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An den Grenzen des Rechts - Thomas Horstmann, Heike Litzinger

An den Grenzen des Rechts

Gespräche mit Juristen über die Verfolgung von NS-Verbrechen
Buch | Softcover
235 Seiten
2006
Campus (Verlag)
978-3-593-38014-8 (ISBN)
CHF 34,95 inkl. MwSt
Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts
Die juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen stellte die bundesdeutsche Justiz vor schwer wiegende Fragen: Welche Strafe war angemessen für den NS-Schergen, der mit eigener Hand zahlreiche Menschen getötet hatte? Sollte er härter oder sollte er milder bestraft werden als der Schreibtischtäter, der den Befehl zum Mord erteilt hatte? Mit diesen Fragen stieß die Justiz an die Grenzen bestehenden Rechts. Thomas Horstmann und Heike Litzinger führten Gespräche mit einflussreichen Juristen, die sich in den 60er Jahren intensiv mit den Verfahren gegen NS-Täter befasst haben. In den Gesprächen werden die enormen Schwierigkeiten der juristischen Aufarbeitung der NS-Verbrechen fassbar. Die Juristen ziehen außerdem Parallelen zur juristischen Aufarbeitung anderer Unrechtssysteme, wie beispielsweise der Strafverfolgung der DDR-Mauerschützen. Nicht zuletzt veranschaulicht der Band aber auch die individuellen Lebensgeschichten der Interviewten, deren persönliche Erfahrungen mit dem Nazi- Regime sowie ihre Erlebnisse in der Nachkriegszeit.

Thomas Horstmann, Dr. phil., ist Forschungsreferent am Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer. Heike Litzinger, Dr. jur., arbeitet als Referentin für das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung in Berlin.

Vorwort von Micha Brumlik

Einführung
Der Kreis von Königstein und die NS-Verbrechen

Die Gespräche

Herbert Jäger:
"… ich hatte die naive Vorstellung, Juristerei nach 1945
ist Auseinandersetzung mit dem Holocaust, mit Völkermord

Ernst-Walter Hanack:
"… dass man die Täter doch mit besonderen Maßstäben
messen müsse"

Konrad Redeker:
"Der Schlegelberger-Prozeß war für mich ein Schlüsselerlebnis"

Jürgen Baumann:
"So, wie es lief, war es schlimm"

Karl Lackner:
"Insofern war ich kein Fortschrittsmensch"

Gerhard Hammerstein:
"Ich arbeite lieber für den fehlsamen Menschen

Claus Roxin:
"Wir wollten ein neues Strafrecht schaffen"

Anhang
Literatur
Personenregister

Systemunrecht
Thomas Horstmann und Heike Litzinger haben ein bemerkenswertes Buch herausgegeben." (Rechtsgeschichte)

Es waren Täter, nicht Gehilfen
"Ein sehr empfehlenswerter Band." (Die Tageszeitung, 31.03.2007)

Erscheint lt. Verlag 24.4.2006
Reihe/Serie Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts ; 14
Vorwort Micha Brumlik
Verlagsort Weinheim
Sprache deutsch
Maße 141 x 213 mm
Gewicht 334 g
Themenwelt Geschichte Allgemeine Geschichte Zeitgeschichte
Schlagworte Baumann, Jürgen • Hammerstein, Gerhard • Hanack, Ernst-Walter • HC/Geschichte/Zeitgeschichte (1945 bis 1989) • Jäger, Herbert • Justiz • Königsteiner Kreis • Lackner, Konrad • Nachkriegszeit (Weltkrieg II) /Recht • Nachkriegszeit (Weltkrieg II)/Recht • Nationalsozialistische Gewaltverbrechen • Nationalsozialistische Straftat • NS-Verbrechen • NS-Verbrecher • Rechtsgeschichte • Roxin, Claus • Verfolgung
ISBN-10 3-593-38014-5 / 3593380145
ISBN-13 978-3-593-38014-8 / 9783593380148
Zustand Neuware
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