Die Gruppe SPUR
Politische Manifeste einer Künstlergruppe
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Bereits kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges formierten sich in ganz Europa Künstler zu so genannten Gemeinschaften oder Gruppen, um dem vorherrschenden Bewusstsein, daß es nach der Zeit der Zerstörung, des Terrors und Mordens zu gravierenden Veränderungen in gesellschaftlichen und politischen Bereichen auch innerhalb Europas kommen müsse, Rechnung zu tragen. Künstlerische Ausdrucksmittel sollten helfen, Verkrustungen und veraltete Strukturen zu revolutionieren. Dies bezog alle Bereiche mit ein, ästhetische wie sprachliche, künstlerisch-kreative und letztlich auch solche, die aus dem Bereich der Kunst hinauszutreten in der Lage waren und Wege proklamierten, die jenseits der sich abzeichnenden Verhärtungen der kommunistischen und kapitalistischen Blöcke gehbar erschienen.
Scheiterte die Gruppe SPUR letztlich mit ihrem Versuch, sich internationalen Strömungen - insbesondere innerhalb der Situationistischen Internationale, deren Deutsche Sektion die Gruppe SPUR einige Jahre war - gänzlich hinzugeben, so ist gerade den langjährigen Mitarbeitern Prem, Sturm, Zimmer, Fischer, aber auch Kunzelmann, zu verdanken, daß innerhalb der Bundesrepublik deutlich wurde, daß man noch bis Mitte der 60er Jahre weit davon entfernt war, materielle und ideelle Neuerungen anzunehmen oder auch nur darüber zu diskutieren, man denke nur an heute alltägliche und so akzeptierte Themen wie Gleichberechtigung der Frau, Freiheit der Meinung, Kritikpotentiale der Medien, kritische Haltungen gegenüber staatliche Autorität und kirchliche Institutionen.
Scheiterte die Gruppe SPUR letztlich mit ihrem Versuch, sich internationalen Strömungen - insbesondere innerhalb der Situationistischen Internationale, deren Deutsche Sektion die Gruppe SPUR einige Jahre war - gänzlich hinzugeben, so ist gerade den langjährigen Mitarbeitern Prem, Sturm, Zimmer, Fischer, aber auch Kunzelmann, zu verdanken, daß innerhalb der Bundesrepublik deutlich wurde, daß man noch bis Mitte der 60er Jahre weit davon entfernt war, materielle und ideelle Neuerungen anzunehmen oder auch nur darüber zu diskutieren, man denke nur an heute alltägliche und so akzeptierte Themen wie Gleichberechtigung der Frau, Freiheit der Meinung, Kritikpotentiale der Medien, kritische Haltungen gegenüber staatliche Autorität und kirchliche Institutionen.
Richard Hörner, Jahrgang 1974, hat in Tübingen, Mainz und Frankfurt am Main Philosophie, Kunstgeschichte, Soziologie und Jura studiert. Er lebt derzeit in Frankfurt/Main.
Das Informel – Künstlergruppen - Mitglieder der Gruppe - Manifeste der Gruppe: Das Manifest von November 1958, die Zeitschrift SPUR, Erklärung vor dem Fernseher, Avantgarde ist unerwünscht, Gaudi- Manifest von 1961 – der Spurprozeß – Bundespräsidentenwahl 1964
| Erscheint lt. Verlag | 1.1.2014 |
|---|---|
| Verlagsort | Bellheim |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 148 x 210 mm |
| Gewicht | 157 g |
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Kunstgeschichte / Kunststile |
| Schlagworte | Das Informel • Gruppe Spur • Künstlergruppe • München • Politisches Manifest |
| ISBN-10 | 3-938846-28-3 / 3938846283 |
| ISBN-13 | 978-3-938846-28-5 / 9783938846285 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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