Heilung: Gottes Wille für dich (eBook)
211 Seiten
Grace today Verlag
978-3-95933-219-4 (ISBN)
Andrew Wommack, Autor und Bibellehrer, wurde 1968 in den Dienst berufen. Er erreicht Millionen von Menschen auf der ganzen Welt durch die täglichen »Gospel Truth«-Sendungen und durch das international vertretene »Charis Bible College«, mit Hauptsitz in Woodland Park, Colorado.
KAPITEL 1
Wunder bestätigen Gottes Wort
Viele Menschen kritisieren mich, weil ich solchen Wert auf Heilung lege. Sie sagen: »Das ist unwichtig. Man muss nicht geheilt sein, um in den Himmel zu kommen. Du solltest keine Zeit im Radio, im Fernsehen oder in deinen Büchern darauf verwenden, Heilung so sehr zu betonen. Das ist ein zweitrangiges Thema. Du machst es wichtiger, als es tatsächlich ist.«
Einer der Radiosender, auf denen mein Programm ausgestrahlt wird, leitete vor einiger Zeit einen Brief an mich weiter, in dem ein Mann sogar mit rechtlichen Schritten gegen mich drohte. Im Wesentlichen sagte er: »Es ist eine große Sünde, dass Sie das sauer verdiente Geld der Menschen dazu benutzen, um über so etwas wie Heilung zu predigen!« Dieser Herr war einer von vielen, die meinen, es sei Zeitverschwendung, über Heilung zu sprechen. Ich sehe das vollkommen anders.
Heilung ist ein Teil des Erlösungswerks Christi. Wenn Jesus gestorben ist, um uns Heilung zur Verfügung zu stellen, dann ist das alles andere als nebensächlich. Wenn der Herr für unsere körperliche Heilung gelitten und Hiebe auf seinen Rücken ertragen hat, dann ist das nicht bedeutungslos. Wenn Jesus es wichtig genug fand, Heilung für uns zu erwerben, dann sollten wir es für wichtig genug halten, sie zu empfangen.
Gott der Vater ließ seinen Sohn am Kreuz all unsere Sünden und all unsere Krankheiten tragen. In dem gleichen Maß, wie Jesus unsere Sünden trug, trug er auch unsere Krankheiten. Deswegen ehrt es ihn, wenn wir uns für Heilung einsetzen. Tatsächlich verbrachte Jesus mehr Zeit damit, über Heilung zu sprechen, als über verschiedene andere Themen, die viele Menschen heute für wichtig halten – Himmel und Hölle insbesondere. Der Herr gebrauchte Heilung wie das Läuten einer Glocke, um die Aufmerksamkeit der Menschen zu wecken und um zu beweisen, dass er auf Erden die Macht hatte, Sünden zu vergeben. Viele biblische Beispiele belegen das.
Heilung und Vergebung
In Markus Kapitel 2 konnte der gelähmte Mann von seinen Freunden wegen der Menschenmenge nicht in das Haus getragen werden, in dem Jesus diente. Unbeirrt brachten sie ihn auf das Dach, entfernten einige Dachziegel und ließen den Mann auf seiner Trage buchstäblich vor Jesu Füßen herab.
Als aber Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Sohn, deine Sünden sind dir vergeben! — Markus 2,5
Beachte, dass er sagte: »Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!«
Es saßen aber dort etliche von den Schriftgelehrten, die dachten in ihren Herzen: Was redet dieser solche Lästerung? Wer kann Sünden vergeben als nur Gott allein? Und sogleich erkannte Jesus in seinem Geist, dass sie so bei sich dachten, und sprach zu ihnen: Warum denkt ihr dies in euren Herzen? Was ist leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Dir sind die Sünden vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und nimm deine Liegematte und geh umher? — Markus 2,6 – 9
Wenn Jesus nur ein normaler Mensch gewesen wäre, hätte er unmöglich weder »Steh auf und geh umher!« sagen können noch »Deine Sünden sind dir vergeben!«. Nur Gott kann Sünden vergeben, und ein Mensch hat mit seinen natürlichen Fähigkeiten nicht die Kraft, zu heilen. Doch Jesus, gleichzeitig vollkommen Gott und vollkommen Mensch, konnte beides aussprechen und für beides sorgen, nämlich Heilung und Vergebung.
Es ist deswegen einfacher zu sagen: »Deine Sünden sind dir vergeben«, weil man Sünde nicht sehen kann, und man kann auch nicht sehen, ob eine Sünde vergeben ist oder nicht. Wenn jemand dich herausfordern würde, indem er sagt: »Das kannst du nicht machen«, dann könntest du ganz einfach antworten: »Beweise es!«
Der Beweis
Jesus sagte deswegen, dass es einfacher sei, zu sagen »Deine Sünden sind vergeben!« als »Steh auf und geh umher!«, weil die Menschen sofort sehen konnten, ob Jesus wirklich die Vollmacht für diesen Befehl hatte. Entweder der Mann steht auf und geht oder er tut es nicht. Es würde sofort einen sichtbaren Beweis dafür geben, ob es funktionierte.
Sein Argument war folgendes: Wenn man das größere Werk vollbringen kann, schafft man auch das kleinere. Wenn du vier Meter weit springen kannst, schaffst du natürlich auch einen Meter.
