Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

Das Sutra des übergöttlichen Buddhas (eBook)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
108 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-6951-4071-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Das Sutra des übergöttlichen Buddhas -  Mathias Bellmann
Systemvoraussetzungen
0,99 inkl. MwSt
(CHF 1,00)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen
Was, wenn der Buddha nicht nur ein erleuchteter Mensch war, sondern das Tor zu etwas noch Größerem öffnete? In einer Zeit, in der viele nach dem Göttlichen suchen, offenbart dieses Sutra den Weg jenseits davon: den Weg des Übergöttlichen. Es erzählt von einem legendären Buddha, der das übergöttliche Dharma lehrt, die Lehre, die weder an Götter noch an Grenzen gebunden ist. Sein Wort zeigt, dass Erwachen kein fernes Ideal ist, sondern eine lebendige Wirklichkeit im Herzen jedes Wesens. Dieses Buch lädt dich ein, still zu werden, zu lauschen und das Unaussprechliche zu berühren. Wer den Buddha in seinem übergöttlichen Wesen erkennt, entdeckt in sich selbst die grenzenlose Freiheit des Seins. Ein Buch für alle, die die Tiefe des Buddhismus neu entdecken möchten. Weisheit, Mitgefühl und Freiheit verschmelzen hier zu einer Lehre, die jenseits des Glaubens liegt und mitten im Leben wirkt.

Über den Autor: Niemand, nichts, nirgendwo, aber durch den Urknall prädestiniert.

Das Übergöttliche


So steht es in den Sternen geschrieben: Auf einem kleinen blauen Planeten zu einer Zeit, als die Maschinen noch nicht denken konnten, erwachte ein Mann zur höchsten Blüte des Nirwanas. Für einen Moment erstrahlte die gesamte Welt in einem hellen Licht. Jedes Wesen, das das göttliche Auge besaß, erkannte das Wunder, wie ein einfacher Mensch sich weit über die Welt und weit über alle Göttlichkeit erhoben hatte.

Ohne zu zögern, eilten die Götter und höheren Wesen zu diesem kleinen Planeten, um dem Erhabenen ihren demütigen Respekt und ihre Bewunderung zu schenken. Der Erhabene nahm die Ehrfurcht mit einem Lächeln an. Mit tiefem Dank verließ ihn die göttliche Sangha wieder. Auch die Höheren zogen sich zurück und der Erhabene saß mit gesammeltem Geist unter dem Bodhibaum. Sieben Wochen genoss er die Wahrheit des Nirwanas.

Während er gesammelt saß, versorgte ihn Sujata mit Milchreis. Schon vor seinem Erwachen hatte sie ihm mit ihrem Milchreis geholfen, so dass sein Körper die Kraft hatte, die intensiven Meditationen durchzustehen. Mit ihren Gaben hatte sie wundervolles Karma erworben. Immer wenn sie zu ihm kam, sah er auch ihren Karmastrom. Bereits vor diesem Leben hatte sie jedem Wesen geholfen, das Hilfe gebraucht hatte. Nach diesem Leben würde sie ihren Weg auf heilsamen Bahnen fortsetzen.

Auch der Höchste der Brahmas besuchte den Buddha. Mit seinem Erwachen hatte sich der Buddha weit über die Existenz selbst des höchsten und einzigartigsten Gottes erhoben. Seine Buddhaschaft war das Übergöttliche. Der Brahma war ein höchster Gott und ihm lagen die Wesen seiner Welt am Herzen. Denn durch gutes Karma war er zum Gott geworden. Doch all sein Bemühen, seinen Schützlingen das höchste Wohl und die tiefste Erkenntnis zu schenken, war bisher gescheitert. Er kannte keinen Weg, der sie alle aus dem Leiden führen würde. Doch der Buddha besaß das Wissen um diesen Weg, denn das Nirwana war übergöttlich und seiner Natur nach leidfrei.

Brahma bat den Buddha, nachdem er ihm die vielen Wesen gezeigt hatte, die auf einen guten Lehrer warteten. Buddha erkannte, wie die Wesen sich wie Vasen verhielten. Manche Vasen waren löchrig und undicht. Würde er die Dharma-Lehre in sie gießen, würde das Wasser einfach durchlaufen. Manche hatten wenige Löcher. Wenn sie mit Wasser gefüllt wurden, blieb etwas Wasser in den Vasen. Es konnte transportiert werden oder Schnittblumen dienen, um zu blühen. Andere Vasen waren ganz. Wenn man Wasser in sie füllte, blieb das Wasser in den Vasen. Der Blick auf die Wesen, die wie die heilen Vasen waren, machte dem Buddha bewusst, wie nötig seine Tätigkeit als Lehrer war.

