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Gottes Offenbarung in Menschenwort (eBook)

Der Koran im Licht der Barmherzigkeit
eBook Download: PDF
2018 | 1. Auflage
352 Seiten
Verlag Herder GmbH
978-3-451-81200-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Gottes Offenbarung in Menschenwort -  Mouhanad Khorchide
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Traditionell und doch modern: Aus der Verbindung der traditionellen islamischen Koranwissenschaft mit Methoden europäischer Geschichtswissenschaften entwirft Mouhanad Khorchide einen neuen Zugang zum Koran. Obwohl der Koran als geoffenbartes Gotteswort gilt, wird er zugleich als historisch gewordener Text verstanden. Dieses Aufeinandertreffen scheinbar sich widersprechender Methoden ist Thema des Eröffnungsbandes des HthKK, in dem Mouhanad Khorchide neben dem aktuellen Forschungsstand den eigenen hermeneutischen Ansatz erarbeitet und sein eigenes methodisches Vorgehen beschreibt. Kann die historisch-kritische Methode der Bibelexegese ohne Verstehensverluste auch auf den Koran angewendet werden? Im Spannungsfeld von historischer, literarischer und theologischer Auslegung erwächst ein bahnbrechendes Werk, das für Diskussion und Debatten sorgen wird.

Mouhanad Khorchide, Prof. Dr., geb. 1971 in Beirut, aufgewachsen in Saudi-Arabien, studierte Islamische Theologie und Soziologie in Beirut und Wien. Seit 2010 Professor für Islamische Religionspädagogik an der Universität Münster und dort inzwischen auch Leiter des Zentrums für Islamische Theologie.

Mouhanad Khorchide, Prof. Dr., geb. 1971 in Beirut, aufgewachsen in Saudi-Arabien, studierte Islamische Theologie und Soziologie in Beirut und Wien. Seit 2010 Professor für Islamische Religionspädagogik an der Universität Münster und dort inzwischen auch Leiter des Zentrums für Islamische Theologie.