Die Menschen standen sprachlos da und wussten nicht, wie sie antworten sollten. Da fuhr Jesus fort und sagte:
Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf Erden Sünden zu vergeben – sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf und nimm deine Liegematte und geh heim! Und er stand sogleich auf, nahm seine Liegematte und ging vor aller Augen hinaus, sodass sie alle erstaunten, Gott priesen und sprachen: So etwas haben wir noch nie gesehen! — Markus 2,10 – 12
Jesus machte sehr deutlich, dass er diesen Mann heilte, um den Menschen zu zeigen, dass er auch Vollmacht hatte, Sünden auf Erden zu vergeben. Der Herr gebrauchte Heilung als Beweis dafür, dass er Vollmacht hatte, auch unsichtbare Dinge zu bewirken. Wenn er sich um den natürlichen Körper und um die körperlichen und emotionalen Bedürfnisse der Menschen kümmern konnte, konnte er auch ihre geistlichen Bedürfnisse befriedigen. Jesus gebrauchte Heilung wie eine Glocke, um die Menschen um sich herum zu sammeln und ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Und dann sagte er ihnen die Wahrheit.
Worte allein?
Jesus sagte außerdem, dass die Wunder, die er tat, bezeugten, wer er war, und das bestätigten, was er sagte.
Doch ich habe ein größeres Zeugnis als das von Johannes: meine Taten. Sie sind mir vom Vater gegeben, damit ich sie ausführe und vollende, und sie bezeugen, dass der Vater mich gesandt hat. — Johannes 5,36 NLB
Obwohl Jesus auf das Zeugnis verwies, das Johannes von ihm ablegte, stützte er sich nicht darauf. Christus verließ sich vielmehr auf die Bestätigung, die sein Vater über seine Identität ablegte, indem er die Wunder vollbrachte. Wenn Jesus die Wunder als Zeugnis brauchte, um seine Autorität zu untermauern, wie können wir dann mit weniger auskommen? Es ist höchst arrogant, wenn wir der Meinung sind, dass Worte allein die Menschen überzeugen werden, wenn Jesus selbst Zeichen und Wunder brauchte, um sein Wort zu bestätigen.
Wie es sein sollte
Manche Leute sagen: »Wir brauchen heute keine Wunder mehr. Wir haben das Wort Gottes.« Doch die Bibel lehrt uns etwas anderes. In Markus 16 lesen wir einige der letzten Anweisungen Jesu für seine Jünger, bevor er in den Himmel auffuhr. Beachte, was er verspricht, nachdem er uns den Auftrag gegeben hat, in alle Welt zu gehen und das Evangelium zu predigen:
Diese Zeichen aber werden die begleiten, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden, Schlangen werden sie aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden. Der Herr nun wurde, nachdem er mit ihnen geredet hatte, aufgenommen in den Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes. Sie aber gingen hinaus und verkündigten überall; und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die begleitenden Zeichen. — Markus 16,17 – 20
Mit anderen Worten: Gott gebrauchte Wunder, um zu bestätigen, dass es tatsächlich er selbst war, der durch diese Menschen sprach. Diese Bibelstelle zeigt außerdem, dass der Herr die wahre Verkündigung und Lehre seines Wortes mit den begleitenden Zeichen bestätigt.
Auf dieser Grundlage können wir heute mit Fug und Recht infrage stellen, ob Gott wirklich durch bestimmte Prediger spricht, wenn die Wunder wirkende Kraft Gottes nicht durch sie fließt. Versteh mich jetzt nicht falsch. Ich sage nicht, dass jemand, bei dessen Dienst keine Heilungen geschehen, nicht von Gott gesandt ist. Genauso wenig sage ich, dass wir automatisch jedes Wort glauben sollten, wenn jemand ein Wunder tut. Du musst die Worte von Menschen immer anhand des Wortes Gottes prüfen. Trotzdem funktioniert es nach Gottes System so: Wenn sein Wort in Wahrheit gepredigt wird, werden Zeichen und Wunder folgen.
Wir leben in einem Zeitalter, in dem man die Botschaft der Errettung verzerrt hat und man nur noch einzelne Punkte betont. Denn bestimmte Aspekte der Errettung werden von den meisten Christen nicht mehr berücksichtigt und missverstanden. Viele Menschen predigen nur noch über die Vergebung der Sünden. Gott bestätigt all sein Wort, das wir predigen. Doch wenn sich unsere Verkündigung nur auf geistliche und ewige Werte und die Vergebung von Sünden beschränkt, werden wir erleben, dass Menschen zwar von neuem geboren werden – aber mehr nicht. Wenn wir jedoch den ganzen Plan Gottes verkündigen und lehren, wird er dies mit Zeichen und Wundern bestätigen. So hat Gott es in der Bibel festgelegt und so sollte es sein.
Für uns gilt das Gleiche!
Nicht alle wahren Männer und Frauen Gottes erleben heute Wunder, denn sie predigen nicht alles, was Gott für uns vorgesehen hat. Einige Menschen, die ich persönlich sehr schätze, sind der Offenbarung, die sie empfangen haben, treu geblieben. Sie haben erlebt, wie sich Menschen bekehrt haben und ihr Leben verändert wurde. Ich würde niemals behaupten, dass dies keine wahren Prediger sind. Doch es ist offensichtlich, dass sie nicht den ganzen Plan Gottes verkündigen. Gott will, dass sein Plan in vollem Umfang verkündigt wird, und er wird ihn mit den begleitenden...
| Erscheint lt. Verlag | 8.3.2022 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie |
| ISBN-10 | 3-95933-219-X / 395933219X |
| ISBN-13 | 978-3-95933-219-4 / 9783959332194 |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
Größe: 3,5 MB
DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasserzeichen und ist damit für Sie personalisiert. Bei einer missbräuchlichen Weitergabe des eBooks an Dritte ist eine Rückverfolgung an die Quelle möglich.
Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belletristik und Sachbüchern. Der Fließtext wird dynamisch an die Display- und Schriftgröße angepasst. Auch für mobile Lesegeräte ist EPUB daher gut geeignet.
Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise
Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.
aus dem Bereich