Situation und Botschaft
Die soteriologische Vermittlung von Anthropologie und Christologie in den offenen Denkformen von Paul Tillich und Walter Kasper
Seiten
2012
De Gruyter (Verlag)
978-3-11-029180-3 (ISBN)
De Gruyter (Verlag)
978-3-11-029180-3 (ISBN)
Paul Tillich (1886–1965) war ein Denker von internationaler Ausstrahlung und weltweitem Rang. Von seinen Schriften gehen wichtige Impulse für die theologischen, religionsphilosophischen und kulturtheoretischen Debatten aus. Die Reihe Tillich Research reflektiert die internationale Forschung zu diesem namhaften Theologen und Philosophen, die wissenschaftliche Erschließung seines Werks mit jeweils ganz unterschiedlichen Zugängen zu Rezeption und Interpretation sowie einer facettenreichen Auswahl und Gewichtung der Themen.
Wie können Menschen von Gott heute noch „ergriffen“ werden? Welche Botschaft erreicht ihre Situation?Der jüdische Religionssoziologe Jacob Taubes hat die These aufgestellt, dass nach dem vielschichtigen kosmologischen und theologischen Übergang des Mittelalters die vertikal-analogische Achse zwischen Gott und Mensch zerfällt und nur die Dialektik bleibt. Erst dieser Bruch ermögliche das Prinzip der Geschichte, welches vom Deutschen Idealismus aufgegriffen und weitergeführt wird.Dieses Buch zeichnet im kritischen Gespräch mit Taubes’ Impuls nach, wie Paul Tillich und Walter Kasper als Erben von Schellings Denkens die Entfremdung von Gott und Mensch deutlich durchschlagen lassen und unter den Voraussetzungen der anthropologischen Wende der Postmoderne Theologie als Soteriologie denken. Tillich bedient sich einer auf dialektischer Vermittlung gründenden Korrelationsmethode, in der die menschliche Aporie und das christologische Paradox Platz finden. Kasper dagegen hält am Analogieprinzip fest, kann es aber gegenüber der Evidenz des Paradoxons nicht konsequent aufrechterhalten und verweist vielmehr auf die Unähnlichkeit von Natürlichem und Übernatürlichem. Erlösung wird als dramatisches Geschehen gedacht.
Wie können Menschen von Gott heute noch „ergriffen“ werden? Welche Botschaft erreicht ihre Situation?Der jüdische Religionssoziologe Jacob Taubes hat die These aufgestellt, dass nach dem vielschichtigen kosmologischen und theologischen Übergang des Mittelalters die vertikal-analogische Achse zwischen Gott und Mensch zerfällt und nur die Dialektik bleibt. Erst dieser Bruch ermögliche das Prinzip der Geschichte, welches vom Deutschen Idealismus aufgegriffen und weitergeführt wird.Dieses Buch zeichnet im kritischen Gespräch mit Taubes’ Impuls nach, wie Paul Tillich und Walter Kasper als Erben von Schellings Denkens die Entfremdung von Gott und Mensch deutlich durchschlagen lassen und unter den Voraussetzungen der anthropologischen Wende der Postmoderne Theologie als Soteriologie denken. Tillich bedient sich einer auf dialektischer Vermittlung gründenden Korrelationsmethode, in der die menschliche Aporie und das christologische Paradox Platz finden. Kasper dagegen hält am Analogieprinzip fest, kann es aber gegenüber der Evidenz des Paradoxons nicht konsequent aufrechterhalten und verweist vielmehr auf die Unähnlichkeit von Natürlichem und Übernatürlichem. Erlösung wird als dramatisches Geschehen gedacht.
Paul Galles,Luxemburg-Stadt, Luxemburg.
| Erscheint lt. Verlag | 16.7.2012 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Tillich Research ; 3 |
| Verlagsort | Berlin/Boston |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 155 x 230 mm |
| Gewicht | 1002 g |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Philosophie ► Philosophie der Neuzeit |
| Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie ► Christentum | |
| Schlagworte | Anthropologie • Anthropology • Christologie • Christology • Paul Tillich • Paul Tillich; Walter Kasper; Anthropology; Christology; Soteriology • Soteriologie • Soteriology • Walter Kasper |
| ISBN-10 | 3-11-029180-0 / 3110291800 |
| ISBN-13 | 978-3-11-029180-3 / 9783110291803 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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