Das Frenkel-Haus Lemgo
Aschendorff (Verlag)
978-3-7395-1014-9 (ISBN)
Lese- und Medienproben
Jürgen Scheffler. Geboren 1954 in Hemer. Studium: Geschichtswissenschaft und Germanistik in Göttingen, Marburg und Bielefeld. Bis 2019 Leiter des Städtischen Museums in Lemgo. Forschungsschwerpunkte: Stadt- und Regionalgeschichte, Museumskunde, Geschichte der Heimatbewegung.
Geleitwort • 6
Jürgen Scheffler: Einleitung • 7
Gedenkstätte Frenkel-Haus: Bilder und Texte der ständigen Ausstellung • 23
Klaus Pohlmann: Das städtische Zunfthandwerk und die Juden. Der Konflikt um die Zuwanderung und Niederlassung der Familie Frenkel in Lemgo und ihre historischen Hintergründe • 49
Familienalbum • 111
Lilach Naishtat Bornstein: Die Holocaust-Überlebende Karla Raveh als Zeitzeugin und Erzählerin in Deutschland und Israel • 119
Gertrud Wagner: Befreitwerden durch Erzählen. Rede zur Eröffnung der ständigen Ausstellung der ständigen Ausstellung in der Gedenkstätte Frenkel-Haus • 155
Geleitwort Die Dokumentations- und Begegnungsstätte Frenkel-Haus hat für die Alte Hansestadt Lemgo eine besondere Bedeutung. Sie ist in unserer Stadt einer der zentralen Gedenkorte an die Opfer der NS-Herrschaft, gleichzeitig ein wichtiger Lernort der politischen Bildung. Zugleich ist sie untrennbar mit unserer Ehrenbürgerin Karla Raveh geb. Frenkel verbunden. Gerade Besucherinnen und Besucher aus Lemgo können hier räumliche und persönliche Bezüge zu den NS-Verbrechen in ihrer Heimatstadt herstellen. Erfahrungsgemäß werden dadurch viele schmerzhafte aber notwendige Fragen aufgeworfen. Die Ausstellung im Frenkel-Haus erinnert an die Opfer der Judenverfolgung in Lemgo in würdiger und gleichzeitig sehr persönlicher Form. Hier werden aus den schrecklichen und unfassbaren Opferzahlen, die wir aus den Geschichtsbüchern kennen, einzelne, berührende Lebens- und Leidensgeschichten. Die Ausstellung zeigt auch, dass die Mitglieder der Familie Frenkel ohne Zweifel deutsche Patrioten im besten Sinne waren. Das entlarvt die sprachliche Trennung zwischen Juden und Deutschen, die zuweilen bis heute meistens unbewusst Verwendung findet, als ein perfides Werk der NS-Propaganda. Insofern sorgt die Ausstellung auch hier für wichtige Klarstellungen. Im Namen von Rat und Verwaltung der Alten Hansestadt Lemgo danke ich allen, die an diesem Begleitbuch mitgewirkt haben. Darüber hinaus danke ich allen Menschen und Institutionen, die sich für die Einrichtung, den Erhalt und den Betrieb dieser Dokumentations- und Begegnungsstätte engagiert haben, engagieren und engagieren werden. Sie alle machen sich um die Alte Hansestadt Lemgo verdient. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass unser Frenkel-Haus mit seinen Botschaften weiterhin viele, vor allem junge Menschen erreicht. Mögen sie durch die Auseinandersetzung mit den tragischen Schicksalen der Jüdinnen und Juden ihrer Heimatstadt zu Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern werden, die jederzeit für Recht und Freiheit einstehen. Dr. Reiner Austermann Bürgermeister der Alten Hansestadt Lemgo
GeleitwortDie Dokumentations- und Begegnungsstätte Frenkel-Haus hat für die Alte Hansestadt Lemgo eine besondere Bedeutung. Sie ist in unserer Stadt einer der zentralen Gedenkorte an die Opfer der NS-Herrschaft, gleichzeitig ein wichtiger Lernort der politischen Bildung. Zugleich ist sie untrennbar mit unserer Ehrenbürgerin Karla Raveh geb. Frenkel verbunden.Gerade Besucherinnen und Besucher aus Lemgo können hier räumliche und persönliche Bezüge zu den NS-Verbrechen in ihrer Heimatstadt herstellen. Erfahrungsgemäß werden dadurch viele schmerzhafte aber notwendige Fragen aufgeworfen.Die Ausstellung im Frenkel-Haus erinnert an die Opfer der Judenverfolgung in Lemgo in würdiger und gleichzeitig sehr persönlicher Form. Hier werden aus den schrecklichen und unfassbaren Opferzahlen, die wir aus den Geschichtsbüchern kennen, einzelne, berührende Lebens- und Leidensgeschichten.Die Ausstellung zeigt auch, dass die Mitglieder der Familie Frenkel ohne Zweifel deutsche Patrioten im besten Sinne waren. Das entlarvt die sprachliche Trennung zwischen Juden und Deutschen, die zuweilen bis heute meistens unbewusst Verwendung findet, als ein perfides Werk der NS-Propaganda. Insofern sorgt die Ausstellung auch hier für wichtige Klarstellungen.Im Namen von Rat und Verwaltung der Alten Hansestadt Lemgo danke ich allen, die an diesem Begleitbuch mitgewirkt haben. Darüber hinaus danke ich allen Menschen und Institutionen, die sich für die Einrichtung, den Erhalt und den Betrieb dieser Dokumentations- und Begegnungsstätte engagiert haben, engagieren und engagieren werden. Sie alle machen sich um die Alte Hansestadt Lemgo verdient.Für die Zukunft wünsche ich mir, dass unser Frenkel-Haus mit seinen Botschaften weiterhin viele, vor allem junge Menschen erreicht. Mögen sie durch die Auseinandersetzung mit den tragischen Schicksalen der Jüdinnen und Juden ihrer Heimatstadt zu Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern werden, die jederzeit für Recht und Freiheit einstehen.Dr. Reiner AustermannBürgermeister der Alten Hansestadt Lemgo
| Erscheint lt. Verlag | 14.6.2016 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Schriften des Städtischen Museums Lemgo ; 14 |
| Verlagsort | Bielefeld |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 170 x 240 mm |
| Gewicht | 424 g |
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► Zeitgeschichte |
| Geschichte ► Teilgebiete der Geschichte ► Kulturgeschichte | |
| Schlagworte | 19. Jahrhundert (1800 bis 1899 n. Chr.) • 20. Jahrhundert (1900 bis 1999 n. Chr.) • frenkel • Frenkel, Familie • Frenkel-Haus Lemgo • Geschichte: Ereignisse und Themen • Juden • Lemgo • Nordrhein-Westfalen • Raveh, Karla • Rave, Karla |
| ISBN-10 | 3-7395-1014-5 / 3739510145 |
| ISBN-13 | 978-3-7395-1014-9 / 9783739510149 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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