Eschatisches Heil mit eschatischer Anerkennung (eBook)
556 Seiten
Vandenhoeck & Ruprecht Unipress (Verlag)
978-3-86234-127-6 (ISBN)
Dr. Stefan Schapdick, geboren 1965, hat sich 2009 habilitiert. Er ist Dozent für Neutestamentliche Einleitung am Interdiözesanen Studienseminar St. Lambert in Grafschaft-Lantershofen.
Dr. Stefan Schapdick, geboren 1965, hat sich 2009 habilitiert. Er ist Dozent für Neutestamentliche Einleitung am Interdiözesanen Studienseminar St. Lambert in Grafschaft-Lantershofen.
Inhalt 7
Vorwort 13
1 Hinführung 15
1.1 Problemfelder, Untersuchungsgegenstand und Methodologie 17
1.1.1 Problemfelder paulinischer Eschatologie 17
1.1.2 Präzisierung der Fragestellung – Untersuchungskorpus 22
1.1.3 Methodisches Verfahren 25
1.2 Anmerkungen zur Chronologie der Paulusbriefe 27
1.3 Eschatologische Motive und Vorstellungen bei Paulus 35
1.3.1 Das Gotteshandeln an Jesus Christus als soteriologische Basis 36
1.3.2 Parusie (und Naherwartung) 38
1.3.3 Auferweckung der Toten 42
1.3.4 Verwandlung zur himmlischen Existenz 45
1.3.5 Vernichtungs- und Beurteilungsgeschehen (Gerichtsgedanke) 47
2 Der 1. Thessalonicherbrief: Die Gemeinde als Ruhmeskranz des Apostels (1Thess 2,19) 53
2.1 Die Verarbeitung gemeindlicher Isolationserfahrungen1 53
2.2 Die eschatische Relevanz der Apostel-Gemeinde-Relation: Zu 1Thess 2,19 im Kontext von 1Thess 2,17 – 20 56
2.3 Ergebnis 65
3 Der 1. Korintherbrief: Über Wahrnehmungen und Wertungen des Apostels 67
3.1 1Kor 3,5– 4,5: Das Korrektiv eschatischer Gottesrelation – Paulus, der korinthische Parteienstreit und die angemessene Einschätzung der Verkündiger 70
3.1.1 Die kreuzestheologische Basis von Wahrnehmung und Wertung der Verkündiger 70
3.1.2 Verkündigerdienst und Gemeindeaufbau mit eschatischen Folgen – Zu 1Kor 3,8b.13– 15 im Kontext von 1Kor 3,5– 17 73
3.1.2.1 Der eschatische Lohn für die Diener und Mitarbeiter Gottes – Zu 1Kor 3,8b im Kontext von 1Kor 3,5– 9a 73
3.1.2.2 Das Werk des Gemeindeaufbaus und seine eschatische Prüfung – Zu 1Kor 3,10– 17 80
3.1.2.3 Wer wird der eschatischen Beständigkeitsprüfung unterzogen? 83
3.1.3 Die göttliche Beurteilungsprärogative über die Apostel – Zu 1Kor 4,1– 5 86
3.1.3.1 Einführung zu 1Kor 4,1– 5 87
3.1.3.2 Zur menschlichen Beurteilung der Verkündiger (1Kor 4,1 – 4b) 88
3.1.3.3 Exklusive Gerichtskompetenz göttlicher Instanz (1Kor 4,4c – 5e) 93
3.1.4 Ergebnis 100
3.2 1Kor 9,1– 27: Die eschatische Relevanz apostolischen Rechtsverzichts 103
3.2.1 Rechtsverzicht mit eschatischer Wirkung – Zu 1Kor 9,1 f.12b.15 – 18.23 105
3.2.2 Der vollendungsorientierte Agon des Paulus – Zu 1Kor 9,24 – 27 112
3.2.2.1 Einführung229 112
3.2.2.2 Der paulinische !c_m als Modus christlicher Lebensgestaltung 113
3.2.3 Ergebnis 130
4 Der Philipperbrief: Einführung in die Leidensgestalt christlicher Glaubensexistenz 133
4.1 Problemfelder in der Exegese des Philipperbriefes 135
4.2 Das Problem der literarischen Integrität 139
4.3 Die Bl´qa WqistoO in Phil 1,6.10b 143
4.3.1 Die Bl´qa WqistoO als Vollendungsdatum des eschatischen Heilsplans Gottes – Zu Phil 1,6 im Kontext von Phil 1,3– 6 144
4.3.2 Die Bl´qa WqistoO als Datum definitiver Festschreibung des gemeindlichen Heilsstandes – Zu Phil 1,10b im Kontext von Phil 1,9– 11 147
4.4 Phil 1,18b– 26: Ein Sonderweg zum eschatischen s»m Wqist` 150
4.4.1 Kontextueller Rahmen 150
4.4.2 Sprachliche Einführung zu Phil 1,18b – 26 151
4.4.3 Auslegung 154
