir machen Feiertag, um den Caesar zu sehen und uns ueber seinen Triumph zu freuen.

 

Marullus. Warum euch freun?  Was hat er wohl erobert? Was fuer Besiegte fuehrt er heim nach Rom Und fesselt sie zur Zier an seinen Wagen? Ihr Bloeck'!  ihr Steine!  schlimmer als gefuehllos! O harte Herzen!  arge Maenner Roms! Habt ihr Pompejus nicht gekannt?  Wie oft Stiegt ihr hinan auf Mauern und auf Zinnen, Auf Tuerme, Fenster, ja auf Feueressen, Die Kinder auf dem Arm, und sasset da Den lieben langen Tag, geduldig wartend, Bis durch die Strassen Roms Pompejus zoege? Und saht ihr seinen Wagen nur von fern, Erhobt ihr nicht ein allgemeines Jauchzen, So dass die Tiber bebt' in ihrem Bett, Wenn sie des Laermes Widerhall vernahm An ihren hohlen Ufern? Und legt ihr nun die Feierkleider an? Und spart ihr nun euch einen Festtag aus? Und streut ihr nun ihm Blumen auf den Weg, Der siegprangt ueber des Pompejus Blut? Hinweg! In eure Haeuser lauft, fallt auf die Knie Und fleht die Goetter an, die Not zu wenden, Die ueber diesen Undank kommen muss!

 

Flavius. Geht, geht, ihr guten Buerger!  und versammelt Fuer dies Vergehen eure armen Brueder; Fuehrt sie zur Tiber, weinet eure Traenen Ins Flussbett, bis ihr Strom, wo er am flachsten, Die hoechsten ihrer Uferhoehen kuesst.     (Die Buerger ab.) Sieh, wie die Schlacken ihres Innern schmelzen! Sie schwinden weg, verstummt in ihrer Schuld. Geht Ihr den Weg, hinab zum Kapitol; Hierhin will ich.  Entkleidet dort die Bilder, Seht Ihr mit Ehrenzeichen sie geschmueckt.

 

Marullus. Ist das erlaubt? Ihr wisst, es ist das Luperkalienfest.

 

Flavius. Es tut nichts: lasst mit den Trophaeen Caesars Kein Bild behaengt sein.  Ich will nun umher Und will den Poebel von den Gassen treiben. Das tut auch Ihr, wo Ihr gedraengt sie seht. Dies wachsende Gefieder, ausgerupft Der Schwinge Caesars, wird den Flug ihm hemmen, Der, ueber Menschenblicke hoch hinaus, Uns alle sonst in knechtscher Furcht erhielte.  (Beide ab.)

 

Zweite Szene Ein oeffentlicher Platz


 

In einem feierlichen Aufzuge mit Musik kommen Caesar, Antonius, zum Wettlauf geruestet, Calpurnia, Portia, Decius, Cicero, Brutus, Cassius und Casca; hinter ihnen ein grosses Gedraenge, darunter ein Wahrsager

 

Caesar. Calpurnia!

 

Casca. Still da!  Caesar spricht.

 

(Die Musik haelt inne.)

 

Caesar. Calpurnia!

 

Calpurnia. Hier, mein Gemahl!

 

Caesar. Stellt dem Antonius grad Euch in den Weg Wenn er zur Wette laeuft.--Antonius!

 

Antonius. Erlauchter Caesar?

 

Caesar. Vergesst, Antonius, nicht, in Eurer Eil Calpurnia zu beruehren; denn es ist Ein alter Glaube, unfruchtbare Weiber, Beruehrt bei diesem heilgen Wettelauf, Entladen sich des Fluchs.

 

Antonius. Ich werd es merken. Wenn Caesar sagt: "Tu das", so ist's vollbracht.

 

Caesar. Beginnt; lasst nichts von den Gebraeuchen aus.

 

(Musik.)

 

Wahrsager. Caesar!

 

Caesar. He, wer ruft?

 

Casca. Es schweige jeder Laerm: noch einmal, still!

 

(Die Musik haelt inne.)

 

Caesar. Wer ist es im Gedraeng, der mich begehrt? Durch die Musik dringt gellend eine Stimme, Die "Caesar!" ruft.  Spricht Caesar neigt sein Ohr.

 

Wahrsager. Nimm, vor des Maerzen Idus dich in acht.

 

Caesar. Wer ist der Mann?

 

Brutus. Ein Wahrsager; er warnt Euch vor des Maerzen Idus.

 

Caesar. Fuehrt ihn mir vor, lasst sein Gesicht mich sehn.

 

Casca. Komm aus dem Haufen, Mensch; tritt vor den Caesar.

 

Caesar. Was sagst du nun zu mir?  Sprich noch einmal.

 

Wahrsager. Nimm vor des Maerzen Idus dich in acht.

 

Caesar. Er ist ein Traeumer; lasst ihn gehn, und kommt.

 

(Ein Marsch.  Alle bis auf Brutus und Cassius gehn ab.)

 

Cassius. Wollt Ihr den Hergang bei dem Wettlauf sehn?

 

Brutus. Ich nicht.

 

Cassius. Ich bitt Euch, tut's.

 

Brutus. Ich hab am Spiel nicht Lust, mir fehlt ein Teil Vom muntern Geiste des Antonius; Doch muss ich Euch in Eurem Wunsch nicht hindern. Ich lass Euch, Cassius.

 

Cassius. Brutus, seit kurzem geb ich acht auf Euch; Ich find in Eurem Blick die Freundlichkeit, Die Liebe nicht, an die Ihr mich gewoehnt. Zu unwirsch und zu fremd begegnet Ihr Dem Freunde, der Euch liebt.

 

Brutus. Mein Cassius, Betruegt Euch nicht.  Hab ich den Blick verschleiert, So kehrt die Unruh meiner Mienen sich Nur gegen mich allein.  Seit kurzem quaelen Mich Regungen von streitender Natur, Gedanken,...

Erscheint lt. Verlag 1.3.2018
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Lyrik / Dramatik Dramatik / Theater
ISBN-10 1-4554-2634-2 / 1455426342
ISBN-13 978-1-4554-2634-8 / 9781455426348
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