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Grenzen und Chancen der modernisierten Geschlechterordnung

Ein geschlechterkritischer Blick auf Gesellschaft und Schule
Buch | Softcover
309 Seiten
2017
Psychosozial-Verlag
978-3-8379-2677-4 (ISBN)
CHF 55,85 inkl. MwSt
Obwohl sich Frauen nach wie vor im Vakuum gesellschaftlicher Unterstützungssysteme befinden, gelten sie im hegemonialen neoliberalen Diskurs gemeinhin als die Gewinner_innen des Fortschritts. Mit kritischer Stoßrichtung verfolgt Stefanie Göweil die Ursprünge dieser offensichtlichen Diskrepanz. Sie analysiert die Dynamik und Zielrichtung gegenwärtiger Entwicklungen im Geschlechterverhältnis und hebt deren Chancen und Grenzen in Hinblick auf die Verwirklichung einer geschlechtergerechten Gesellschaft hervor. Im Fokus ihrer Untersuchung steht hierbei insbesondere die Rolle des Bildungssystems Schule.
Obwohl sich Frauen nach wie vor im Vakuum gesellschaftlicher Unterstützungssysteme befinden, gelten sie im hegemonialen neoliberalen Diskurs gemeinhin als die Gewinnerinnen des Fortschritts. Mit kritischer Stoßrichtung verfolgt Stefanie Göweil die Ursprünge dieser offensichtlichen Diskrepanz. Sie analysiert die Dynamik und Zielrichtung gegenwärtiger Entwicklungen im Geschlechterverhältnis und hebt deren Chancen und Grenzen in Hinblick auf die Verwirklichung einer geschlechtergerechten Gesellschaft hervor. Im Zentrum ihrer Untersuchung steht die Diagnose, dass traditionelle, hierarchische Geschlechterverhältnisse erneut Fuß fassen können, weil eine Thematisierung von Geschlechterungerechtigkeit im Namen karriereorientierter, individualisierter Werte in den Vorhallen des Erfolgs für überflüssig erklärt wird. Das Bildungssystem Schule ist an dieser Verschleierung maßgeblich beteiligt.

Stefanie Göweils Untersuchung bietet Antworten auf die Fragen, welche Konstruktionsmechanismen an der Produktion von Geschlecht jenseits normativer Rollenbilder und Zuschreibungen beteiligt sind, wie diese in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen wirken und welche Auswirkungen diese auf Gesundheit und Selbstbild von Frauen und Mädchen haben. Sie skizziert mögliche Emanzipations- und Widerstandsstrategien, die sich daraus ergeben.

Gender-Erklärung

Danksagung

1 Einleitung

1.1 Schulische Relevanz der Fragestellung
1.2 Methodisches Vorgehen

2 Selbstkannibalismus - ein neoliberales Novum?

2.1 Auftakt
2.2 Exkurs: Selbstkannibalismus und Bildung
2.3 Selbstkannibalismus, Kapitalismus und souveräne Subjektivität - eine "männlichkeitsaffine" Zweckgemeinschaft

3 Entsubjektivierung als ethisches Commitment und emanzipatorisch-politische Praxis

3.1 Die Macht des Nominalismus oder: die Bio-Politik
3.2 Der Nihilismus des modernen Subjekts

4 Das performative Potenzial des Ethischen

5 Prinzipien der psychoanalytischen und Kritischen Pädagogik. Ansatzpunkte und Überschneidungen zu Butlers Theorie der Performativität und Irigarays Ethik der sexuellen Differenz

6 Die Kultivierung sexueller Differenz und ihre Bedeutung für die schulische Praxis

6.1 Exkurs: Löcher im System - Über die seltsame Abwesenheit der "anderen" Frau
6.2 Versuch einer Zusammenfassung

7 Zusammenfassung, Schlussfolgerungen, Ausblick

Literatur

Anhang

"Göweil liest sich als fundiertes Kontrastprogramm zum mittlerweile hegemonialen Diskurs um 'Jungen als Bildungsverlierer', dem Vorwurf der 'Feminisierung' des Bildungssystems und dem Wiederaufleben von Differenzannahmen." Monika Barz, socialnet.de vom 28. September 2017 "In einer Zeit, in der feministisches Denken und feministische Forderungen wieder als anstößig gelten, hat Stefanie Göweil ein sprachlich brillantes, inhaltlich herausforderndes Werk verfasst." Bettina Zehetner, www.frauenberatenfrauen.at, Institut für frauenspezifische Sozialforschung Wien

»In Stefanie Göweils vielfältigen, letztendlich auch explizit praxisaffinen, über weite Strecken allerdings sehr komplexen Gedanken und Argumentationsketten, die teils (für mich als Nicht-Philosoph_in) höchst anspruchsvoll zu lesen waren, finden sich immer wieder wunderbare Fundstücke, Aha-Momente zum Mitnehmen. Und hoffentlich im Alltag umsetzen – denn derzeit gilt leider immer noch: »Einen Platz haben, der keiner ist – dies ist eine sehr passende Bezeichnung für die Situation von Frauen und Mädchen in einer heteronormativen Gesellschaft« (S. 283).«
Sabine Prokop, rezens.tfm – e-Journal für wissenschafltiche Rezensionen des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien am 15. Mai 2018



»Göweil liest sich als fundiertes Kontrastprogramm zum mittlerweile hegemonialen Diskurs um ›Jungen als Bildungsverlierer‹, dem Vorwurf der ›Feminisierung‹ des Bildungssystems und dem Wiederaufleben von Differenzannahmen.«
Monika Barz, socialnet.de vom 28. September 2017

»In einer Zeit, in der feministisches Denken und feministische Forderungen wieder als anstößig gelten, hat Stefanie Göweil ein sprachlich brillantes, inhaltlich herausforderndes Werk verfasst.«
Bettina Zehetner, www.frauenberatenfrauen.at, Institut für frauenspezifische Sozialforschung Wien

Erscheinungsdatum
Reihe/Serie Forschung psychosozial
Verlagsort Gießen
Sprache deutsch
Maße 148 x 210 mm
Gewicht 454 g
Themenwelt Geisteswissenschaften Psychologie
Sozialwissenschaften Soziologie Gender Studies
Sozialwissenschaften Soziologie Spezielle Soziologien
Schlagworte Gender • Geschlechtergerechtigkeit • Geschlechterordnung • Geschlechterrolle / Geschlechterbeziehung • Gesellschaft • Gesellschaft (Soziologie) • Rollenbilder • Schule
ISBN-10 3-8379-2677-X / 383792677X
ISBN-13 978-3-8379-2677-4 / 9783837926774
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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