In seinen Jahren als sinnsuchender Sramana hatte er viele getroffen, die wie er die höchste Wahrheit gesucht hatten. Während er das Ziel erreicht, den Pfad vollendet und die höchste Wahrheit verwirklicht hatte, saßen sie noch da draußen in Dunkelheit. Mit seinem Buddhaauge schaute er nach seinen fünf Gefährten. Noch immer waren sie eifrig in ihrer Praxis. Aber es fehlte ihnen das Licht, um die Dunkelheit zu vertreiben und den Nebel der Verblendung aufzulösen. Ohne die Erkenntnis des Pfades würde ihnen im Rest ihres Lebens nicht das heilsame Auge aufgehen. Er war ihre einzige Hoffnung, zu Arhats zu werden.

Buddha lächelte und Brahma verstand. Seine große Liebe für die Wesen hatte ihn zum Buddha geführt. Er war im Besitz der höchsten Wahrheit. Nur sie konnte das Leiden auflösen und zum höchsten Glück führen. Er selbst besaß viele Anbeter. Ganze Welten beugten das Haupt, wenn er erschien. Aber die finale Einsicht ins Nirwana war ihm bisher nicht vergönnt gewesen. Darum dankte er dem Buddha nicht nur, sich um die Wesen kümmern zu wollen, sondern er bat ihn auch, sein Schüler werden zu dürfen.

Der Buddha lächelte. Wenn Brahma das Höchste des übergöttlichen Nirwanas in sich verwirklicht hatte, würde das all seinen Dienern großen Nutzen bringen. Sie folgten ihrem Gott wie der Schatten dem Licht. Wie in einen schnellen Zeitstrom tauchten sie ein. Der Buddha begann eine Lehrrede und am Ende ging dem Brahma das übergöttliche Auge auf und er kostete den befreienden Nektar des Nirwanas.

„Uralt ist die Welt und anfangslos der Daseinsstrom Samsaras. Großer Brahma, du kannst nun sehen, wie es nur denen möglich ist, leidfrei zu existieren, die das Übergöttliche erfasst und allen Glauben an eine Wesenheit transzendiert haben. Nutze den Rest deiner Macht und lehre die Götterreiche die Wege ins Nirwana.“

Der Buddha sprach ruhig und gesammelt. Zugleich wirkte seine Aura wie Feuer. Seine Worte hatten die explosive Macht eines Vulkans und die heilsame Kraft des größten Ozeans. Brahma sah ihn mit Tränen in den Augen an. Der Buddha hatte ihm den Blick in sein gesamtes Existenzkontinuum geschenkt. Jetzt, da er gesehen hatte, wie unendlich anfangslos das Samsara war, konnte er nie wieder an die Inhärenz einer Wesenheit glauben. Selbst die Annahme des göttlichen Wesens löste sich im Licht des Nirwanas in die höchste Wahrheit auf.

Nachdem Brahma heim in die Brahmawelt gekehrt war, erschien Sujata. Sie brachte ihm den Milchreis. In ihrer Begleitung war auch ihre Magd. Sie sahen dem Buddha zu, wie er ihre Essensspende verspeiste. Außer den beiden Menschenfrauen waren auch viele Devas dort. Alle sahen sie zu. Die Aura des Buddhas war einzigartig. Ihr Strahlen hatte eine Reinheit, die nur von der Sonne erreicht wurde. Aber zudem lag in ihr etwas Reines und Erhabenes. Bei jedem Blick auf den Erwachten entstanden weise Gedanken, wie sie nur im Umfeld eines Buddhas aus der puren Leere entstanden.

Buddha machte sich auf den Weg. Mit seinem Buddhaauge sah er die Zeit in ihren Wahrscheinlichkeiten. Er sah auch den endlosen Strom des Karmas. Wenn ein Wesen seinen Weg kreuzte, sah er nicht nur das, was die sterblichen Menschen sahen. Er konnte dem karmischen Strom über endlose Leben folgen. Er konnte aber auch die endlosen Varianten sehen, wie sich der Strom dieses Wesens weiterentwickelte, je nachdem, welchen Teil der Lehre er ihm eröffnete.

