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Rechtsprechung und Parlamentsgesetz - Philipp Lassahn

Rechtsprechung und Parlamentsgesetz

Überlegungen zu Anliegen und Reichweite eines allgemeinen Vorbehalts des Gesetzes

Philipp Lassahn (Autor)

Online Resource
2017
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-155385-1 (ISBN)
CHF 145,55 inkl. MwSt
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Im deutschen Verfassungsrecht ist das Verhältnis zwischen Gesetzgebern und Gerichten längst nicht abschließend ausgelotet. Darf ein Gericht etwa auch dort entscheiden, wo es keinerlei gesetzliche Grundlage gibt? Was einige Autoren unter Verweis auf eine angeblich unzureichende "demokratische Legitimation" der Gerichte ablehnen, wird hier als deren grundgesetzlich vorgesehene, ureigenste Aufgabe herausgestellt.
Was wären Gerichte ohne das Gesetz? Im verfassungsrechtlichen Diskurs unter dem Grundgesetz ist mitunter eine gewisse Skepsis gegenüber den Kompetenzen der Rechtsprechung auszumachen. Weitgehend ungeklärt ist die Frage, ob auch ihr gegenüber der so genannte allgemeine Vorbehalt des Gesetzes gilt. Dieses Instrument besagt, dass die Verwaltung - jedenfalls in "wesentlichen" Fragen - keine eigenen Entscheidungen treffen darf, sondern auf eine Vorentscheidung des Gesetzgebers angewiesen ist. Teilweise wird verlangt, diesen Grundsatz auch auf die Gerichte anzuwenden. Gerade auf Grund ihrer besonders kargen demokratischen Legitimation seien auch sie stets auf eine gesetzliche Grundlage angewiesen, sobald es um "wesentliche" Fragen geht. Vor dem Hintergrund historischer und rechtsanwendungstheoretischer Überlegungen begegnet Philipp Lassahn solchen Ansätzen und stellt dabei auch die Vorstellung eines verfassungsrechtlich gebotenen "Legitimationsniveaus" in Frage. In German constitutional law, the separation of powers between the legislator and the judiciary is still far from being entirely settled. While some scholars claim that courts should be barred from making certain decisions where legislative input is lacking, this book argues that this is precisely what courts are there for.

Geboren 1987; Studium der Rechtswissenschaft in Hamburg und Berkeley; 2013 Erste Juristische Prüfung; wiss. Mitarbeiter und Doktorand an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.; 2015 LL.M. an der Harvard Law School; 2016 Promotion; seit 2016 Referendar beim Kammergericht und wiss. Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Erscheint lt. Verlag 12.6.2017
Reihe/Serie Studien und Beiträge zum Öffentlichen Recht
Verlagsort Tübingen
Sprache deutsch
Themenwelt Geschichte Teilgebiete der Geschichte Militärgeschichte
Recht / Steuern Allgemeines / Lexika
Recht / Steuern Öffentliches Recht
Recht / Steuern Rechtsgeschichte
Schlagworte Gerichte • Gesetzesvorbehalt • Rechtsprechung
ISBN-10 3-16-155385-3 / 3161553853
ISBN-13 978-3-16-155385-1 / 9783161553851
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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