Markt, Macht, Wettbewerb
DVA (Verlag)
978-3-421-05384-8 (ISBN)
Karel Van Miert, der ehemalige EU-Kommissar für Wettbewerbspolitik, schildert, welchen Pressionen und persönlichen Anfeindungen aus Politik und Wirtschaft er bei seinen Versuchen ausgesetzt war, Wettbewerbsgleichheit in Europa zu schaffen.
"Warum mischen Sie sich da eigentlich ein?" war eine der häufigsten Fragen, die Karel Van Miert während seiner Amtszeit als europäischer Wettbewerbskommissar zu hören bekam. Van Miert beschreibt die brisantesten Fälle, mit denen er zu tun hatte, darunter die Preisdiktate der Autoindustrie quer durch Europa, die Versuche der Monopolisierung des digitalen Fernsehens durch deutsche Medienkonzerne, die Wettbewerbsvorteile öffentlicher Banken, der Streit um die Buchpreisbindung, die Kommerzialisierung des Sports und die Affäre um Leuna. Der Kampf für eine glaubwürdige europäische Wettbewerbspolitik ähnelt dem Kampf mit den Windmühlenflügeln.
Van Miert berichtet über die Auseinandersetzungen mit nationalen Interessengruppen und übermächtigen Konzernen, die immer wieder versuchen, Wettbewerbsvorschriften zu umgehen, und gibt einen Ausblick auf die Zukunft der Wettbewerbspolitik in Europa. Zugleich liefert er ein Porträt der europäischen Politik und ihrer maßgeblichen Politiker.
Karel Van Miert, geboren 1942 in Oud Tournhout, Belgien, als ältestes von neun Kindern, kennt sich wie kaum jemand sonst in der europäischen Politik aus. Er war Mitglied des belgischen und des europäischen Parlaments, mehrfach Kommissar der Europäischen Union und belgischer Staatsminister. Derzeit ist er Präsident der Universität von Nijenrode und Aufsichtsratsmitglied bei Philips.
Aus dem Inhalt:
Kinderjahre
Der Weg in die nationale und europäische Politik
In der europäischen Kommission
Wettbewerbspolitik als neue Herausforderung
Schwieriger Start der Kommission Santer
Banken sind nicht mehr unantastbar
Mediengiganten beim Paarungstanz
Wie Butter oder Kartoffeln ...: Der Streit um die Buchpreisbindung
Sport ohne Grenzen: Die Kommerzialisierung des Sports
Es wächst zusammen, was zusammengehört: Die Folgen der deutschen Einheit
Eine europäisch-amerikanische Luftschlacht
Der dramatische Sturz der Kommission Santer
Modernisierung der Wettbewerbspolitik
Wohin Europa?
"Die Kartellbrecher
"Dawn raids", morgendliche Razzien in den Büros übernationaler Unternehmen: Solche Aktionen klingen spektakulär, und man denkt dabei zunächst wohl eher an Polizisten in Zivil als an Beamte der Europäischen Kommission. Aber tatsächlich sind es Kommissionsbeamte, meist unterstützt von Mitarbeitern der nationalen Wettbewerbsautoritäten, die solche Razzien organisieren. Die Beamten sind auf der Suche nach Beweismaterial für Kartelle oder ungesetzliche Absprachen, die Betriebe untereinander treffen, um die Konkurrenz auszubooten. Es handelt sich dabei um einen Aspekt der Europäischen Wettbewerbspolitik, der in den vergangenen Jahren durch eine Anzahl spektakulärer Fälle mehr und mehr die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit auf sich gezogen hat.
Die Razzien gehören allerdings nicht zur alltäglichen Arbeit des Generaldirektorats Wettbewerb."
| Erscheinungsdatum | 09.07.2022 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Gewicht | 591 g |
| Themenwelt | Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► Zeitgeschichte |
| ISBN-10 | 3-421-05384-7 / 3421053847 |
| ISBN-13 | 978-3-421-05384-8 / 9783421053848 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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