Onlinemarketing für Bands (eBook)
102 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-7597-1929-4 (ISBN)
Florian Schnabl ist seit seinem 5. Lebensjahr begeisterter Drummer. Er durfte in vielen Musikformationen und unterschiedlichsten Genres spielen und tritt seit einigen Jahren mit seiner Band "Groovy Impact" in Österreich auf. Durch entsprechende Studiengänge, Organisation einer Vielzahl von Events sowie der Erfahrung aus 30 Jahren Bühnenauftritte entstand ein breites Wissensspektrum, welches mit diesem Buch eine kleine Hilfestellung für alle Musiker*innen geben sollte, um der großen, weiten Welt die Künste näherzubringen und hoffentlich viele "Gigs" damit organisiert werden können.
2 Live-Musik und ihre Geschichte
2.1 Was ist Live-Musik
„Music is sound, and sound by its nature is impermanent. What remains of the music from past eras are its historical traces, which we can divide into four main types: (1) physical remains such as musical instruments and performing spaces; (2) visual images of musicians, instruments and performances; (3) writings about music and musicians; and (4) music itself, preserved in notation, through oral tradition, or (since the 1890s) in recordings.” (Burkholder, 2010, S. 5)
Lange hatte der Autor nach einer passenden Definition für Musik und Live-Musik gesucht und das genannte Zitat aus dem Buch „A history of western music“, welches seit 1960 im Schnitt alle 10 Jahre erneuert wird, beschreibt für den Autor dieser Arbeit am prägnantesten das Wort Musik, und unter Punkt (2) am einfachsten den Typus Live Musik.
2.2 Grober Einblick in die Geschichte der Musik und Live-Musik
Live-Musik wird unter anderem durch Instrumente definiert. Basierend darauf werden die frühesten Formen bis in das Steinzeitalter geschätzt. In dieser Zeit bohrten die Menschen fingergroße Löcher in Tierknochen, um daraus Flöten und Pfeifen zu erschaffen. Die älteste bisher gefundene Flöte stammt aus Deutschland und wird mit ca. 36.800 vor Christus geschätzt. Wirklich relevante Aufzeichnungen sind erst ab ca. 2.500 vor Christus zu finden. In den Ländern des heutigen Nahen und Mittleren Osten sind die Kulturen entsprechend fortschrittlich entwickelt, um hauptsächlich auf Instrumenten wie Lauten und Flöten Stücke zu spielen. Dieses Spielen war meist Herrschern und Priestern vorbehalten. Es war ebenfalls ein Priester Namens Enheduanna, der die ersten Kompositionen, vorerst nur in Form von Worten, entwickelte. In Indien und China werden zeitgleich ähnliche Entwicklungen angenommen. Die Definition von Live-Musik, geprägt durch reale Musiker*innen ist auch in dieser Zeit zum ersten Mal zu finden, wenn Musiker*innen Festlichkeiten mit Musik begleiteten. Ungefähr 1.800 vor Christus werden in der irakischen Stadt Babylon die ersten Noten niedergeschrieben und die rein vokabulare Wiedergabe. Die heute westliche Musik basiert vor allem auf den Grundlagen der griechischen Hochkultur. Das Wort „Melodie“ entstammt dem griechischen „melos“, welches wiederum der Begriff für aufführende Musik in dieser Zeit war. (Burchholder, 2010, S. 5ff)
Über Priester, Gelehrte und Kirchen wurde die Musik und Ihre Instrumente in den nächsten Jahrhunderten weiterentwickelt. Live-Musik-Bands waren in dieser Zeit zwei- und mehrstimmige Chöre, welche heutzutage noch von Kirchenchören zu hören sind. Es war auch diese Kirchenmusik, die wiederum die Grundlage für die heute als „Klassische Musik“ bekannte Musikform bildete. Bis zum 18. Jahrhundert wurde die Musik schwerpunktmäßig live gesungen. Mit dem Aufkommen der klassischen Musik, vertreten vor allem durch die Protagonisten Haydn, Mozart und Beethoven, rückt auch die Instrumentalmusik wieder mehr in den Vordergrund. Live-Musik war geprägt von unterschiedlichsten Instrumentalarten des Pianos und Live-Musik-Bands waren damals diverse Streichinstrument Formationen mit Piano. Man spricht eher von privaten Auftritten und Kammermusik. Im darauffolgenden Jahrhundert wurden auch neue Blasinstrumente wie das Horn und die Trompete entwickelt. (Keil, 2018, S. 162ff)
Im 19. Jahrhundert fällt der große Startschuss für öffentliche Konzerte. Es entstehen viele neue Chöre sowie Orchester. Instrumentalvirtuosen verlassen ihre privaten Räume für öffentliche Aufführungen. Daraus entspringen die großen philharmonischen Orchester in London, New York oder Wien. Die Profession des Musikers wird erstmalig ein Vollzeitjob. Es wurde absichtlich die Profession des Musikers geschrieben, weil die Frauen in dieser Zeit noch weniger Rechte hatten als heutzutage. Musikerinnen wie Clara Schuhmann oder Fanny Hensel bildeten hier eher die Ausnahme. Neben den großen philharmonischen Orchestern formierten sich kleinere und flexiblere Blasorchester und Blaskapellen, die bei unterschiedlichsten kleinen und großen Festen als Live-Musik-Bands auftraten. Das Militär entwickelte professionelle Blasorchester und Privatpersonen vereinten sich in Ortschaften zu Blaskapellen. (Burkholder, 2010, S. 619ff)
