Eine Fotografie
Waxmann (Verlag)
978-3-8309-3664-0 (ISBN)
Die Kommission Fotografie der dgv widmete sich mit ihrem Kooperationspartner, den Staatlichen Museen zu Berlin, dem Blick und der Analyse einzelner Fotografien. Dem Ziel, Licht in das Dunkel jener Bilder zu bringen, über die außer der visuellen Information keine weiteren Daten und Fakten überliefert sind, konnte mit den Beiträgen ein Stück näher gekommen werden.
Jeder kennt das Gefühl: Man entdeckt auf einem Flohmarkt ein altes Fotoalbum mit zauberhaften Fotografien, aber ohne irgendwelche schriftlichen Hinweise auf die abgebildeten Personen, Gegenstände oder Situationen. Forschungspraktisch gesehen, so die unter Historikern nach wie vor verbreitete Meinung, seien die Bilder damit wertlos: Kein Kontext - folglich auch keine nach wissenschaftlichen Kriterien verwertbare Quelle. Doch stimmt das wirklich? Gibt es nicht doch Möglichkeiten, mit Fotografien zu arbeiten, etwas aus ihnen herauszulesen, obgleich eigentlich keinerlei Informationen zur Bildquelle erkennbar sind?
Die Kommission Fotografie der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde widmete sich mit ihrem Kooperationspartner, den Staatlichen Museen zu Berlin, in der 8. Tagung unter dem Thema "Eine Fotografie. Über die transdisziplinären Möglichkeiten der Bildforschung" dem Blick und der Analyse einzelner Fotografien. Dem Ziel, Licht in das Dunkel jener Bilder zu bringen, über die außer der visuellen Information keine weiteren Daten und Fakten überliefert sind, konnte mit den Beiträgen ein Stück näher gekommen werden.
Irene Ziehe, Dr., geb. in Potsdam. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin. Studium der Ethnographie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Arbeit an verschiedenen Museen und Institutionen. Seit 1989 am Museum für Volkskunde, heute Museum Europäischer Kulturen, Kuratorin u.a. der Fotografischen Sammlungen. Arbeitsschwerpunkte: Fotogeschichte, speziell ethnographisch/ethnologische sowie Amateur- und private Fotografie. Lebt in Berlin.
Ulrich Hägele, Dr., geb. 1958 in Stuttgart. Studium der Empirischen Kulturwissenschaft und Kunstgeschichte in Tübingen. Museumsarbeit und Ausbildung zum Redakteur beim SWR. Seit 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Neuphilologischen Seminar, Abteilung Medienwissenschaften der Universität Tübingen. Außerdem freiberuflich tätig als Ausstellungsmacher, Autor, Dozent und Uni-Coach. Forschungsschwerpunkte: Visuelle Kultur und Medien, Geschichte der Fotografie, Jugendkultur, Architektur und Denkmalpflege. Lebt in Tübingen. www.unicoaching.de
Karin Bürkert, Dr. phil., ist Akademische Rätin am Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen. Sie erforscht Prozesse der Inwertsetzung von Kunst und Kultur im ruralen und urbanen Raum. 2014 wurde sie im Fach Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie an der Georg-August-Universität Göttingen mit einer wissens- und fachgeschichtlichen Arbeit promoviert. Ihre Forschungsinteressen liegen außerdem in der visuellen und materiellen Kulturforschung sowie in der Analyse regionaler und populärer Alltags- und Festpraxis.
Stefanie Klamm ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im BMBF-Projekt „Fotografien als (Forschungs-)Objekte in Archäologie, Ethnologie und Kunstgeschichte“ in der Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin; Co-Kuratorin der Ausstellung „Fotografie im Ersten Weltkrieg“ der Sammlung Fotografie. Dissertation zur Geschichte archäologischer Visualisierung („Bilder des Vergangenen. Strategien archäologischer Visualisierung im 19. Jahrhundert“) am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin und am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin. Forschungsschwerpunkte und -interessen: Geschichte visueller Medien (Fotografie, Zeichnung), visuelle Praktiken in den Wissenschaften, materielle Kulturen der Natur- und Geisteswissenschaft en, Museums- und Sammlungsgeschichte, Geschichte archäologischer Praktiken.
