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Ausgewählte Werke:. »Ich schicke meinen Schatten voraus«

Band 1: Prosa

(Autor)

Ilma Rakusa (Herausgeber)

Buch | Hardcover
729 Seiten
2018
Suhrkamp (Verlag)
978-3-518-42806-1 (ISBN)
CHF 66,90 inkl. MwSt

Marina Zwetajewa, neben Anna Achmatowa die bedeutendste russische Dichterin des 20. Jahrhunderts, war auch in ihrer Prosa unverkennbar Lyrikerin. Ob sie, wie in ihrer Tagebuchprosa, das Chaos der Revolutions- und Bürgerkriegsjahre schildert oder in ihren autobiographischen Erzählungen die verlorenenen Kindheitsparadiese aufruft, immer ist die Sprache - assoziativ, lyrisch, intensiv - die eigentliche Protagonistin.

Der Band versammelt Texte unterschiedlicher Lebensphasen: Die Moskauer Aufzeichnungen aus den Jahren 1917-1921 geben Zeugnis von den Revolutions- und Kriegswirren. »Über Deutschland« entwirft das Idealbild von einem Ort des Geistes, das während der Jahre ihrer Emigration rasch zerfallen wird. 1933, in der Not des Exils, beginnt Zwetajewa, sich in autobiographischen Erzählungen ihrer frühesten Erfahrungen zu versichern: behütete, doch unruhige erste Lebensjahre mit Stationen in Freiburg, Nervi und Lausanne, die überschattet waren vom frühen Tod der Mutter. Die »Erzählung von Sonetschka« vergegenwärtigt ihre Liebe zu der Schauspielerin Sofia Gollidej.

Mit der vorliegenden Auswahl gilt es die Prosa einer der größten europäischen Dichterinnen der Moderne neu zu entdecken, deren Leidenschaft und Dringlichkeit man sich kaum entziehen kann.

Marina Zwetajewa, 1892 in Moskau geboren, ging 1922 in die Emigration, lebte in Berlin, Paris und Prag und kehrte 1939 in die Sowjetunion zurück. 1941 nahm sie sich in Jelabuga das Leben.

Geboren am 2.1.1946 in Rimavská Sobota (Slowakei) als Tochter einer Ungarin und eines Slowenen. Kindheit in Budapest, Ljubljana und Triest. Volksschule und Gymnasium in Zürich, 1964 Abitur. 1965-1971 Studium der Slawistik und Romanistik in Zürich, Paris und St. Petersburg. 1971 Promotion (Dissertation: Studien zum Motiv der Einsamkeit in der russischen Literatur, Herbert Lang Verlag, Bern 1973). 1971-1977 Assistentin am Slawistischen Institut der Universität Zürich. Seit 1977 Lehrbeauftragte der Universität Zürich. Außerdem Schriftstellerin, Übersetzerin und Publizistin (Neue Zürcher Zeitung, DIE ZEIT). Ilma Rakusa ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (Darmstadt). Sie lebt in Zürich.

Elke Erb, geboren 1938 in Rheinbach bei Bonn, war Lektorin, Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie war Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste und wurde im Mai 2012 als Mitglied in die Akademie der Künste in Berlin berufen. Elke Erb ist am 22. Januar 2024 in Berlin verstorben.

Tagebuchprosa 1917-1921
Oktober im Waggon
Freie Fahrt
Meine Arbeitsstellen
Der Tod Stachowitschs
Dachbodennotizen
Über Liebe
Über Dankbarkeit
Auszüge aus dem Buch »Irdische Zeichen«
Aus dem Tagebuch
Über Deutschland
Erzählung von Sonetschka
Der Efeuturm
Das Museum Alexanders III.
Mutter und die Musik
Der Teufel
Die Geißlerinnen
Das Haus beim Alten Pimen
Mein Puschkin
Der Bräutigam
Der Chinese
Die Lebensversicherung
Ilma Rakusa: »Die Prosa eines Dichters ist anders als die Prosa eines Prosaikers« - Marina Zwetajewas autobiographisches Werk

»Kein Poem, sondern scharfe Beobachtung und zugleich inneres Zwiegespräch ist, was Zwetajewa aus den Anfängen des Sowjetkommunismus in ihrem Tagebuch festhält.« Bernhard Schulz Der Tagesspiegel 20180812

»Kein Poem, sondern scharfe Beobachtung und zugleich inneres Zwiegespräch ist, was Zwetajewa aus den Anfängen des Sowjetkommunismus in ihrem Tagebuch festhält.«

»Mit ihrer schieren Sprachgewalt hat sie in Prosa und Poesie ästhetische Maßstäbe gesetzt, die bis heute gelten.«

»Ihre kraftvolle, sich gegen Regeln und Konventionen sperrende Sprache intensiviert alles, was sie aufschreibt.«

»Marina Zwetajewa hat nicht Handlung im Blick, sondern das Geschehen, nicht Tun, sondern das Sein. Sie erfasst Menschen mit ihren Worten im Kern ihres Wesens.«

»Eine Perle für Literaturfreunde ist die Werkausgabe Marina Zwetajewas, obendrein aufwendig gestaltet und gründlich kommentiert.«

»Dieses Buch ist ein Hochgenuss. Waren die Schreibhefte so etwas wie ein vollmundiger, alle Geister weckender Aperitif, der Hunger auf mehr machte, so wird dieser Hunger jetzt mit einem erstaunlich üppigen und vielseitigen Prosa-Menü gestillt.«

»Ein Glanzstück für Literaturfreunde ... . Der vorliegende Band legt ein leidenschaftliches Zeugnis von Zwetajewas starker Prosa ab.«

Erscheinungsdatum
Reihe/Serie Gesammelte Werke
Übersetzer Elke Erb, Ilma Rakusa, Margarete Schubert, Marie-Luise Bott, Hilde Angarowa
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Original-Titel Ausgewählte Werke I
Maße 140 x 214 mm
Gewicht 762 g
Themenwelt Literatur Klassiker / Moderne Klassiker
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Ausgewählte Werke I deutsch • Bürgerkrieg • Dichterin • Emigration • Exil • Georg-Büchner-Preis 2020 • Johann-Heinrich-Merck-Preis 2025 • Kindheit • Kleist-Preis 2019 • Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Anerkennungspreis 1998 • Literarische Auszeichnung der Stadt Zürich 2023 • Literatur • Moskau • Osteuropa • Revolution • Russische Revolution
ISBN-10 3-518-42806-3 / 3518428063
ISBN-13 978-3-518-42806-1 / 9783518428061
Zustand Neuware
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