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CHIFFRE OBERHAUSEN

Suchbewegungen zwischen Ästhetik, Politik und Utopie des Neuen Deutschen Films
Buch
256 Seiten
2016
Vorwerk 8 (Verlag)
978-3-940384-73-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

CHIFFRE OBERHAUSEN -
CHF 41,90 inkl. MwSt
zahlr. Farb-Abb.Die Proklamation des 'Oberhausener Manifests' auf den Oberhausener Kurzfilmtagen im Februar 1962 gilt allgemein als Gründungsszene des Neuen Deutschen Films. 'Papas Kino ist tot!' - so lautete die Parole, die auf grünen Klebezetteln zu lesen war und hinter der sich weniger ein Programm denn eine Kampfansage verbarg.Inspiriert von der französischen Nouvelle Vague deklarierten 26 Nachwuchsregisseure [darunter Alexander Kluge und Edgar Reitz] ihren Anspruch, den deutschen Film zu erneuern, andere Filme zu machen, als man es von der dominierenden Kinematografie Hollywoods und den - immer noch dem Ufa-Stil verpflichteten - Ausstattungsfilmen der 50er Jahre gewohnt war.Profitierend von der tiefen Wirtschaftskrise, in die das deutsche Nachkriegskino seit den späten 50er Jahren geraten war, konfrontierten sie die etablierten Altregisseure und Produzenten mit einem ganzen Katalog an Forderungen, die das Kino aus der Krise führen sollten. Diese Forderungen betrafen eine gezielte Förderung des Filmnachwuchses, die Gründung von Filmhochschulen und einen anderen Umgang mit Fördermitteln. Vor allem aber hatten sie - bei aller Verschiedenheit in den ästhetischen Formen - ein gemeinsames Interesse: die Auseinandersetzung mit der sozialen Wirklichkeit im Deutschland der Nachkriegszeit. Zur Begutachtung steht das Oberhausener Manifest als kultur- und mentalitätsgeschichtliches Schwellenphänomen in der Bundesrepublik der 1960er Jahre, die thematischen Horizonte der 'Oberhausener', die interdisziplinären Schnittstellen in ihren Arbeiten [Film, Fernsehen, Literatur, Theorie und Politik], ihre Interaktion mit zeitgleichen kulturell-politischen Erneuerungsbewegungen in anderen Ländern sowie der Stellenwert des Oberhausener Manifests im Zusammenhang weiterer künstlerisch-politischer Manifeste im zwanzigsten Jahrhundert.Mit Beiträgen von: Eric Rentschler / Heinrich Adolf / Nils Plath / Jörg Becker / Haro Senft / Gerlinde Waz / Olaf Möller / Karin Harrasser / Franziska Latell / Nina Linkel / Anna Koblitz / Johannes Beringer / Florian Wüst / Franziska Bruckner / Christine N. Brinckmann

Christian Schulte ist Privatdozent am Institut für Kulturwissenschaft der Universität Bremen und Medienwissenschaftler am Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM). Er war Mitarbeiter der DCTP/ Entwicklungsgesellschaft für Fernsehprogramme und von 2004 bis 2006 Gastprofessor am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien.

Erscheint lt. Verlag 19.1.2016
Sprache deutsch
Gewicht 380 g
Einbandart Englisch Broschur
Themenwelt Kunst / Musik / Theater Film / TV
Schlagworte Alexander Kluge • Deutschland • Deutschland; Kultur • Edgar Reitz • Film • Filmhochschule • Fördermittel • Geschichte • Kinematografie • Klebezetteln • Kultur • Kurzfilmtage • Musik • Nachkriegszeit • Nachwuchsregisseure • Nouvelle Vague • Oberhausen • Oberhausener Manifest • Papas Kino ist tot! • parole • Sachbücher • Theater
ISBN-10 3-940384-73-9 / 3940384739
ISBN-13 978-3-940384-73-7 / 9783940384737
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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