Kommunikation des Glaubens
Vandenhoeck & Ruprecht (Verlag)
978-3-525-62409-8 (ISBN)
Thomas Micklich geht es um die Gottesbeziehung des Menschen. Der Denkbarkeit dieser Voraussetzung des Glaubens stellen sich aber rationalitätslogische Probleme in den Weg. Die Studie verfolgt eine doppelte Strategie. Einerseits sollen implizite Voraussetzungen theologischen Denkens expliziert sowie innere Widersprüchlichkeiten offen geleget, andererseits einzelne Konstellationen des Glaubens in den Blick genommen werden. Die Hauptthese der Studie ist, dass die »Gottesbeziehung« in der Regel als eine zweistellige Relation gedacht wird. Diese Konzeption ist jedoch aporetisch, aber nicht als Aporie des Glaubens, sondern der zugrunde liegenden rationalitätslogischen Struktur. Die Perspektive, die die Studie zu eröffnen sucht, ist, die Gottesbeziehung als eine genuin dreistellige Relation zu denken. Dieser formalen Pointe entspricht ihre materiale Fassung als soziale Beziehung der Intersubjektivität. Intersubjektivität besteht dabei nicht zwischen »Gott« und »Mensch«, sondern zwischen Mensch und Mensch, derart, dass »Gott« als die Beziehung der Bezogenen zu denken ist. Nur so kann vermieden werden, dass der Mitmensch zur bloßen Randbedingung der Gottesbeziehung des Anderen wird, für die er vielmehr mitkonstitutiv ist. Dies ist denkbar auf der Basis einer transitiven - triadischen - Relation. Die Kommunikation des Glaubens kann nun als eine spezifische Geschichte Gottes mit dem Menschen, als seine sozial für uns wirkliche Mitmenschlichkeit, begriffen werden, deren Transzendenz sich inmitten unserer Welt erfahrbar realisiert.
Dr. theol. Thomas Micklich ist Mitarbeiter der Philosophischen Fakultät der Universität Münster.
The main subject of this study is the fundamental problem of what can be called the “relation between God and man”. The argument is as follows: The traditional concept of the relationship between God and man exhibits a dyadic nature of the relational structure. This approach, however, leads to aporetical problems that can not be dismissed on the same grounds. The only solution could be to think of the relation between God and man as an irreducibly triadic relation. The logical form of that relation would then be conceptualised materially as the social relation of intersubjectivity thereby not proposing God to be the other subject to man, but another human being. It is rather God to be thought of as the fundamental relation between the related human subjects and accordingly the precondition of true humanity.>
| Erscheint lt. Verlag | 16.9.2009 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie ; Band 058 |
| Zusatzinfo | mit 21 Graphiken |
| Verlagsort | Göttingen |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 155 x 232 mm |
| Gewicht | 600 g |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie ► Christentum |
| Schlagworte | Christlicher Glaube • Glaubensverkündigung • Kommunikation • Praktische Theologie |
| ISBN-10 | 3-525-62409-3 / 3525624093 |
| ISBN-13 | 978-3-525-62409-8 / 9783525624098 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
aus dem Bereich