Inhalt 6
1 Den Koran anders lesen 12
2 Die westliche Koranforschung – Ein Überblick 17
2.1 Frühe christliche Polemiken gegen den Koran 22
2.2 Das Koranbild im europäischen Mittelalter und zur Zeit der Reformation 26
2.3 Ästhetische Wahrnehmungen: Frühe Koranübersetzungen ins Deutsche 30
2.4 Der gedruckte Koran und die Versuche einer kritischen Textedition 35
2.4.1 Vom ersten Korandruck bis zur Kairiner Ausgabe 35
2.4.2 Historisch-kritische Manuskriptforschung 43
2.5 Zugänge zum Koran im 19. und 20. Jahrhundert 47
2.5.1 Die Wissenschaft des Judentums als Grundlage einer kritischen Koranforschung 54
2.5.1.1 Abraham Geiger 57
2.5.1.2 Die kritische Koranforschung auf dem Fundament der „Wissenschaft des Judentums“ 62
2.5.2 Verflechtung jüdischer und christlicher Forschung zum Koran 66
2.5.3 Koranforschung der Nachkriegszeit: die Leben-Mu?ammad-Forschung 70
2.5.4 Die revisionistische Koranforschung 72
2.5.5 Angelika Neuwirth und die historisch-kritische Koranforschung 74
3. Ein theologisch-hermeneutischer Zugang zum Koran 79
3.1. Der Koran als kommunikatives Geschehen der Selbstoffenbarung Gottes 79
3.1.1 Paradigmenwechsel: Für ein anthropologisches Verständnis der Offenbarung Gottes im Islam 82
3.1.2 Ein transzendental-logischer Zugang zur Erkenntnis der Bedingungen der Möglichkeit, Gottes Offenbarung als Selbstmitteilung zu denken 93
3.1.3 Die Offenbarung Gottes ist die Offenbarung der liebenden Barmherzigkeit 105
3.1.3.1 Auf den Spuren der Barmherzigkeit im Koran 111
3.1.3.2. Im Koran ereignet sich die Gegenwart Gottes liebender Barmherzigkeit 124
3.2. Der empathische Gott des Korans 130
3.3. Barmherzigkeit als hermeneutischer Schlüssel koranischer Offenbarung 148
4. Liebende Barmherzigkeit kann sich nur in liebender Barmherzigkeit offenbaren – Ästhetische Zugänge zum Koran 153
4.1 Das Wesenswort Gottes entspricht dem Koran, beide sind aber nicht identisch 154
4.2 Eine literaturwissenschaftliche Perspektive auf den Koran 159
4.2.1 Dogma der „Unnachahmlichkeit des Korans“ (i???z al-Qur??n) 161
4.2.2 Faktoren der Etablierung des i???z al-Qur??n-Dogmas 165
4.2.3 Entwicklungen in den klassischen Diskussionen um die „Unnachahmlichkeit des Korans“ 170
4.2.4 Beispiele in der klassischen Tradition für eine literaturwissenschaftliche Beschäftigung mit dem Text 172
4.2.5 Moderne literaturwissenschaftliche Ansätze 183
4.3 Friedrich Schiller und der Koran 201
5. Die bleibende Offenheit des Korans 214
5.1 Kritik an der juristischen Rekonstruktion der koranischen Geltungsansprüche 223
5.2 Gegen die Beliebigkeit 228
6. Die historisch-kritische Methode der Bibelwissenschaften und ihre Anwendung auf den Koran 232
6.1. Die Bezeichnung der Methode als historisch und kritisch 232
6.2. Die Prämissen der historisch-kritischen Methode 235
6.2.1. Die Distanz zwischen Ausleger und Text 235
6.2.2. Methodischer Atheismus 236
6.2.3. Ergebnisoffenheit 238
6.2.4. Wahrscheinlichkeitsurteile 239
6.2.5. Die Bibel als Textsammlung 240
6.3. Die Ziele der historisch-kritischen Methode 241
6.3.1. Die Rekonstruktion der Textgenese 241
6.3.2. Die Rekonstruktion der historischen Textaussage 242
6.3.3 Die Rekonstruktion der historischen Ereignisse 243
6.3.4 Theologische Reflexion – Forderung nach Bedeutung im Hier und Jetzt 243
6.4. Die Arbeitsschritte der historisch-kritischen Methode 246
6.4.1 Textkritik 246
6.4.2 Übersetzung 248
6.4.3 Textanalyse 249
6.4.4 Literarkritik 253
6.4.5 Überlieferungsgeschichte 255
6.4.6 Redaktionskritik 255
6.4.7 Formkritik 258
6.4.8 Traditionsgeschichte 260
6.5. Bündelung der Ergebnisse 262
6.6. Kritik an der historisch-kritischen Methode 266
6.6.1 Karl Barth – Die propädeutische Funktion der historischen Kritik und ihre Ergänzungsbedürftigkeit durch eine theologische Exegese 266
6.6.2 Joseph Ratzinger – Was die historische Kritik nicht leisten kann: Gegenwartsbezug, Autorität als Gotteswort, Einheit der Schrift 271
6.6.3 Peter Stuhlmacher – Versöhnung von kirchlicher und wissenschaftlicher Exegese durch Einbeziehung der Wirkungsgeschichte 276
6.6.4 Gerhard Maier – Biblische Spezialhermeneutik statt historisch-kritischer Exegese 278
6.6.5 Armin Sierszyn – Biblisch-historische Exegese als offenbarungsoffene Schriftauslegung und Hermeneutik des Vertrauens 281
6.6.6 Klaus Berger – Die Ergänzungsnotwendigkeit der historisch-kritische Exegese durch eine biblische Spiritualität 284
6.6.7 Ulrich Körtner – Die konstitutive Bedeutung des Lesers für das Verständnis biblischer Texte 286
6.7. Die bleibende Notwendigkeit der historisch-kritischen Methode 289
6.8. Impulse und Anfragen der historisch-kritischen Bibelexegese für und an die gegenwärtige Koranexegese 292
6.8.1. Anwendung der Ergebnisse der historisch-kritischen Methode auf den Koran 296
Textkritik 297
Übersetzung 300
Textanalyse 301
Literarkritik 302
Überlieferungsgeschichte 304
Redaktionskritik 304
Formkritik 305
Traditionsgeschichte 306
6.8.2. Der Beitrag der historisch-kritischen Methode zur Öffnung des Korans 308
7. Ausblick: Die Fortschreibung der Barmherzigkeit Gottes in der Begegnung mit dem Koran 318
Literatur 327
Internetquellen 351

Erscheint lt. Verlag 17.9.2018
Reihe/Serie Herders Theologischer Koran-Kommentar
Co-Autor Dina El Omari, Dirk Hartwig, Stefan Zorn
Verlagsort Freiburg im Breisgau
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften Religion / Theologie
Schlagworte Exegese • Islam • Kommentar • Koran • Korankommentar
ISBN-10 3-451-81200-2 / 3451812002
ISBN-13 978-3-451-81200-2 / 9783451812002
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