Exkurs: Zur Formulierung s»m Wqist` / juq¸/ eWmai bei Paulus166 163
Exkurs: Zum religionsgeschichtlichen Hintergrund von Phil 1,23c – d 167
4.4.4 Ergebnis 177
4.5 Phil 2,12– 18: Der Ruhm des Apostels am Tag Christi 179
4.5.1 Kontextueller Rahmen 179
4.5.2 Sprachliche Einführung zu Phil 2,12– 18 181
4.5.3 Auslegung 183
4.5.4 Ergebnis 193
4.6 Phil 3,7– 4,1: Einführung in die christliche Glaubensexistenz – Paulus als exemplarischer Christ 195
4.6.1 Kontextueller Rahmen 196
4.6.2 Phil 3,7 – 11: Die grundsätzliche Kontur christlicher Existenz im Spiegel der Lebenswende des Apostels 4.6.2.1 Sprachliche Einführung zu Phil 3,7– 11 197
4.6.2.2 Auslegung 199
4.6.3 Phil 3,12 – 16: Die Zukunftsorientierung christlicher Existenz am Beispiel der Lebensgestaltung des Apostels 4.6.3.1 Sprachliche Einführung zu Phil 3,12– 16 213
4.6.3.2 Auslegung 216
4.6.4 Phil 3,17 – 4,1: Das eschatische Ziel christlicher Existenz 4.6.4.1 Sprachliche Einführung zu Phil 3,17– 4,1 231
4.6.4.2 Auslegung 234
4.6.5 Ergebnis 259
a) Paulus 259
b) Die ovty peqipatoOmter (Phil 3,17c) 260
c) Christus 260
d) Gott 261
e) Die Gegner 261
f) Die ›Wir‹-Gruppe – Paulus und die Gemeinde in Philippi 261
g) ›Ich‹ und ›Ihr‹ – Paulus und die Gemeinde in Philippi im Gegenüber 262
a) Die christologische Kontur eschatischen Heils 263
b) Die konkreten Vorstellungsinhalte 263
c) Zusammenfassung 266
4.7 Naherwartung als Teil der Paränese von Phil 4,4– 6 267
5 Der 2. Korintherbrief: Irdische Apostolatsgestalt und eschatisches Apostelgeschick 271
5.1 Problemfelder in der Exegese des 2. Korintherbriefes 272
5.2 Das Problem der literarischen Integrität 277
5.3 Innerweltlich-zukünftiges Geschehen im eschatologischen Sprachgewand – Zu 2Kor 13,4b im Kontext von 2Kor 13,1 – 4 283
5.4 2Kor 1,12– 14: Der Ruhm des Apostels und der Gemeinde am Tag des Herrn 287
5.4.1 Kontextueller Rahmen 288
5.4.2 Sprachliche Einführung zu 2Kor 1,12 – 14 289
5.4.3 Auslegung 292
5.4.4 Ergebnis 301
5.5 2Kor 4,7– 5,11: Gehalt und Gestalt paulinischen Apostolats in irdisch-zeitlicher Gegenwart und eschatischer Zukunft 302
5.5.1 2Kor 4,7– 15: Bedrängnisse und Leiden als offenbarungsadäquate Charakteristika apostolischer Glaubensexistenz 304
5.5.1.1 2Kor 4,7– 12: Die theologisch-christologische Begründung paulinischen Apostolats 304
5.5.1.2 2Kor 4,13– 15: Glaube und Glaubensinhalt paulinischer Verkündigung in eschatischer Perspektive 316
5.5.1.3 Ergebnis 328
5.5.2 2Kor 4,16– 18: Eine neue Symmetrie in der Wahrnehmung paulinischen Apostolats 331
5.5.2.1 Sprachliche Einführung zu 2Kor 4,16 – 18 331
5.5.2.2 Auslegung 335
Exkurs: Zum Hintergrund der Rede vom ›äußeren‹ und ›inneren‹ Menschen 335
5.5.2.3 Ergebnis 347
5.5.3 2Kor 5,1– 5: Die Gewissheit eschatischer Vollendung der irdischen Glaubensexistenz des Apostels 348
5.5.3.1 Sprachliche Einführung zu 2Kor 5,1– 5 350
5.5.3.2 Auslegung 355
Exkurs: 9md¼sashai und seine traditionsgeschichtlichen Zusammenhänge 367
Exkurs: Die Forschungsdiskussion um das Verständnis von culmºtgr in V.3 378
5.5.3.3 Ergebnis 391
5.5.4 2Kor 5,6– 11: Zukunftsorientierung und eschatische Verantwortlichkeit irdischer Glaubensexistenz 395
5.5.4.1 Sprachliche Einführung zu 2Kor 5,6– 11 395
5.5.4.2 Auslegung 399
5.5.4.3 Ergebnis 434
6 Die eschatische Vollendung des Apostels Paulus 439
6.1 Im 1. Thessalonicherbrief 440
6.2 Im 1. Korintherbrief 441
6.3 Im Philipperbrief 446
6.4 Im 2. Korintherbrief 451