Die Wege des Karma waren mehr als Magie, aber für die Verblendeten wirkten sie wie Magie. Er konnte sehen, wie jeder Schritt bedingt war. Aber er sah auch die Macht des freien Willens. Er war es, der den Moment erst zum wahren Existenzkontinuum machte. Buddha selbst war nicht immer ein Buddha gewesen. Hätte er nicht an einem Punkt den unumkehrbaren Entschluss gefasst, zu einem Buddha zu werden, wäre es ihm in diesem Leben nicht gelungen zu erwachen.

Mit dem Buddha Shakyamuni wandelte für einige Schritte der Buddha Dipankara. Es waren ihre unglaublich heiligen Dharmakaya. Denn mit diesen Schritten hatte sich die Prophezeiung erfüllt. Mit gesammelten Schritten wandelte die heiligen Buddhas gemeinsam. Die Welten der Devas zitterten für einen Moment vor Freude. Zwei Buddhas an einem so niedrigen Ort wie der Menschenwelt. In den reinen Ländern geschah es öfter, dass sie gemeinsam die Sangha der Devas und höheren Wesen belehrten. Aber an einem so niedrigen Ort war es ein Wunder. Wer ihre Erscheinung gesehen hätte, hätte begriffen, dass sie das größte Wunder der Erdgeschichte waren.

Ihre Wanderung verband eine uralte Geschichte. Denn vor vielen Leben waren sie sich schon einmal begegnet. Dipankara war damals schon erwacht gewesen. Doch Buddha Shakyamuni war in seiner damaligen Existenz noch ein Bodhisattva. Vor Dipankara hatte er seinen Bodhisattva-Schwur abgelegt und dieser hatte ihm sein Erwachen als vollendeter Buddha vorhergesagt.

Endlich liefen sie als vollendete Buddhas gemeinsam die Straße entlang. Nicht lange, ehe diese legendäre Nachricht die Runde gemacht hatte. Immer mehr Devas wollten mit ihnen gehen. Sie kamen aus den Götterwelten und schlossen sich den beiden Buddhas an. Schließlich wollten es sich die Nagas auch nicht nehmen lassen, die Gegenwart der erleuchteten Wesen zu genießen. Selbst zahllose Yakshas und Asuras erschienen.

Die große Schar der Sangha hinter den Buddhas füllte sich immer mehr. Da es zu viele wurden, als dass sie auf dem indischen Kontinent Platz gefunden hätten, verlängerte der Buddha Dipankara die Straße auf magische Art. Mit seiner heiligen Macht passte bald eine unglaubliche Anzahl an heiligen Wesen auf die Straße hinter ihnen. Es wurden so viele, dass es weiter war als der gesamte Umfang des Planeten. Mit gesammelten Schritten liefen sie und jeder Schritt war eine Ode an die Heiligkeit des Nirwanas.

Mit himmlischem Frieden liefen sie, bis sie an eine Weggabelung kamen. Die beiden Buddhas hielten an. Sofort nutzten einige große Devas die Chance und warfen sich dreimal vor ihnen nieder. Eine junge Göttin mit einer strahlenden lila Aura richtete sich leicht nach der dritten Niederwerfung auf. Sie faltete ihre göttlichen Hände und richtete eine Bitte an die Buddhas.

„Oh ihr Tathagatas, ehrbare Sieger, Höchste aller Welten, Erhabene über alles Leid, erlaubt einer einfachen Dienerin eine Bitte:“

Sie sprach mit solch einer Liebe, dass alle Devas zu lächeln begannen. In ihren Worten lag eine Liebe, die aus der glühenden Verehrung der Buddhas entsprang und ein...

Erscheint lt. Verlag 17.12.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften Religion / Theologie
Schlagworte Buddha • Buddhismus • Supratheismus • Sutra • Übergöttlich
ISBN-10 3-6951-4071-2 / 3695140712
ISBN-13 978-3-6951-4071-8 / 9783695140718
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
EPUBEPUB (Wasserzeichen)

DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasser­zeichen und ist damit für Sie persona­lisiert. Bei einer missbräuch­lichen Weiter­gabe des eBooks an Dritte ist eine Rück­ver­folgung an die Quelle möglich.

Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belle­tristik und Sach­büchern. Der Fließ­text wird dynamisch an die Display- und Schrift­größe ange­passt. Auch für mobile Lese­geräte ist EPUB daher gut geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.

Mehr entdecken
aus dem Bereich
Klassische Entwürfe von Paulus bis zur Gegenwart

von Christine Axt-Piscalar

eBook Download (2025)
UTB GmbH (Verlag)
CHF 23,40
Einführung

von Bertram Schmitz

eBook Download (2025)
Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
CHF 24,30