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Sprüche (eBook)

(Autor)

eBook Download: PDF
2011 | 1. Auflage
410 Seiten
Vandenhoeck & Ruprecht Unipress (Verlag)
978-3-647-51239-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Sprüche -  Magne Sæbø
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Magne Sæbø has written a critical commentary on the Old Testament Book of Proverbs based on the original text. He has translated the original Hebrew text and interprets it in an easily understandable manner. By putting the Book of Proverbs in its natural setting within Old Oriental Wisdom literature, Magne Sæbø also reveals its context in the Old Testament. Using the final version of the text, the author reveals the traditional and historical path the text took over time. He also points out the various forms employed and the teachings of the wisemen of the day. A further focus lies on the particular theology found in the individual proverbs.

Dr. theol. Magne Sæbø ist em. Professor für Altes Testament an der Gemeindefakultät in Oslo und ehemaliger Präsident der International Organization for the Study of the Old Testament (1995-1998).

Dr. theol. Magne Sæbø ist em. Professor für Altes Testament an der Gemeindefakultät in Oslo und ehemaliger Präsident der International Organization for the Study of the Old Testament (1995–1998).

Front Cover 1
Title Page 4
Copyright 5
Inhalt 9
Einleitung 24
1. Sprüche und Weisheitstraditionen in Israel und seiner Umwelt . 24
2. Stilarten der weisheitlichen Rede 32
3. Das Buch der Sprüche als eine Sammlung von Sammlungen 40
4. Weisheitsrede und Weisheitslehre im Spruchbuch 46
5. Zur Kanonizität des Spruchbuches 53
6. Zur Aktualität des Spruchbuches 54
Abkürzungen 13
Ausgewählte Literatur 16
I. Kapitel 1, 1–9, 18: Mahnreden und Weisheitsverkündigung – ein theologischer Vorbau zum Buch der Sprüche 56
Zur Eigenart und Komposition der Sammlung 56
1, 1–7: Vorstellung und Empfehlung der Weisheit 62
1, 8–9: Erstes Mahnwort zum gehorsamen Hören 67
1, 10–19: Konkrete Warnung vor den Sündern 69
1, 20–33: Eine Rede der Weisheit 70
2, 1–22: Unterweisung der Weisheit 75
3, 1–35: Weisheit und Gottesfurcht im Alltag 84
4, 1–27: In der guten Überlieferung der Weisheit bleiben 94
a. 4, 1–9: Die prächtige Krone der Weisheit 97
b. 4,10–19: Die schicksalsschweren zwei Wege 100
c. 4, 20–27: Bewahre dein Herz! 103
5, 1–23: Die ‚fremde‘ und die eigene Frau 105
6, 1–19: Sozialethische Mahnworte und Belehrungen 114
a. 6, 1–5: Das Bürgen – eine gefährliche Sache 117
b. 6, 6–11: Geh hin zur Ameise, du Fauler – und werde klug! . . 119
c. 6, 12–15: Das Geschick des Nichtsnutzigen – sein Verderben . 121
d. 6, 16–19: Sieben Gräuel für Jahwe – ein Zahlenspruch 121
6, 20–35: Sexualethische Mahnungen 123
7, 1–27: Eine Verführungsgeschichte als warnende Beispielerzählung 133
8, 1–36: Die einmalige Hoheit der Weisheit 139
9, 1–18: Weisheit und Torheit – die Gegenpole 159
a. 9, 1–6: Die Einladung der Weisheit 161
b. 9, 7–12: Sprüche und Mahnworte 163
c. 9, 13–18: Die Torheit als Verführerin 164
Zum Aufbau und inhaltlichen Charakter der Sammlung I 167
1. Zur kompositorischen Eigenart der Sprüche 1–9 167
2. Zum inhaltlichen Charakter der Sprüche 1–9 173
II. Kapitel 10, 1–22, 16: Erste Sammlung von Salomo- Sprüchen 176
Zur Eigenart und Komposition der Sammlung II 176
Hauptteil A der Sammlung: Kapitel 10–15 185
10, 1–32: Arbeit, Weisheit – und Gottes Segen 185
11, 1–31: Gerechtigkeit rettet vom Tode 197
12, 1–28: Wer auf Rat hört, ist ein Weiser 207
13, 1–25: Zum Weisen erzogen 214
