Studien zu Philo und Paulus (eBook)
300 Seiten
Vandenhoeck & Ruprecht Unipress (Verlag)
978-3-86234-659-2 (ISBN)
Dr. theol. Dieter Zeller (+) war Professor für Neues Testament und Religionswissenschaft des Hellenismus an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Dr. theol. Dieter Zeller (+) war Professor für Neues Testament und Religionswissenschaft des Hellenismus an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Inhalt 5
Vorwort 11
Nr. 1: Gott bei Philo von Alexandrien 13
I. Wie kommt der Mensch zum Gottesbegriff ? 14
II. Der Inhalt des Gottesbegriffs: Abwandlung platonischer und stoischer Anschauungen 22
III. Eigentliche und uneigentliche Rede von Gott 26
IV. Der Gott Israels? 28
V. Theologische Anfragen 34
Nr. 2: Schöpfungsglaube und fremde Religion bei Philo von Alexandrien 37
I. Schöpfung als Spitzenerkenntnis des Mose 38
II. Der Menschheitshorizont des Schöpfungsglaubens 41
III. Schöpfungsglaube als Mittel der Abgrenzung 43
IV. Die Reaktion auf eigene und fremde Gottlosigkeit 48
V. Zusammenfassung 53
Nr. 3: Leben und Tod der Seele in der allegorischen Exegese Philo’s. Gebrauch und Ursprung einer Metapher 55
I. Der Inhalt der Metapher 56
II. Die exegetischen Aufhänger für die Metapher 60
III. Die intendierten Sachaussagen 79
IV. Der Ursprung der philonischen Konzeption 83
V. Zusammenfassung 98
Nr. 4: Philo’s spiritualisierende Eschatologie und ihre Nachwirkung bei den Kirchenvätern 101
I. Unsterblichkeit als Überhöhung biblischer Verheißungen 101
II. Die anthropologische Grundlage 103
III. Aktualisierung und religiöse Definition des Lebens 104
IV. Aufnahme philonischer Gedanken bei Clemens von Alexandrien 107
V. Einordnung ins christliche System bei Origenes 109
VI. Ambrosius als Importeur philonischer Auslegungen in den Westen 113
VII. Ein Echo bei Augustinus 116
Nr. 5: Philonische Logos-Theologie im Hintergrund des Konflikts von 1Kor 1– 4? 119
I. Exegetische Anhaltspunkte 120
II. Der »Mensch Gottes« als Typ 121
III. Der Logos als »Mensch Gottes« 123
IV. Idiomenkommunikation zwischen den Vollkommenen und dem Logos 124
V. Der Logos als »Ort« 126
VI. Ergebnis 128
Nr. 6: Die angebliche enthusiastische oder spiritualistische Front in 1Kor 15 129
I. Anhaltspunkte am Text I (1Kor 15,12– 34) 130
II. Anhaltspunkte am Text II (1Kor 15,35– 58) 133
III. Hinweise im übrigen Briefkorpus (4,8 6,13b)
IV. Zusammenfassende Folgerungen 140
Nr. 7: Gottes Gerechtigkeit und die Sühne im Blut Christi. Neuerlicher Versuch zu Röm 3,21– 26 143
Biographische Vorbemerkung 143
I. Die traditionelle Deutung von O. Kuss 144
II. Die Interpretation von der vorpaulinischen Tradition aus 149
III. Heutige Zweifel, Methodische Klärung 153
Nr. 8: Der Sühnetod Jesu in religionsgeschichtlicher Sicht 157
I. Das Spektrum der neutestamentlichen Deutungen 159
II. Spuren des »archaischen« Modells 162
III. Die Besonderheit des ntl. Konzeptes 167
IV. Hermeneutische Überlegungen 170
Nr. 9: Zur Pragmatik der paulinischen Rechtfertigungslehre 173
I. Einleitung 173
II. Der pragmatische Rahmen 175
III. Der theologische Stellenwert 182
Nr. 10: Zur neueren Diskussion über das Gesetz bei Paulus 189
I. Voraussetzungen der paulinischen Gesetzestheologie 192
II. Der Mensch unter dem Gesetz außerhalb Christi 193
III. Die Alternative: Rechtfertigung aus Werken des Gesetzes oder aus Glaube 197
IV. Gesetzesgerechtigkeit in der Ablehnung des Evangeliums 200
V. Das Gesetz im Leben des Christen 203
VI. Ansätze zu einer »Biblischen Theologie« des Gesetzes 205
Nr. 11: Tyrann oder Wegweiser? Zum paulinischen Verständnis des Gesetzes 209
I. Das Gesetz als Vorzug Israels 210
II. Die Ermäßigung des Gesetzes in der Heidenmission 211
III. Das Gesetz überfordert den Menschen 212
IV. Das Prinzip des Gesetzes steht gegen das des Glaubens und der Gnade 213
V. Die Gesetzesgerechtigkeit – ein Anachronismus in der Fülle der Zeit 214
