Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

Von der Eigenkirche zum Volkseigenen Betrieb: Erwin Jacobi (1884-1965)

Arbeits-, Staats- und Kirchenrecht zwischen Kaiserreich und DDR

(Autor)

Buch | Hardcover
470 Seiten
2008
Mohr Siebeck (Verlag)
978-3-16-149502-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Von der Eigenkirche zum Volkseigenen Betrieb: Erwin Jacobi (1884-1965) - Martin Otto
CHF 166,60 inkl. MwSt
Erwin Jacobi (1884-1965) war einer der bekanntesten Vertreter der Disziplinen Öffentliches Recht und Arbeitsrecht in der Weimarer Republik. 1933 verlor er aus rassistischen Gründen seinen Lehrstuhl. Ab 1946 konnte er wieder in Leipzig lehren und mußte als Senior der Fakultät die sozialistische Umgestaltung der Universität miterleben. Martin Otto legt die erste wissenschaftliche Biographie des Arbeits-, Staats und Kirchenrechtlers vor.
Martin Otto legt mit seinem Buch die erste wissenschaftliche Biographie des Arbeits-, Staats- und Kirchenrechtlers Erwin Jacobi vor. Jacobi gehörte zu den Pionieren der Arbeitsrechtswissenschaft in der Weimarer Republik. Als Staatsrechtler war er gemeinsam mit Carl Schmitt als großzügiger Interpret der Diktaturkompetenz des Reichspräsidenten bekannt geworden ("Schmitt-Jacobische Formel"). Entsprechend vertrat er 1932 gemeinsam mit Carl Schmitt die Regierung von Papen vor dem Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich im sogenannten "Preußenschlagverfahren". Auf Jacobis Veröffentlichungen der Weimarer Zeit gehen der bis heute gebräuchliche arbeitsrechtliche Betriebsbegriff und der Terminus "Verfassungsdurchbrechung" zurück. 1933 aus rassischen Gründen von der Universität Leipzig entfernt, gehörte er nach 1945 zu den ersten Professoren der neubegründeten Juristenfakultät. In der DDR als "fortschrittlicher Bürgerlicher" geduldet, versuchte er nach Möglichkeit, die wissenschaftliche Autonomie der Universität zu wahren, durchschaute aber immer mehr die Widersprüchlichkeiten der DDR-Wissenschaftspolitik. Aufgrund seiner Prominenz besaß er eine gewisse Autonomie, die es ihm erlaubte, auch unbequeme Dinge (Wahlrecht und Situation der Kirchen im Ostblock) anzusprechen, auch Westkontakte und - reisen waren ihm möglich. Die Bespitzelung durch die Staatssicherheit und ein teilweises Verbot von Schriften verhinderte dies nicht. Das Buch verbindet die Geschichte des öffentlichen Rechts in Deutschland im 20. Jahrhundert mit der Wissenschaftsgeschichte der DDR.

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Privatrechtsgeschichte sowie Handels- und Gesellschaftsrecht der FernUniversität in Hagen.

Erscheint lt. Verlag 8.7.2008
Reihe/Serie Beiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts
Verlagsort Tübingen
Sprache deutsch
Maße 163 x 240 mm
Gewicht 825 g
Themenwelt Geschichte Teilgebiete der Geschichte Militärgeschichte
Recht / Steuern Allgemeines / Lexika
Recht / Steuern Arbeits- / Sozialrecht Arbeitsrecht
Recht / Steuern Öffentliches Recht
Recht / Steuern Rechtsgeschichte
Schlagworte Arbeitsrecht • Deutsche Demokratische Republik; Biografien • Deutsche Demokratische Republik (DDR); Biografien • Deutsche Demokratische Republik (DDR); Recht • Deutsche Demokratische Republik; Recht • Deutschland, Geschichte; Biografien • Deutschland, Geschichte; Recht • HC/Recht/Öffentliches Recht, Verwaltungsrecht, Verfassungsprozessrecht • Jacobi, Erwin • Kirchenrecht • Neueste Geschi • Neueste Geschichte • Öffentliches Recht • Rechtsgeschichte
ISBN-10 3-16-149502-0 / 3161495020
ISBN-13 978-3-16-149502-1 / 9783161495021
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
Mehr entdecken
aus dem Bereich
von der Wiederbewaffnung bis zur Zeitenwende

von Sönke Neitzel

Buch | Softcover (2025)
C.H.Beck (Verlag)
CHF 16,80