14, 1–35: Der Kontrast von Weisheit und Torheit 221
15, 1–33: Der Einsichtsvolle macht Gehen gerade 232
Nachwort zum Hauptteil A der Sammlung II 242
Hauptteil B der Sammlung: Kapitel 16, 1–22, 16 244
16, 1–33: Der Mensch unter der Gewalt Jahwes 244
17, 1–28: Nicht passt zum Toren treffliche Rede 252
18, 1–24: Tod und Leben sind in der Macht der Zunge 258
19, 1–29: Höre auf Rat und nimm Zucht an! 264
20, 1–30: Treue und Wahrheit behüten den König 271
21, 1–31: – aber der Sieg steht bei Jahwe 279
22, 1–16: Wer Unrecht sät, erntet Unheil 287
Nachwort zum Hauptteil B der Sammlung II 291
Zum Aufbau und inhaltlichen Charakter der Sammlung II 292
1. Zur kompositorischen Eigenart der Sprüche 10, 1–22, 16 292
2. Zum inhaltlichen Charakter der Sprüche 10, 1–22, 16 295
III. Kapitel 22, 17–24, 22: Erste Sammlung von „Worten der Weisen“ 298
Zur Komposition und Eigenart der Sammlung 298
22, 17–23, 11: Eine besondere Teilsammlung 302
a. 22, 17–21: Vorspruch mit Mahnungen zum Hören 302
b. 22, 22–23, 11: Zehn Worte der Weisen 304
1. 22, 22–23: Beraube nicht einen Geringen! 304
2. 22, 24–25: Entgehe einem Jähzornigen! 306
3. 22, 26–27: Meide das Risiko einer Bürgschaft! 307
4. 22, 28: Verrücke nicht die Grenze, I 307
5. 22, 29: Die Möglichkeiten eines Geschickten 308
6. 23, 1–3: Benehmen beim Tisch 309
7. 23, 4–5: Flüchtig ist der Reichtum 310
8. 23, 6–8: Trügerische Gastfreundschaft 311
9. 23, 9: Die Verachtung des Toren 312
10. 23, 10–11: Verrücke nicht die Grenze, II 312
23, 12–28: Erziehung zur Weisheit 314
23, 29–35: Ein Spottlied über den Trunkenbold 319
24, 1–22: Eine kleine Sammlung weiser Worte 321
IV. Kapitel 24, 23–34: Zweite Sammlung von „Worten der Weisen“ 328
24, 23 a: Die Überschrift 328
24, 23 b–29: Von Recht, Richtern und Zeugen 329
24, 30–34: Faulheit bringt Armut 332
Kurzer Rückblick auf die Sammlungen I–IV – erste Zwischenbilanz 334
V. Kapitel 25–29: Zweite Sammlung von Salomo-Sprüchen: die Hiskianische Sammlung 336
Zur Komposition und Eigenart der Sammlung 336
25, 1: Die Überschrift 337
25, 2–28: Lebenserfahrungen in Bildern 338
26, 1–28: Die Gesellschaft verderbende Menschen 346
27, 1–27: Was dem Zusammenleben der Menschen dient 351
28, 1–28: Der Gerechte bleibt sicher 359
29, 1–27: Gerechte und Frevler, Weise und Toren 367
Zum Aufbau und inhaltlichen Charakter der Sammlung V 376
1. Zur kompositorischen Eigenart der Sprüche 25–29 376
2. Zum inhaltlichen Charakter der Sprüche 25–29 377
VI. Kapitel 30, 1–31, 9: Weisheitsworte in Kleinsammlungen – teilweise aus dem Ausland 380
Zur Komposition von Kapitel 30 380
30, 1–9: Die Worte Agurs 382
30, 10–33: Gerahmte Zahlensprüche 390
31, 1–9: Der Königsspiegel Lemuels 398
Kurzer Rückblick auf die Sammlungen V–VI – zweite Zwischenbilanz 402
VII. Kapitel 31, 10–31: Ein Lehrgedicht auf die tüchtige und weise Frau 404
Von Sammlungen zum Buch – kurzer überlieferungsgeschichtlicher Rückblick auf die Auslegung 410
Back Cover 414

Nachwort zum Hauptteil A der Sammlung II (S. 219-220)

Wenn man kurz auf die kommentierten Kapitel 10–15 zurückblickt, fällt zunächst auf, dass diese Kapitel nicht nur verschiedener Länge sind, sondern auch dass sich die längeren Kapitel am Anfang und Ende (Kap.10–11 und 14–15) und die zwei kürzeren (Kap. 12–13) in der Mitte des Hauptteils A befinden. 177 Dieser Umstand mag noch bedeutsamer erscheinen, wenn er mit dem weiteren Befund verbunden wird, dass eben die Kapitel, die stilistisch und theologisch am meisten ‚entwickelt‘ sind, ebenfalls am Anfang und Ende des Hauptteils zu finden sind.