VI. Paulus im Denkzirkel? 214
VII. Das Gesetz als Norm des christlichen Lebens? 215
VIII. Das Gesetz als schlechtes Gewissen der Christen? 217
Nr. 12: Wie imperativ ist der Indikativ? 219
Nr. 13: Christus, Skandal und Hoffnung. Die Juden in den Briefen des Paulus 225
I. Die Juden als Verfolger 226
II. Die Abwertung der Juden im Kampf mit den Judaisten 229
III. Das Evangelium und die Juden im Römerbrief50 236
IV. Schlussbetrachtung 243
Nr. 14: Theologie der Mission bei Paulus 247
I. Vorbemerkungen 247
II. Grundzüge der Mission nach Paulus 249
III. Fragen aus heutiger Sicht 267
Nr. 15: Leben aus der Kraft Gottes. Paulus als Gestalt christlicher Hoffnung 269
I. Vertrauen auf Gott, der die Toten lebendig macht 269
II. Apokalyptisches Weltverständnis 270
III. Unterschiede des Christlichen 271
IV. Paradoxes Zusammen von Kraft und Schwachheit7b 273
V. Austausch des Lebens zwischen Apostel und Gemeinde 274
VI. Offenheit der Hoffnung 275
VII. Zusammenfassung 277
Nr. 16: Paulus und Johannes. Methodischer Vergleich im Interesse einer neutestamentlichen Theologie 279
I. Die Welt im Licht Gottes 281
II. Gottes Initiative in seinem Sohn 284
III. Polarisierung durch den Glauben 287
IV. Die Folgerungen für das Leben des Christen 292
V. Zusammenfassung 293
Abgekürzt zitierte Literatur 295
Zum Autor 301
Nr. 5: Philonische Logos-Theologie im Hintergrund des Konflikts von 1Kor 1 – 4?* (S. 120-121)
Seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gewann eine Forschungsrichtung an Zustimmung, die die verschiedenen im 1. Korintherbrief behandelten Probleme vom alexandrinischen Judentum her beleuchtet: die Hochschätzung der Weisheit, das Pneumatikertum, die dualistische Anthropologie, die bis zur Leugnung der Auferstehung führte. Konkret gelten der nach Apg 18,24 aus Alexandria stammende Apollos und seine Anhängerschaft als Vertreter dieser Tendenzen.
G. Sellin hat es unternommen, auch die Christuspartei 1,12 von diesem Ansatz her zu bestimmen. Zwar stehe nur eine Gruppe in der Schusslinie der ersten vier Kapitel: die Schüler des Apollos, die auf den kºcor sov¸ar Wert legen und beanspruchen, »Vollkommene« und »Pneumatiker« zu sein.
Aber Sellin möchte auch die Christusparole mit dieser Gruppe, genauer gesagt: mit ihrem Führer, in Verbindung bringen: Sie drücke das Selbstverständnis des Apollos aus, der sich selbst als Mittler zwischen den Seinen und Christus sieht.
I. Exegetische Anhaltspunkte
– 1,12: Die Vermutung, dass die Christus-Leute im Unterschied zu den Apostel- Parolen eine Christus-Unmittelbarkeit reklamierten,5 hat einiges für sich, nicht aber die Einengung des 1c¾ auf Apollos, wie sie Sellin voraussetzt.
– 3,3 f.: Aus der Polemik oqj %m¢qypo¸ 1ste schließt Sellin,6 dass man in Korinth beanspruchte, mehr zu sein als %m¢qypo¸. Aber Paulus macht den Korinthern ja gerade das bloßeMenschsein zum Vorwurf; es ist gleichbedeutend mit »nach Menschenart wandeln« und hat seineWurzel darin, dass man sich nach Menschen ausrichtet.
– 2,10b-16: Dieses übermenschliche Selbstbewusstsein wird erklärt von der hellenistisch-jüdischen Konzeption der geistbegabten Erkenntnis her, deren Terminologie in diesem Abschnitt aufgenommen sei. Der so begnadete Pneumatiker sei kein »Mensch« mehr, sondern selber ein pneumatisches Wesen, auf gleicher Stufe wie der Logos.
| Erscheint lt. Verlag | 19.1.2011 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Bonner Biblische Beiträge | Bonner Biblische Beiträge |
| Mitarbeit |
Herausgeber (Serie): Rudolf Hoppe, Ulrich Berges |
| Verlagsort | Göttingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie |
| Schlagworte | Paulus (Apostel) • Philo (von Alexandria) • Religionsgeschichte |
| ISBN-10 | 3-86234-659-5 / 3862346595 |
| ISBN-13 | 978-3-86234-659-2 / 9783862346592 |
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