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Kommunikation des Glaubens (eBook)

Gottesbeziehung als Kategorie praktisch-theologischer Theoriebildung
eBook Download: PDF
2009 | 1. Auflage
357 Seiten
Vandenhoeck & Ruprecht Unipress (Verlag)
978-3-647-62409-9 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Kommunikation des Glaubens -  Thomas Micklich
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Thomas Micklich geht es um die Gottesbeziehung des Menschen. Der Denkbarkeit dieser Voraussetzung des Glaubens stellen sich aber rationalitätslogische Probleme in den Weg. Die Studie verfolgt eine doppelte Strategie. Einerseits sollen implizite Voraussetzungen theologischen Denkens expliziert sowie innere Widersprüchlichkeiten offen geleget, andererseits einzelne Konstellationen des Glaubens in den Blick genommen werden. Die Hauptthese der Studie ist, dass die »Gottesbeziehung« in der Regel als eine zweistellige Relation gedacht wird. Diese Konzeption ist jedoch aporetisch, aber nicht als Aporie des Glaubens, sondern der zugrunde liegenden rationalitätslogischen Struktur. Die Perspektive, die die Studie zu eröffnen sucht, ist, die Gottesbeziehung als eine genuin dreistellige Relation zu denken. Dieser formalen Pointe entspricht ihre materiale Fassung als soziale Beziehung der Intersubjektivität. Intersubjektivität besteht dabei nicht zwischen »Gott« und »Mensch«, sondern zwischen Mensch und Mensch, derart, dass »Gott« als die Beziehung der Bezogenen zu denken ist. Nur so kann vermieden werden, dass der Mitmensch zur bloßen Randbedingung der Gottesbeziehung des Anderen wird, für die er vielmehr mitkonstitutiv ist. Dies ist denkbar auf der Basis einer transitiven - triadischen - Relation. Die Kommunikation des Glaubens kann nun als eine spezifische Geschichte Gottes mit dem Menschen, als seine sozial für uns wirkliche Mitmenschlichkeit, begriffen werden, deren Transzendenz sich inmitten unserer Welt erfahrbar realisiert.

Dr. theol. Thomas Micklich ist Mitarbeiter der Philosophischen Fakultät der Universität Münster.

Dr. theol. Thomas Micklich ist Mitarbeiter der Philosophischen Fakultät der Universität Münster.