Andreas Seim M.A. Studium der Europäischen Ethnologie, Kunstgeschichte, Polnischen Sprache und Literatur in Marburg/Lahn; Schwerpunkte: Sachkultur des 19. und 20. Jahrhunderts; Kleidungsforschung, Folklorismus; Migration, religiöse und touristische Realia. Mitarbeiter des Referats Volkskunde im Badischen Landesmuseum Karlsruhe und dem Deutschen Musikautomaten-Museum Bruchsal.
Das vorgelegte Konvolut der Tagungsbeiträge ist gleichsam ein "Markt der Blicke" mit einer großen disziplinären und bildpraktischen Skalierung und einer angenehm neugierig machenden Offenheit gegenüber Nicht-Wissen und Fragen, die aus dem bekannten Diktum Roland Barthes', dem "Es ist so gewesen" der Fotografie ein "Je ne sais quoi" werden lässt, ein "es könnte so, aber auch anders gewesen sein" einer Fotografie. [...] Die zahlreichen Abbildungen, die den Verfassern Ausgangspunkte ihrer Betrachtungen sind, sind überdurchschnittlich hochwertig, selbst bei älteren Vorlagen beeindruckend scharf. Nic Leonhardt, auf: H-Soz-Kult
Das vorgelegte Konvolut der Tagungsbeiträge ist gleichsam ein "Markt der Blicke" mit einer großen disziplinären und bildpraktischen Skalierung und einer angenehm neugierig machenden Offenheit gegenüber Nicht‐Wissen und Fragen, die aus dem bekannten Diktum Roland Barthes', dem "Es ist so gewesen" der Fotografie ein "Je ne sais quoi" werden lässt, ein "es könnte so, aber auch anders gewesen sein" einer Fotografie. [...] Die zahlreichen Abbildungen, die den Verfassern Ausgangspunkte ihrer Betrachtungen sind, sind überdurchschnittlich hochwertig, selbst bei älteren Vorlagen beeindruckend scharf.
Insgesamt machen die Internationalität, Multiperspektivität und Interdisziplinarität des Werkes dieses zu einer guten Grundlage für zukünftige Forschungsvorhaben. Andererseits kann es zudem als Ausgangspunkt für die Entwicklung neuer Bildanalyse- und Auswertungsverfahren im privatwirtschaftlichen Kontext fungieren. Insofern ist der Tagungsband sowohl für die Forschung als auch für jene Leserschaft, die in Bildagenturen, freiberuflich oder in Bibliotheken tätig ist, gleichermaßen interessant.
| Erscheinungsdatum | 09.08.2017 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Visuelle Kultur. Studien und Materialien ; 12 |
| Co-Autor | Thomas Abel, Julia Bärnighausen, Karin Bürkert, Angelika Friederici, Johannes Großewinkelmann, Norbert Haase, Christiane Hoth, Andrea Hurton, Stefanie Klamm, Olli Kleemola, Franziska Kunze, Agnes Matthias, Elmar Mauch, Silke Müller, Ingo Niebel, Martin Radermacher, Stephan Sagurna, Daniel Samanns, Franka Schneider, Karl-Robert Schütze, Andreas Seim, Thomas Tunsch, Michalis Valaouris, Hannes Wietschel, Petra Wodtke |
| Zusatzinfo | mit zahlreichen, teils farbigen Abbildungen |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 160 x 230 mm |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Fotokunst |
| Geisteswissenschaften ► Geschichte | |
| Schlagworte | Archivalien und Bildquellen • Bildwissenschaftliche Analysen • Dekontextualisierung • Ferrotypie • Foto-Archive • Fotografie • Fotografie/Film und audiovisuelle Anthropologie • Fotografien in Museen • Fotografie und volkskundlicher Film • Foto-Safari • Geschichte • Kontextwandel • Medientransfer • Medientransfer Panoptikum Walter Benjamin Dekontextualisierung Bildwissenschaftliche Analysen Rekons • Medientransfer Panoptikum Walter Benjamin Dekontextualisierung Bildwissenschaftliche Analysen Rekonstruktion des Bildentstehungsprozesses Kontextwandel Semiotik der Soldatenuniform Soldatenfotos aus Finnland Szena balkanska Foto-Safari Foto-Archive Fotogr • Objektfoto • Panoptikum • Rekonstruktion des Bildentstehungsprozesses • Semiotik der Soldatenuniform • Soldatenfotos aus Finnland • Szena balkanska • Technik- und Umweltgeschichte • Walter Benjamin |
| ISBN-10 | 3-8309-3664-8 / 3830936648 |
| ISBN-13 | 978-3-8309-3664-0 / 9783830936640 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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