In unserer heutigen Zeit können wir nach wir vor Live-Musik-Bands der gerade beschriebenen Formationen genießen, doch um eine weitere Facette der heutigen Live-Musik-Bands näher betrachten zu können, ist der afrikanische Kontinent wichtig. Es geht bis in das 7. Jahrhundert nach Christus zurück, um erste Aufzeichnungen über Musik auf afrikanischen Boden zu finden. Ähnlich wie in Europa wird dort von „vokabularer Musik“ berichtet. Durch Erkundungsfahrten europäischer Schiffsreisender, wie zum Beispiel Vasco da Gama im 15. und 16. Jahrhundert, wurde mehr über afrikanische Musik bekannt. (Carl, 2004, S. 2ff)
Der Eintritt europäischer Herrscher in Afrika führte im Laufe der Zeit auch zu negativen Entwicklungen, wie die Versklavung der afrikanischen Bevölkerung. Durch weitere Entdeckungen im Westen, wurde zunehmend Land im heutigen Nord- und Südamerika entdeckt und bereits im 17. Jahrhundert wurden Sklaven und damit deren Musik zuerst nach Europa und dann nach Amerika exportiert. Zeitgleich wanderten viele Menschen des europäischen Kontinents mit Ihrer Musik nach Amerika aus. Diese Ereignisse sind wesentlich für die Entwicklung neuer Musikrichtungen, die in vielen Formen der heutigen Live-Musik-Bands zu finden sind. (Meissner, 2008, S. 34ff)
Durch die Vermischung von westlicher und afrikanischer Musik entstanden neue Stilrichtung, wie der Ragtime und der frühe Jazz. Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden neue Live-Musik-Band Formationen aus Instrumenten der europäischen, klassischen und der afrikanischen Musik, die sogenannten Marching Bands, geschaffen. Der geographische Raum um die U.S. amerikanische Stadt New Orleans und an den Ufern des Flusses Mississippi prägt die Entstehung des heutigen Jazz, der rund um das Jahr 1920 datiert wird. (Kampmann, 2016, S. 5ff)
Mit dem Jazz kamen auch der Blues und der Swing. Neue Live-Musik-Band Formationen bestanden aus Sänger*innen mit Ihren Blasinstrumenten, Piano, Drum Sets. Der Klang und der Rhythmus der Musik entfernte sich zunehmend von den klassischen und afrikanischen Urväterklängen. Durch die zunehmende technische Entwicklung wurden neue Möglichkeiten geschaffen. Neue Errungenschaften waren Musik aufzunehmen, Lautstärken zu verändern und Musikinstrumente durch elektronische Impulse zu verstärken und zu imitieren. (Burkholder, 2010, S. 864ff)
Daraus entstand die Popmusik, die bei uns derzeit viele Live-Musik-Bands als Rahmenprogramm für deren Repertoire nutzen. Hierfür fand der Autor dieser Arbeit eine spannende Definition, welche vorherige Entwicklungen gut zusammenfasst: „Popularmusik ist eine spezifisch eigenständige Musikkultur auf der Grundlage industrieller Produktion und Distribution. Ihre sozialen und psychologischen Funktionen sind bestimmt durch die emotionalen und körperlichen Bedürfnisse, die in verstärktem Maße durch die rationalisierte Lebens- und Arbeitsform in der industrialisierten Gesellschaft erzeugt werden. Ihre Ästhetik wird bestimmt durch die Bedingungen und Möglichkeiten der Massenkommunikationsmittel, ihre Semantik erwächst aus den Topoi moderner Mythologien, ihre Struktur aus der Akkulturation von ethnischen (insbesondere der afroamerikanischen) mit popularisierten oder trivialen europäischen Musiktraditionen“. (Flender, 1989, S. 17)
2.3 Live-Musik heute
Live-Musik findet man heute in verschiedensten Formen. Der meiste Umsatz wird von Popmusik Stars durch Konzerte in Folge von weltweiten Konzerttourneen erwirtschaftet.
Wie in der Abbildung (Abbildung 2.1: Die Top 10 der erfolgreichsten Musiktourneen weltweit nach Umsatz, in Millionen US Dollar, im Jahr 2023 (Quelle: Statista, 2024) zu sehen ist, erwirtschaften englischsprachige Künstler*innen den meisten Umsatz. Taylor Swift war mit mehr als einer Milliarde Dollar mit Abstand die wirtschaftlich, erfolgreichste Live-Musikerin. Ebenfalls beeindruckend ist zu sehen, dass Bruce Springsteen in den Top 10 landet, und das obwohl er seit Jahrzehnten in der Musikindustrie mitmischt.
Abbildung 2-1: „Die Top 10 der erfolgreichsten Musiktourneen weltweit nach Umsatz, in Millionen US Dollar, im Jahr 2023“.
Quelle: Statista (2024). Abgerufen von https://de.statista.com/statistik/daten/studie/219810/umfrage/die-zwanzig-erfolgreichsten-musiktourneen-weltweit/ am 03.01.2024. Die Abbildung wurde in unveränderter Form übernommen.
Diese Konzerte sind heutzutage ein Zusammenspiel aus vielen Musiker*innen mit noch mehr Technik. Showelemente sollen den Besucher*innen unvergessliche Abende bieten. Konzerte im kleineren Rahmen mit eingeschränkten Showelementen werden eher von unbekannteren Live-Musik-Bands anderer Stilrichtungen angeboten. Hier unterscheidet der Autor drei Live-Musik-Bands-Kategorien:
2.3.1 Unplugged
Die Definition von Unplugged bedeutet „nicht eingesteckt oder ausgesteckt“. Es wird Musik ohne jede...
| Erscheint lt. Verlag | 4.11.2024 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Musik |
| Schlagworte | Bandsuche • Die richtige Website für Bands • Online Marketing • Social Media für Bands • Vermarktung von Bands |
| ISBN-10 | 3-7597-1929-5 / 3759719295 |
| ISBN-13 | 978-3-7597-1929-4 / 9783759719294 |
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