Das dürfte wohl kaum zufällig sein, sondern mag die redaktionsgeschichtliche Annahme nahelegen, dass um die Kapitel mit kürzeren und einfacheren Sammlungen, in denen die Einzelsprüche vorherrschen (12–13), längere und stärker redigierte Sammlungen herum gelegt worden sind (Kap. 10–11 und 14–15), die in formaler und inhaltlicher Hinsicht eine weitere kunstvolle Bearbeitung der Sprüche erfahren haben, und zwar in der Form von Spruchpaaren und anderen Spruchbildungen bis zu Klein-Kompositionen; das gilt insbesondere die ersten Kapitel, vor allem 10, aber auch 11. Inhaltlich wollen die rahmenden Kapitel am Anfang und am Ende (Kap. 14 und besonders Kap. 15) den Eindruck erwecken, dass sie eine ethisch-religiöse und theologische Deutung und damit auch gewissermaßen eine Re-Interpretation des alten und sehr reichen Überlieferungsgutes der Erfahrungsweisheit ausmachen.

So mag sich denn ein lebendiger und komplizierter sowie auch variantenreicher Gestaltungsprozess vollzogen haben, in dem man sich beim modus procedendi auch Rahmungen oder eines Ringmusters bedient hat. Dabei erscheint in hermeneutischer Hinsicht vor allem wichtig, dass der Rahmen das Gerahmte deutet; und dabei lässt sich auch und nicht zuletzt beobachten, dass das Wichtigere einer Deutung dem Gedeuteten öfter vorangestellt wird.

Das methodische Phänomen einer interpretativen Voranstellung des Neuen vor dem Vorgegebenen sowie der methodische Griff eines Rahmens oder Ringmusters als strukturelle Mittel in der redaktionellen und interpretativen Gestaltung waren aber auch mehrfach in Sammlung I (Kap. 1–9) anzutreffen. Darüber hinaus haben die sechs Kapitel dieses Hauptteils viel Gemeinsames, obschon die Gestaltung im Stil und Inhalt eine beeindruckend hohe Beweglichkeit und Variabilität an den Tag legt.

Zum Gemeinsamen gehört zunächst das Phänomen des parallelismus membrorum, vor allem der antithetische Parallelismus, der in den ersten vier Kapiteln durchgehend ist, der aber in den letzten Kapiteln etwas nachlässt, während in denen der synonyme und der sog. synthetische Parallelismus stärker vortreten (vgl. etwa 14, 7. 10. 14. 26; 15, 3. 10–12. 23), wobei auch dieses Stilmittel eine größere Variation erkennen lässt, als oft wahrgenommen wird.

Inhaltlich zeigt sich die hier typische Antithetik vor allem in der Kontrastierung bestimmter Personengruppen, die als Gegentypen dargestellt werden, und zwar die Gegensätze von Gerechten und Frevlern, so besonders in den ersten Kapiteln, und von Weisen und Toren sowie von Reichen und Armen. Im Übrigen weist der oft rasche Wechsel der Themen eine hohe Beweglichkeit in der Darstellung, die dann gelegentlich schwer zu erklären sein kann. In dem allen ergibt sich somit ein überaus komplexes thematisches Gewebe, das für die hoch entwickelte Gestaltungskunst der Weisen ein eindrucksvolles Zeugnis ablegt.

Erscheint lt. Verlag 16.11.2011
Reihe/Serie Das Alte Testament Deutsch (ATD) - Neubearbeitungen
Das Alte Testament Deutsch (ATD) - Neubearbeitungen
Das Alte Testament Deutsch (ATD) - Neubearbeitungen.
Übersetzer Magne Sæbø
Verlagsort Göttingen
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften Religion / Theologie Christentum
Schlagworte Altes Testament/Kommentar • Altes Testament /Text • Prediger Salomo • Proverbien
ISBN-10 3-647-51239-7 / 3647512397
ISBN-13 978-3-647-51239-6 / 9783647512396
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