6.5 Argumentative Einsatzfelder eschatologischer Motive 459
6.6 Die persönliche Vollendungserwartung des Apostels Paulus 470
7 Literaturverzeichnis 477
7.1 Quellen 478
7.2 Hilfsmittel 483
7.3 Kommentare zu neutestamentlichen Schriften 484
7.4 Weitere Literatur 487
8 Personenregister 509
9 Sachregister 517
10 Bibelstellenregister 523
6 Die eschatische Vollendung des Apostels Paulus (S. 439-440)
Wenn Rückschau gehalten werden soll auf die Aussagen des Apostels zu seiner eigenen eschatischen Vollendung, so hat die Wahrnehmung der kontextuellen Einbindung der Aussagen unter der Berücksichtigung ihrer argumentativen und damit textpragmatischen Funktion ein äußerst vielschichtiges Bild ergeben. Paulus verwendet zwar ein relativ festes Inventar eschatischer Vorstellungen oder Motive, das nur in situativen Sonderfällen erweitert wird (vgl. Phil 1,21 – 23; 2,17).
Der Einsatz dieser Motive bestimmt sich jedoch nicht von einem fest gefügten Koordinatensystem eschatischen Denkens her, sondern ausschließlich von der jeweilig zu behandelnden Thematik. Dabei werden auch Leerstellen (vgl. Phil 1,21– 23) oder Brüche (vgl. 1Kor 9,1– 27) in Kauf genommen, um das angestrebte Argumentationsziel zu erreichen.
Zugleich greift Paulus teilweise zur metaphorischen Umschreibung eschatischer Gehalte, die eine klare Motivzuordnung erheblich erschweren oder gar unmöglich machen (vgl. bes. 2Kor 5,1– 4). Diese Verfahrensweisen ziehen sich durch alle betrachteten Paulusbriefe. Insofern besteht eine Kohärenz hinsichtlich der argumentativen Strategie des Apostels.
In diesem Zusammenhang hat sich die Debatte um die Chronologie der behandelten paulinischen Briefe als nicht wirklich entscheidend herausgestellt. Selbst wenn der Phil zeitlich nach 2Kor angesetzt wird, was m.E. nicht wahrscheinlich ist, ergeben sich daraus keine signifikanten Auswirkungen auf die paulinische Darstellung eigener Heilsvollendung.
Die Sondersituation des Phil (vgl. Phil 1,12 – 26) führt ja auch nicht dazu, dass vertraute Motive oder Vorstellungen eschatologisch geprägten Denkens zurücktreten würden. Bevor die Einsatzfelder der einzelnen eschatologischen Motive einer nochmaligen Betrachtung unterzogen werden sollen, soll zunächst ein Resümee zu den behandelten Texten innerhalb der jeweiligen paulinischen Korrespondenz gezogen werden.
6.1 Im 1. Thessalonicherbrief
In 1Thess stellt die Frage nach dem eschatischen Geschick des Apostels nur ein Randthema dar. Um der thessalonischen Gemeinde seine fortdauernde Zuwendung trotz räumlicher Trennung zuzusichern, verweist er u. a. darauf, dass er von ihr und ihrem Bestehen eschatisch abhängig ist (vgl. 1Thess 2,17– 20). Die Gemeinde ist ihm Hoffnung, Freude und Ruhmeskranz. Dies impliziert die Hoffnung, dass sie seine Freude und sein Ruhmeskranz auch im Rahmen eigener Endvollendung bleiben soll.
| Erscheint lt. Verlag | 8.12.2010 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Bonner Biblische Beiträge | Bonner Biblische Beiträge |
| Mitarbeit |
Herausgeber (Serie): Rudolf Hoppe, Ulrich Berges, Frank-Lothar Hossfeld |
| Verlagsort | Göttingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie ► Christentum |
| Schlagworte | Ekklesiologie • Eschatologie • Paulus (Apostel) • Philipperbrief • Thessalonicherbriefe |
| ISBN-10 | 3-86234-127-5 / 3862341275 |
| ISBN-13 | 978-3-86234-127-6 / 9783862341276 |
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