Quellen zu Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung im 20 Jahrhundert
1964-1969
Seiten
2006
|
1., Aufl.
Verlag J.H.W. Dietz Nachf. GmbH
978-3-8012-4157-5 (ISBN)
Verlag J.H.W. Dietz Nachf. GmbH
978-3-8012-4157-5 (ISBN)
Vom grundlegenden Umbruch der Bundesrepublik in den 1960er Jahren vom Wandel der politischen Kultur über die Bildung der Großen Koalition aus SPD und CDU/CSU bis zur neuen, steuerungsorientierten Wirtschaftspolitik war der Deutsche Gewerkschaftsbund vielfach betroffen. Wie umfassend der DGB in dieser Zeit seinen Gestaltungsanspruch für Wirtschaft und Gesellschaft wahrnahm, belegen die Dokumente und Materialien dieses Quellenbandes; sie zeigen aber auch die Grenzen seines politischen Einflusses. In den Debatten und Entscheidungen des DGB spiegelten sich die zentralen politischen Konflikte der 1960er Jahre: Dies galt für den Widerstan dder Gewerkschaften gegen die Notstandsgesetzgebung, für die Diskussion einer neuen Deutschland- und Ostpolitik, für die Eindämmung des wachsenden Rechtsextremismus oder auch die sozialen und wirtschaftsdemokratischen Forderungen des DGB nach betrieblicher Mitbestimmung, Vermögensbildung und Lohnfortzahlung. Das gesellschaftspolitischeSpannungsfeld, in dem sich der DGB während der Regierungen Erhardund Kiesinger befand, wurde auch von der Außerparlamentarischen Opposition geprägt, die bis in die Gewerkschaftsjugend reichte. Die wirtschaftspolitische Konzeption der Großen Koalition löste im DGB eine kontroverse Diskussion aus; erstmalig abgedruckte Aufzeichnungen aus den Gesprächsrunden der »Konzertierten Aktion« vermitteln einen Eindruck der schwierigen Zusammenarbeit von Regierung, Gewerkschaften und Unternehmern in diesen Runden. Innerhalb seiner Organisation sah sich der DGB mit dem Wandel der Mitgliedschaft, finanziellen Sorgen und Spannungen zwischen dem Dachverband und den Einzelgewerkschaften konfrontiert, die in eine heftige Reformdebatte mündeten.
Wolther von Kieseritzky, geb. 1960, Dr. phil., studierte Geschichte, Literatur und Philosophie in Berlin, Freiburg und Ann Arbor, USA. Veröffentlichungen zur Geschichte der Demokratie, zur Industriegesellschaft des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zur politischen Theorie.
Klaus Schönhoven, geb. 1942, Dr. phil., ist seit 1984 Professor für Politische Wissenschaft und Zeitgeschichte an der Universität Mannheim.
Hermann Weber, geb. 1928, Dr. phil., Dr. h. c., ist em.Professor für Politische Wissenschaft und Zeitgeschichte an der Universität Mannheim.
| Erscheint lt. Verlag | 28.7.2006 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Quellen zur Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung im 20. Jahrhundert ; 13 |
| Mitarbeit |
Anpassung von: Wolther von Kieseritzky |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 170 x 245 mm |
| Gewicht | 1750 g |
| Einbandart | gebunden |
| Themenwelt | Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► Zeitgeschichte |
| Schlagworte | 20. Jahrhundert • 60er Jahre; Politik/Zeitgesch. • 60er Jahre; Politik/Zeitgeschichte • 60er Jahre / Sechziger Jahre; Politik/Zeitgeschichte • Deutscher Gewerkschaftsbund • Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) • Geschichtliche Quelle • Geschichtliche Quellen • Gewerkschaftsbewegung • HC/Geschichte/Zeitgeschichte (1945 bis 1989) • Quellen |
| ISBN-10 | 3-8012-4157-2 / 3801241572 |
| ISBN-13 | 978-3-8012-4157-5 / 9783801241575 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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