Cover 1
Title Page 
4 
Copyright 
5 
Table of Contents 
6 
Body 
10 
Vorwort 10
Einleitung 12
1. Rationalitätstheorethische Erwägungen zum Problem der theologischen Ausgangssituation 26
1.1 Die Mensch-Gott-Relation als Subjektivierung der Gottesbeziehung 26
1.1.1 „Des Glaubens Paradox“ – Zur subjektlogischen Formierung theologischer Grundbegriffe 26
1.1.2 Paradoxie des Glaubens als Paradoxie des Glaubensbegriffes – Eine Umorientierung des Modells der Gotteswirklichkeit 32
1.2 Ein neuer systematischer Hintergrund für die Analyse der Paradoxie des Glaubensbegriffs: Der Glauben stiftende Kommunikationsvollzug des Evangeliums als sozial-theologische Grundkategorie 38
1.2.1 Konzeptuelle Schwierigkeiten, die Kategorie des „Sozialen“ theologisch zu fassen 40
1.2.2 Theologie ist nicht Soziologie, wohl aber sozial fundiert 60
1.2.3 Reinheit des Glaubens und Weltlichkeit der Kirche – Trennung statt Vermittlung 72
1.2.4 Glaube und Kirche in der Spannung von Gottesbezug und Weltbezug 84
1.2.5 Glaube – Kirche – Gesellschaft. Ein theologisches Konstitutionsproblem 104
1.2.6 Kirche als äußere Funktion des Glaubens und der Verlust der Intersubjektivität 113
1.3 „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ oder den „Früchten des Glaubens“ 123
1.3.1 „Freisein-von“ und „Freisein-zu“ als theologische Dialektik der Heilsgeschichte Gottes mit den Menschen 123
1.3.2 Gottes Beziehungssein impliziert eine geschichts-theologisch bestimmte christliche Freiheit 129
1.4 Gesellschaftlicher Erfolg und Glaube 131
1.4.1 Christlicher Glaube am Scheideweg zwischen Dienst am Wort Gottes und Funktion der Gesellschaft 131
1.4.2 Christliche Freiheit als transzendierende Teilhabe an der intersubjektiv vermittelten Wirklichkeit Gottes mit dem Menschen 134
1.5 Von der zweistelligen Gott-Mensch-Relation zur dreistelligen Beziehung: Strukturelle Aspekte der Kommunikation des Evangeliums als Geschichte 142
1.5.1 Die subjektive Gottesbeziehung als Ereignis des Wortes Gottes ist kategorial zu schwach 142
1.5.2 Der geschichtliche Vollzugszusammenhang des Glaubens als Voraussetzung der Kommunikation des Evangeliums 147
1.6 Beobachtungen zur Logik des Glaubens 152
1.6.1 Das aporetische Verhältnis von Gottesbezug, Selbstbezug und Sozialbezug des Menschseins 152
1.6.2 Die Inkommensurabilität von individueller Gottesbeziehung und linguistisch-epistemologischer Form 156
1.6.3 Das Problem der Relationierung zweier Relationen – Nachordnung als Zuordnung? 158
1.6.4 Probleme mit der konstitutionstheoretischen Privilegierung der Gottesbeziehung auf der Basis des subjektlogischen Selbstverhältnisses 161
1.7 Konkreter Glaube als sozialer Glaube im konzeptuellen Rahmen einer triadischen Relationalität .. 165
1.7.1 Zur Sprachlichkeit der Wirklichkeit Gottes 165
1.7.2 Zur Erkennbarkeit der Wirklichkeit Gottes 185
1.8 Zwischenergebnis: Mitmenschlichkeit als Versöhnungswirklichkeit der Gottesbeziehung mit dem Menschen für den Menschen 195
1.9 Zur Kommunikation der Wirklichkeit Gottes als Semiose 198
1.9.1 Gottes Wirklichkeit als relationale Mitte des Menschseins ist die Seinsgeschichte kommunikativer Freiheit 198
1.9.2 Desiderat einer grundbegrifflichen Bestimmung der aufgefundenen rationalitätslogischen Form der Intersubjektivität 201
1.9.3 Die soziale Kategorie der Kommunikation ist als genuin theologische auszuweisen 202
2. Die Kategorie der Beziehung als Ergebnis einer rationalitätlogischen Analyse – Möglichkeiten und Grenzen 204
2.1 Das formale Dilemma zweier Motive: Sein Gottes und Glaube an Gott? 204
2.1.1 Erkenntnisbezug als Funktion des Gegenstandsbezugs und umgekehrt: Gegenstandsbezug als Funktion der reflexiven Erkenntnisbeziehung des Subjekts 204
2.1.2 Die linguistische Herausforderung als paradigmentheoretisches Problem 207
2.1.3 Die Unhintergehbarkeit der Motive des Seins und Erkennens und das Problem ihrer vermittlungslosen Beziehung 217
2.1.4 Der konstitutionstheoretische Schub hin zum Problem der Subjektivität des Glaubens 227
2.1.5 Subjektivität Gottes als Vorschein von Intersubjektivität 229
2.2 Mangel an Vermittlung – Das Modell der Gottesbeziehung als zweistellige Relation: Gott–Mensch 232
2.2.1 Vermittlungslose Intersubjektivität als Beziehung doppelter Subjektivität: die des Seins Gottes und die des Glaubens des Menschen 232
2.2.2 Identität und Differenz: Das Beziehungsmodell kommt nicht über die Kategorien Subjekt und Objekt hinaus 237
2.3 Logisch-analytische Erwägungen zum Problem der Relationalität der Gottesbeziehung im Spannungsfeld von Formalismus und Realismus 241
2.3.1 Inhaltsloses Bezogensein oder Vermittlung der Bezogenen? Die Realität des Glaubens ist nur als erfahrbare konkret 241
2.3.2 Die Subjektzentriertheit des dyadischen Beziehungsmodells 272
2.3.3 Die beziehende Beziehung als der Widerspruch der ontisch-subjektiven Einheitder Unterschiedenheit von Gott und Mensch und der erneute Rückfall aufs Glaubenssubjekt 283
2.4 Deontologisierung als Verschiebung der Frage nach dem Was 298
2.4.1 Das ontologische Fundament der Frage nach Gott ist das weltliche Fundament des Glaubens 298
2.4.2 Das Problem der Kontinuität und die gehaltvolle Beziehung des Glaubens 301
2.4.3 Es gibt keinen Ausweg aus dem Dilemma ohne Veränderung der rationalitätslogischen Fassung der Grundbegriffe 308
2.5 Probleme mit der theologischen Kategorie des Praktischen 310
2.5.1 Welchen theologischen „Wert“ hat die Praxis von Glaube und Kirche in der Welt? 310
2.5.2 Aktualität des Glaubens als Verlust von Praxis 313
2.6 Identität und Differenz als theologisches Problem 318
2.6.1 Subjektivität als Grundbegriff der rationalitätslogischen Kategorie der Beziehung: Gottesbeziehung und die Subjektivität des Glaubens 318
2.6.2 Die Gottesbeziehung als triadische Relation ist Grundlage vermittlungstheologischen Denkens 320
2.6.3 Identität und Differenz als theologische Kategorien der Gottesbeziehung 326
Schlussbetrachtung und Ausblick 335
Literatur 354

Erscheint lt. Verlag 16.9.2009
Reihe/Serie Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie
Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie
Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie.
Zusatzinfo mit 21 Graphiken
Verlagsort Göttingen
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften Religion / Theologie Christentum
Schlagworte Christlicher Glaube • Kommunikation • Praktische Theologie
ISBN-10 3-647-62409-8 / 3647624098
ISBN-13 978-3-647-62409-9 / 9783647624099
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